So, dann möchte ich auch mal berichten wie es mir seit der OP ergangen ist.Wollte eigentlich direkt nach der Reha schon schreiben, aber es blieb leider auf der Strecke.
Die OP war ja am 22. September.
Ich sollte als erste in den OP kommen, daraus wurde dann mal nichts, weil ihnen auffiel das eine Röntgenaufnahme fehlt

Ich also in OP Hemd und Bademantel in die Röntgenpraxis nach nebenan.Zum Glück ist das Gebäude mit der Klinik verbunden .....
Brav zurück auf die Station, man holt mich, am Schwesternzimmer dann: " Halt noch nicht hochfahren, das dauert noch, ist noch ein Patient vorher dran!"
Zweiter Versuch rund 15 Minuten später und siehe da ich lag im Vorraum des OP´s.
Die sogenannte Scheißegaltablette half mal rein gar nicht, vielleicht lag es daran das ich heulend in meinem Bett lag und furchtbar aufgeregt war?
Blasenkatheder wurde gelegt und dann kam der Narkosearzt.
Gesprächsthema hatten wir auch sogleich: unsere Tätowierungen und ich war dankbar das er mich in dieses Gespräch verwickelte und ich damit abgelenkt war
Danach ging alles sehr schnell, Zugang gelegt, mich mit Pads beklebt, Scherze gemacht, das erste Mittel wurde gespritzt und ich fühlte mich rasch wie nach einer Flasche Rotwein.
Danach wurde die Narkose eingeleitet, ich solle an was schönes denken. Narkosearzt fragt beim Maske auflegen ob ich an was schönes gedacht habe und ich maule rum das mir nichts einfallen würde

Um 10 Uhr geschah das und um 14 Uhr bin ich auf der Intensiv wach geworden, weil man mir die Lippen eincremte.
Alle paar Minuten kam dort jemand um nach mir zu schauen, es piepste überall und die meiste Zeit habe ich vor mich hingedöst.
Meinem Mann hatte man gesagt er solle gegen 16 Uhr auf der Intensiv anrufen ob ich dort schon angekommen bin. Bevor er die Frage stellen konnte kam eine der Schwestern zu mir ans Bett und drückte mir das Telefon in die Hand

Am Telefon erzählte ich ihm stolz das mir diesmal nicht übel wäre und es mir bis auf die Schmerzen recht gut ginge.
Zwei Stunden später durfte er dann zu mir auf die Intensiv. Zu dem Zeitpunkt standen viele Leute um mein Bett herum die gerade dabei waren das Bett wieder runterzufahren:
mein Kreislauf hatte dann doch noch einen Totalabflug gemacht
Die Nacht auf Intensiv empfand ich als sehr unruhig, weil ich ewig vom Blutdruckmessen wach wurde.Das Gerät hat sich alle halbe Stunde aufgepumpt.
Dienstag morgen wurde ich wieder auf die Station verlegt wo ich dann bis zum darauf folgenden Montag blieb.
Tag 2 und 3 hatte ich Fieber und auch um meine Eisenwerte hatte man Sorge, weil ich ungewöhnlich viel Blut verloren hatte. HB lag bei 7, bei 6 hätte ich Fremdblut bekommen.Die Werte gingen auch nur schleppend wieder och, eigentlich wurde es erst in der 2. Rebwoche besser.
Erste Gehversuche am Rolltor waren fies, ging aber.
An den Stützen war ich recht flott wieder mobil und ich durfte trotzdem ich eine umzementierte TEP bekommen habe direkt bis Schmerzgrenze belasten.
Beim Gespräch mit dem operierenden Arzt stellte sich dann noch heraus,das sie schon ein wenig Schwierigkeiten bei der OP gehabt haben.
Der Prothesenschaft machte Probleme,wollte nicht so wie der Arzt es wollte in den Knochen.
Auf den Röntgenbildern sieht es von vorne aus, als hätte man noch eine Nummer größer nehmen können, aber wenn man die seitliche Röntgenaufnahme sieht, sieht man das da nicht wirklich mehr möglich gewesen wäre.
Das es etwas anders bei mir wird hatte man mir im Vorfeld gesagt, da ich ja schon mit 21 die Hüftumstellung hatte.
Montags nach der OP ging es dann in die Reha, man war seitens der Klinik erstaunt das die Zusage der Rentenkasse schon so schnell da war.
Also Koffer packen, drei Straßen weiter fahren und hinein in die Klinik am Rosengarten in Bad Oyenhausen.
Papiere in empfang nehmen, kurz warten bis man uns holt und mit Kaffee versorgt worden.
Was macht mein Kreislauf?
Genau, er macht wieder komische Sachen.
Der erste Tag dort war zum Eingewöhnen und am Dienstag dann hatte ich meine ersten Pläne.
Ich bekam dort Einzelkrankengymnastik, TEP Hocker( später Matte-TEP) , MTT, Gangschule,Wasser-TEP, etliche Vorlesungen, Autogenes Training u, Fangon und vor allem Lymphdrainage, weil mein operiertes Bein bis zum Knöchel angeschwollen war.
Schmerztechnisch ging es immer mal von ganz gut bis ganz schlecht.Vor allem mein Knie machte mir immer wieder so zu schaffen, dass ich teilweise nicht auftreten konnte.
Man sagte mir das es die Muskeln sind und das nahm ich dann auch erst einmal so hin.
Nach drei Wochen war meine Reha dann in einer wirklich tollen und sehr empfehlenswerten Rehaklinik beendet und ich mache inzwischen beim IRENA Programm der Rentenkasse mit.
Da habe ich nun zweimal die Woche MTT,Gruppe Wasser TEP, Gruppe Hocker. Bei letzterem will ich ab nächste Woche aber eigentlich gerne wieder auf die Matte, wenn ja wenn .........
....... denn die Schmerzen im Knie werden immer schlimmer, mein Ischianerv nervt mich seit der OP und andere Dinge sind überhaupt gerade gar nicht so gut.
Zum Beispiel ist der Ruheschmerz wieder da, dann ab und an Leistenschmerzen und vorher genanntes.
Nun habe ich heute Nachmittag einen Termin beim Orthopäden und werde danach hoffentlich schlauer sein was zu diesem Zeitpunkt noch normal und was nicht normal ist.
Mein Knie kann jedenfalls nicht normal sein, denn das sticht teilweise so das ich nur noch ins Kissen beissen kann. Und es spielt auch keine Rolle ob ich es bewege oder es ruht.
Im Haus und ringsherum bewege ich mich sicher ohne Stützen, weiss ich aber das wir einkaufen fahren oder ich spazieren gehen möchte, brauche ich sie immer noch.
Denn längere Wege gehen nur eine gewissen Zeit gut.