Vielen Dank, dass Ihr Euch so für mich mitgefreut habt wegen meines Vorstellungsgesprächs. Ich bin ganz gerührt!


Möchte auch kurz berichten, wie es lief.
Ich bin froh, dass ich vorher nicht wusste was auf mich zukam, sonst wäre ich wahrscheinlich gar nicht erst hingefahren.
Der erste Schock war, dass im Besprechungsraum 4 Menschen auf mich warteten. Alles höchstwichtige Leute dieser Firma und sehr einschüchternd.
Ich saß vor diesen Menschen, in meinem Kopf wirbelten die Gedanken, konzentriert darauf jetzt nicht vor Schreck in Ohnmacht zu fallen, meine Stimme zu finden und möglichst locker und souverän auszusehen.
Keine Ahnung ob mir das gelungen ist.
Das mir zugedachte Aufgabengebiet entsprach in keinster Weise der harmlosen Stellenausschreibung. Zeitweise dachte ich, diese Menschen sprechen eine andere Sprache. Ich nickte immer nur "wissend".
Irgendwann habe ich kapiert was von verlangt wird.
Dann fielen Wörter wie Überstunden, hohe Verantwortung, keine Vertretung im Krankheitsfall usw.
Fazit: ich denke, ich werde davon Abstand nehmen. Wenn ich jetzt gesund wäre und vielleicht ein paar Jährchen jünger, würde ich es mir überlegen. Das wäre eine riesen Chance und sehr spannend. Aber dem ist nicht so.
Ich bin 25 Jahre mit dem Kopf unterm Arm zur Arbeit gegangen. Habe die Arbeit immer voran gestellt. Bloß nicht ausfallen wegen eines Schubs. Lieber fit spritzen lassen und Schmerzmedis einwerfen.
Oh weia… jetzt haste eine weitere Autoimmunerkrankung… kann ich gar nicht gebrauchen. Muss aber irgendwie gehen.
Kein normal "gesunder" Arbeitnehmer denkt so! Ein kleiner Schnupfen und die Leute bleiben direkt zu Hause.
Ich will das nicht mehr. Ich kann das auch nicht mehr. Ich suche weiter und finde hoffentlich einen Job der mich nicht auslaugt und ich jeden Tag gerne hingehe ohne Angst zu haben, was es für Konsequenzen hat, wenn ich mal eine Woche ausfallen sollte.