@ Vinyasa,
ich habe Dich sehr wohl verstanden!
Vielleicht magst Du dahingehend ja Erfahrungen haben, wer mit wem im Bundestag herumlungert, hat aber auch nicht wirklich etwas mit dem Thema zu tun.
Das Thema bezieht sich auf die Möglichkeit, entsprechende Cannabis-Produkte mit ärztlicher Verordnung und durch eine Kostenerstattung ( abzüglich des Eigenanteils) von der Krankenkasse zu erhalten. Diese Erweiterung des Kreises derer, die die Möglichkeit haben einen Antrag zu stellen wurde per Gesetz erweitert
Die meisten der (oft langjährigen) User hier haben einen mitunter langen Weg hinter sich was den Verlauf und die Behandlung ihrer Erkrankung angeht und es gibt einige, die aufgrund der Schwere ihrer Erkrankung die Möglichkeiten mit den vorhandenen Medikamenten ausgeschöpft haben. Daher erhoffen sie sich durch eine gelockertere Freigabe des Cannabis zumindest eine Erleichterung gegen ihre Schmerzen.
Wie aber hier im Verlauf schon erwähnt wurde wird Cannabis und seine Produkte nie die "herkömmlichen" Medikamente, egal ob hochpreisig oder preiswert ablösen, denn der Wirkmechanismus ist völlig anders. Von daher finde ich diese ewigen Vergleiche mit der ach-so-bösen Pharmaindustrie schlichtweg unangebracht, zeugt meist auch von wenig Sachkenntnis.
Maggy schrieb ja, dass die Hälfte der Anträge abgelehnt wird ( was manchmal, nicht immer, einen nachvollziehbaren Grund hat), bedeutet zumindest, dass ja dann die Hälfte der Anträge genehmigt wird, zumindest auch ein kleiner Fortschritt.
In wieweit letztendlich das Cannabis für den Einzelnen hilfreich ist, wird sich zeigen, auch da vermochte es bisher nicht jedem die erhoffte Linderung zu bringen, und hat, wie alle herkömmlichen Medikamenten auch Nebenwirkungen, die mitunter auch auftreten können.
Für die Erkrankten, denen es die erhoffte Linderung ihrer Schmerzen bringt, und im günstigsten Fall noch ohne Nebenwirkungen sicherlich eine große Erleichterung im Umgang mit der Erkrankung.
Man sollte aber auch nicht vergessen, dass es diese gesetzliche Regelung erst seit diesem Jahr gibt, von daher ist es anfangs für alle schwer (Patient, Arzt, Kostenträger) dahingehend eine faire und korrekte Abwicklung zu gewährleisten. Vermutlich wird sich das aber im Laufe der Zeit einspielen, und ist auch ein bekanntes Phänomen, wenn Wirkstoffe für einen erweiterten Kreis freigegeben werden.