Mir gehts (den Umständen entsprechend) sogar sehr gut!
Diesen Tread finde ich echt klasse!
Ich war fast einandhalb Jahre nicht hier, musste erstmal ordentlich "aufräumen".... Anlass dafür wein eine psychosomatische RHEA Anfang 2009, die absolut katastrophal gelaufen ist! Aber das war für mich wie eine Abriessbirne, die auch dringend notwendig war!
Zu der Zeitpunkt ging mir so schlecht, dass ich nicht mehr weiter wusste.... Halbgegorene Diagnosen, halbherzig aufmerksame Ärzte, permanenter Gelaber über meine Psyche - alles hat mich nur noch genervt und mich kein Schirt voran gebracht!
RHEA selber, wie ich schon sagte, war übel verlaufen: weitweg von Zuhause, wiederliches Essen, schlechte Therapie-Angebote, sturre Verwaltung und ein Chefarzt, der sich für ein Gott im weiss aufführte... Ich bin nach Hause gekommen mit eine akute Psychose, abgemagert, völig gestört und konnte mich noch kaum auf meinen Beinen halten! Ein Fall für Krankenhaus und Klapsmülle!
Dennoch hat es mir meine Augen geöffnet, ich habe mir gesagt, wenn ich es jetzt nicht selber in der Hand nehme und was dagegen tue - werd ich Hops gehen, was wird dann aus Menschen die mich brauchen, wie zum Beispiel mein Sohn?... Es hat mir richtig Angst angejagt!
Nun fing ich an "aufzuräumen": Mein "autoimmunen" Blog gelöscht, sämtliche Links zu allen möglichen "Krankheits"-Foren entfernt, Bücher und Zeitschriften in Abstellraum verbannt und meinen "Lebensabschnittgefährten" in der Wind geschossen!
Der Bereinigungsprozess war sehr schmerzhaft und noch mehr belastend, es musste mir erstmal so richtig dreckig gehen, aber wie soll man ein Glas mit sauberem Wasser füllen, wenn es noch mit dreckigem voll ist....
Ich weiss, dass viele Erkrankten sich darüber aufregen, dass sie auf eine "Psychoschine" abgeschoben werden, und das hat manchmal fatale Folgen, besonders für die jenigen, die durch mangelnder medizinische Versorgung irreparable körperliche Beschädigungen erleiden, ABER! Es gibt keinen Rauch ohne Feuer! Labile Psyche wirkt auf körperliche Beschwerden wie ein Katalysator und verschlimmert körperlichen Zustand um einiges - wie ein Vergrößerungsglas!
Eine Ganzheitliche Medizin wäre sehr wünschenswert - Geist und Körper im Anklang miteinander!... haben wir aber nicht, daher müssen wir uns auch weiterhin mit den Medizinern rumschlagen, die "bequem" uns in eine "Psychoecke" abschieben um in Ruhe gelassen zu werden.
Dennoch können wir für uns selber was tun. Seit dem ich psychisch stabil bin, ertrage ich Schmerzen, Entbährungen und Einschränkungen viel besser!
Ich habe noch Paar "Baustellen", die aufgeräumt werden müssen...
Da wären zum einem meine zugenommene Muskelprobleme, die langsam zu eine richtige Belastung werden. Und zum Anderen, wie es aussieht, habe ich durch die "Experten"-Experemente mit Psychopharmaker einen Schaden erlieten und wie es aussieht defenetiv seit dem an Restless-legs Syndrom leide, der mich an manchen Nächten zum Wahsinn treibt... DENNOCH!
Gehts es mir den Umständen entsprechend gut! Ich beobachte mich selbst, recheschiere sachlich zu meinen Problemen und erlaube meinen Krankheiten NICHT mein Leben zu dominieren! Ich habe sie (die Krankheiten) untergeordnet und andere Prioritäten gesetzt. Seit dem bin ich als Designerin richtig erfolgreich und kann jetzt auch für mich selber sorgen!
Manche von Euch sind im Stande so einen Bereinigungsprozess selber durchzuführun - weg mit allen und alles was euch nicht gut tut. Stellt eure Bedürfnisse nach erfülltem Leben in Vordergrund, sucht euch ein schönes Hobby, wenn ihr euren Beruf nicht mehr ausüben könnt! Es verändert eure Leben und lässt euch mit eure Krankheit ein Frieden zu schliessen.
Andere rum müssen eventuell auf professionälle Hilfe zurückgreifen. Aber glaubt mir, es lohnt sich - schliesslich haben wir nur EIN Leben und nicht wie eine Katze, sieben...