jetzt wird es kompliziert
Tja, also beim Thema "Arbeiten" habe ich ja wohl den größten Mist gebaut, den man sich nur denken kann.....

Kurze Vorgeschichte: bin Mutter von 2 Kindern, mein Mann ist selbständig, wir haben ein Haus mit Garten.
Gearbeitet habe ich eigentlich immer, auch als die Kids klein waren. Bin Bürokauffrau und Arzthelferin und habe in beiden Berufen gearbeitet. Zum Schluß in einem Sanitätshaus 30 Std./Woche. Die Arbeit wurde erschwert durch schweres Tragen. Wir hatten das Lager in einem alten Kellergewölbe. So musste ich immer eine steile Treppe hoch und runtersteigen und das mit schweren Kisten, Rollis und Co. Das tat meinen Sprunggelenken nicht gerade gut. Dann fehlte mir oft die Kraft in den Händen und ich quälte mich den Patienten die Bandagen oder Kompressionstrümpfe anzupassen. Ich arbeitete am Stück 6 Stunden, diese Zeit war ich eigentlich nur am Herumrennen, hatte selten mal eine Minute Zeit mich hinzusetzen. Aber diese ganzen körperlichen Beschwerden habe ich ignoriert, denn ich arbeitetete sehr gerne in diesem Beruf.
Erschwerend kam hinzu, dass es Ärger mit Kolleginnen und Chefin gab (Mobbing). Dann gab es wieder vermehrt Probleme mit meinem ältesten Sohn, der ADHS hat und bei dem auch der Verdacht auf Asperger-Syndrom besteht. Dieses Kind brauchte dringend meine Unterstützung, sonst hätte er es in der Schule überhaupt nicht mehr geschafft (heftigstes Mobbing über Schüler und auch Lehrer).
Tja und jetzt kommt es. Diese ganzen Schwierigkeiten - meine körperlichen Zipperleins (ich war nachmittags kaum noch in der Lage meinen Haushalt zu führen), mein Sohn, der Frust auf Arbeit - führten dazu, dass ich alles Hals über Kopf hinschmiss. Ich kündigte zum 31.03.2006.
Seitdem bin ich arbeitslos. Bekomme kein Arbeitslosengeld - die hatten mich damals gesperrt und dann bin ich nicht mehr hingegangen - oder sonstige finanzielle Unterstützung. Das wäre nicht das Schlimmste.
Aber ich bin seitdem privat krankenversichert mit einem horrenten Eigenanteil. Das bedeutet für mich jetzt, dass ich sämtliche Diagnostik selbst bezahlen muss - das ist mit ein Grund weshalb ich solange nicht zum Arzt gegangen bin.
Mein Mann ist wie gesagt selbständig und ebenfalls privat versichert, also ist nichts mit Familienversicherung.
Ich muss nun dringend einen Job finden, damit ich in die GKV wechseln kann. Denn sollte sich der Verdacht einer rheumatischen Erkrankung bestätigen, kommen ja unglaubliche Kosten auf uns zu.
Nur wie soll ich schnell einen Job finden, wenn ich zumindest zur Zeit kaum in der Lage bin überhaupt einen Finger zu rühren. Bleibt ja schon zuhause alles liegen, weil ich permanent Schmerzen habe.
Bin ziemlich ratlos gerade....
Liebe Grüße
Annette