Servus Anna,
ich werde jetzt etwas abschweifen müssen.
Glutenkrümelchen als Problem habe ich im Zusammenhang
mit Zölikie schon gehört. Dort wird wohl zu separierten Küchengeräten,
Schneidbrettern, Toaster etc. geraten. Ich habe mich mit einigen
verschiedenen Ärzten auseinandergesetzt. Das sehen nicht alle
gleich.
Mein Ernährungsdoc hat extra drauf hingewiesen, dass es sich bei
mir um (teilweise zeitverzögerte) verschiedene Antikörperreaktionen
handelt und nicht um Allergien oder gar Zöliakie.
Das wo ich besonders hohe Antikörperreaktionen habe sollte
ich lebenslang meiden.
Erworbene Unverträglichkeiten sollten sich bei striktem Auslass
nach 3 bis 6 Monaten weitestgehend legen. Danach kann man versuchen
sie einzeln nach und nach wieder hinzuzunehmen.
Für mich verlängert sich der Zeitraum mindestens so lange bis der
Darm ausgeheilt ist. Das Zeitfenster benannte er mit um die
12 bis 18 Monate.
Was ich noch esse? Ich war zuerst auch leicht überfordert, aber ich Fuchs mich rein.
Leichter ist zu sagen was ich weglasse, da bleibt sooo viel übrig. Vieles hatte ich
durch die begrenzten immer dieselben Hochglanzauslagen im Supermarkt nur
nicht mehr auf dem Schirm.
Ich komme jetzt auf rund 20 Gemüse/Salatsorten pro Woche. Viel Abwechslung,
wobei manches davon fast jeder Tag irgendwann auf dem Teller landet. Immer
was eiweißreiches dazu z.B. Linsen-Spinat-Bällchen oder ein Stück Fisch, gerne Avocadodressing mit Knoblauch, Petersilie und Radieschengrün und viel gute Öle, wie Kokos, Olive, Raps, Avocado, Hanf, Alge aus langsamer Kaltpressung ohne Auszugsstoffe.
Tierische Milch in jeder Form, Hühnereiweiß, anderes Geflügelvollei, Getreide insb. Weißmehl, Zucker und Zuckerersatzstoffe, Bananen, Ananas, Obst mit hohem Zuckergehalt wie Trauben, Nachtschattengewächse, jedwede Industrieprodukte und mit Zusatzstoffen hergestelltes, Hülsenfrüchte ausgenommen Linsen und Lupinen, Industriefleisch, Aquakulturfisch, gekaufte Marmeladen, Nüsse und Kerne nur in Kleinmenge, Saaten nur als Spossen, Reis, Fermentiertes es sei denn selbst angesetzt ohne Zusatz, Pfeffer, Chili, Wurstwaren, Konserven, raffinierte Öle, usw. etc. und pp lasse ich weg.
Ich esse bunt und lecker.
Wurzelbrot aus Möhren, Petersilwurzel und Pastinake mit Teffmehl oder Buchweizen ist köstlich und hat ne super Kruste.
Derzeit suchte ich einen chemiefreien Quarkersatz, um Hirsebrot zu backen.
Kein Brot fand ich unvorstellbar. Ich bin Brotkind.
Nudeln, ich war voll der Spaghettifreak, mag ich plötzlich nicht mehr. Bring ich nicht
runter. Ein Problem weniger

ich werfe stattdessen Gemüse auf den Spiralschneider, weiße, rote, gelbe Beete, Zucchini, Möhren oder Steckrübe beispielsweise.
Tomatensoßenersatz aus Möhren und Roter Beete ist von Haus aus sämig und würziger, mit Wakame Algen z.B. gekocht kriegt sie einen ganz feinen Geschmack.
Ich experimentiere noch ziemlich und sortiere trockene Sockengeschmäcker von Köstlichkeiten aus. Solange mein Mann mit überlegt auf was er Apetit hat ist
das Doppeltkochen halb so wild.
Bis denn
Kira