Erfreulich ist aber, dass Berlusconi, immerhin 84, Diabetiker und noch mit vielen anderen Krankheiten "vorbelastet" auf die Therapien anspricht. D.h. es gibt inzwischen, wenn man sich ausreichend schnell kümmert (das war im März das große Problem) - die Leute also therapiert bei beginnender Lungenentzündung und nicht erst, wenn 90% der Lunge nicht mehr arbeiten kann, doch die Möglichkeit zu überleben...
Kati
Kati,
ich kann dir teilweise zustimmen, was die nicht zitierten Anteile angeht.
Der letzte Abschnitt deines Beitrags ist jedoch für mich unklar.
Abgesehen davon, dass ich Berlusconi weder repräsentativ noch besonders erfreulich finde, würde mich Folgendes interessieren:
1. WIE hat man ihn denn behandelt?
2. Woraus schließt du, dass die Möglichkeit neu ist, "doch" zu überleben, wenn man früh genug behandelt? Die Mehrheit der Infizierten überlebt auch vorher schon trotz der schlimmen Verläufe - die Frage ist nur, wie. Auf der anderen Seite stehen auch früh Behandelte, die nicht überlebt haben. Meines Erachtens ist hier keine solide Prognose möglich außer der, dass Ältere und/oder Vorerkrankte ein statistisch höheres Risiko für ein schlechtes Outcome haben.
Aber Statistik sagt herzlich wenig über das individuelle Geschehen!
Ich selbst habe eine 85jährige erlebt, die ohne Beatmung und nach überstandener Infektion nach 2 Wochen aus der Klinik zurück war - und einen knapp 70-jährigen in einem körperlichen Topzustand, der 6 Wochen an der Infektion geknabbert hat und der maschinellen Beatmung nur knapp entkommen ist. In meinem persönlichen weiteren Umfeld sind 2 junge, gesunde Männer (Vater Anfang 50, Sohn Anfang 30, beides körperlich trainierte Bauersleut) binnen weniger als 2 Wochen nacheinander gestorben, Knall auf Fall. Wurden die alle nur falsch oder die alte Dame vielleicht richtig behandelt?