Baujahr: 1972, weiblich, verheiratet, 2 Kinder
Diagnosen:
seronegative ankylosierenden Spondylitis , Arthropathia psoriatica, Omarthritis, Epicondylitis rad. humeri,
Verlauf:
Erstmals "orthopädische" Probleme im Jahr
1987/1988 OP einer Pseudarthrose im linken Außenknöchel.
Zeitgleich beginnende Schmerzen im Rücken und Nackenbereich, Therapie mit Fango, Massage und Krankengymnastik.
Fortlaufende Problematik während der Schulzeit.
1996 immer größere Beschwerden in beiden Schultern, vor allen Dingen auch in Ruhe, während des Schlafens. Nach Röntgennachweis "Impingement-Syndrom li. Schulter"
Ende 1996, dann in
01/97 Kernspintomographie der HWS ohne Befund und der linken und rechten Schulter mit Diagnose Impingementsyndrom (li>re).
1997 Borrelieninfektion, erstmals erhöhte ASL- und CRP-Werte
Ende 1997 erstmals Rehabilitationsmaßnahme in Bad Grönenbach/Allgäu.
1998 arthroskopische OP re. Schulter wegen therapieresistentem Impigementsyndrom Stadium II, vordere Acromioplastik, Bursectomie.
Ende 2002 aufgrund andauernder Beschwerden erstmal V.a. rheumatoider Arthritis (auch in Hinblick auf die familiäre Disposition, meine Mama hat PSA).
Anfang 2003 dann Diagnose Arthritis psoriatica der Schulter li. mit Verordnung von MTX. Führe diese Therapie nicht durch (noch nicht abgeschlossene Familienplanung) und entscheide mich stattdessen
Mitte 2003 für eine weitere OP der li. Schulter wegen therapieresistentem Impingementsyndrom Stadium II mit inkompletten Riss der Supraspinatussehne. Danach deutliche Besserung der Symptomatik.
Die
Ostern 2003 durchgeführte Mu-Ki-Kur war aufgrund diverser interkurrenter Erkrankungen meiner beider Zwerge eher nicht so erwähnenswert ;-))
02/2004 Aussenbandläsion ohne komplette Durchtrennung, mit deutlichem Bone-Bruise am Talus infolge eines Distorsionstraumas.
Aufgrund weiter anhaltender Beschwerden im Bereich des Rückens mit Ausstrahlung in die Beine und hinzugetreten in den Händen habe ich
Ende 2005 eine Rehamaßnahme in Bad Aibling durchgeführt.
Entlassungsdiagnosen: palindromer Rheumatismus, Cervical-, Lumbalsyndrom, Periarthropathia Coxae.
Akuter Schub
11/2005 mit Cortisonstoßtherapie bis
Ende 04/06.
Nach diversen unergiebigen Arztbesuchen in 2006 (Neurologe, Rheumatologe, Orthopäden) und weiterhin anhaltenden Beschwerden, fühle ich mich nun seid Anfang 2007 ärztlich gut betreut.
Den Durchbruch brachte mir der Wechsel zu einem neuen Orthopäden, der erstmals eine Überweisung für ein Knochenszintigramm ausstellte, daraufhin wurde dann auch meine Rheumatologin aktiv. Es folgten Röntgenzielaufnahmen und ein MRT der ISG.
Nach all den Jahren habe ich eine Diagnose!! Der Feind hat einen Namen!!
Anschließend erhielt ich Cortisoneinspritzungen in die ISG mit leider mäßigem Erfolg, sodass eine RSO angedacht wurde. Aktuell ergeben die Blutwerte weiterhin keine besonderen Auffälligkeiten, bis auf eine leichte Erhöhung der Gamma-GT-Werte und der Basophile.
Zwischenzeitlich hatte ich Mitte Juni 2007 einen akuten Neurodermitisschub, der mit 3x 250 mg Cortison eingedämmt wurde. Danach hatte ich ständig einen fürchterlichen Juckreiz an den unangenehmsten Körperstellen (unter den Fußsohlen, in den Handinnenflächen, am Steiss, am Knie,...) und verzichtete weitestgehend auf die Schmerzmedis. Versuchte nun step by step auszutesten, welche Medis ich ohne Nebenwirkung nehmen konnte. Irgendwie kommt immer was Neues :-((
Habe dann den Teufel gefunden: es war das Tetrazepam! Also abgesetzt.
Da es mir monatelang dann immer noch nicht besser ging, hat mein Rheumadoc mich nun seit etwa 6 Monaten auf Enbrel eingestellt. Und meinem ISG geht es seitdem besser. Leider kommen immer vermehrt Sehnenansatzbeschwerden in den Armen und an den Knien hinzu, ebenso wie Arthroseschmerzen in den Daumengrundgelenken. Aber das lässt mich leben.
Medikamente:
2x 25mg Enbrel sc.
bei Bedarf Diclo mit Omeprazol
Die zwischenzeitlich ausgetesteten Psychopharmaka (Amytriptillin) habe ich abgesetzt (habe innerhalb kürzester Zeit echt zugenommen, da mir jedes Sättigungsgefühl gefehlt hat

)