@doegi
Du schreibst:
"Rein statistisch sprechen 66% gegenüber 33% eher für eine Therapie."
Die Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie sagen:
"... Von der Gesamtgruppe der Patienten mit früher RA bringt die Therapie bei etwa jedem dritten Patienten einen echten Nutzen. Ein weiteres Drittel hätte auch ohne Therapie keine nachweisbare Gelenkzerstörung gehabt, das dritte Drittel muss die Therapie wegen Unwirksamkeit oder Nebenwirkungen wieder beenden. Wer zu welchem Drittel gehört, weiß man vorher nicht ...."
Also ich lege die Werte andersherum aus: nur 33% sprechen für eine Behandlung mit Basismedikamenten, 66% sprechen gegen eine Behandlung mit Basismedikamenten (bei 33% wirken sie - bei 33% wirken sie nicht, und bei weiteren 33% wirken sie auch nicht, da die Behandlung ja wegen zu starker Nebenwirkungen abgebrochen werden muß = kein Erfolg für mich, nur entstandener Schaden). Also habe ich nur eine 33% Chance auf Remission oder seh' ich das falsch?
Das Wort "Verschleiß" stammt von meiner ersten Rheumatologin, die mir ja sagte, ich hätte sozusagen mein Skelett schon überlebt....
An meinen Fingergelenken - vorwiegend rechts - waren damals auch leichte Verdickungen sichtbar, die sie als Heberdenarthrose, Rizarthrose und Bouchardarthrose diagnostizierte. Diese Gelenke sind nach 5 Jahren natürlich etwas dicker geworden, was sich aber auch durch Fortschreiten der Arthrose erklären ließe, so ich denn eine habe. Ist dieser Verlauf dann jetzt harmlos? Ich habe ja keine Ahnung wie stark sich Gelenke innerhalb von 5 Jahren unter RA deformieren würden, wenn nicht stärker als bei mir, wäre das absolut okay, damit könnte ich wirklich gut leben. Woran erkennt man eigentlich, ob das Gelenk durch Arthrose oder durch Rheuma verformt ist? Man kann doch sicher auch beide Erkrankungen parallel haben, stimmt's? Und gegen eine Arthrose wären die Basismedikamente ja von vorneherein nicht geeignet.
Auf viele aufschlussreiche Antworten freut sich
coralie
Du schreibst:
"Rein statistisch sprechen 66% gegenüber 33% eher für eine Therapie."
Die Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie sagen:
"... Von der Gesamtgruppe der Patienten mit früher RA bringt die Therapie bei etwa jedem dritten Patienten einen echten Nutzen. Ein weiteres Drittel hätte auch ohne Therapie keine nachweisbare Gelenkzerstörung gehabt, das dritte Drittel muss die Therapie wegen Unwirksamkeit oder Nebenwirkungen wieder beenden. Wer zu welchem Drittel gehört, weiß man vorher nicht ...."
Also ich lege die Werte andersherum aus: nur 33% sprechen für eine Behandlung mit Basismedikamenten, 66% sprechen gegen eine Behandlung mit Basismedikamenten (bei 33% wirken sie - bei 33% wirken sie nicht, und bei weiteren 33% wirken sie auch nicht, da die Behandlung ja wegen zu starker Nebenwirkungen abgebrochen werden muß = kein Erfolg für mich, nur entstandener Schaden). Also habe ich nur eine 33% Chance auf Remission oder seh' ich das falsch?
Das Wort "Verschleiß" stammt von meiner ersten Rheumatologin, die mir ja sagte, ich hätte sozusagen mein Skelett schon überlebt....
An meinen Fingergelenken - vorwiegend rechts - waren damals auch leichte Verdickungen sichtbar, die sie als Heberdenarthrose, Rizarthrose und Bouchardarthrose diagnostizierte. Diese Gelenke sind nach 5 Jahren natürlich etwas dicker geworden, was sich aber auch durch Fortschreiten der Arthrose erklären ließe, so ich denn eine habe. Ist dieser Verlauf dann jetzt harmlos? Ich habe ja keine Ahnung wie stark sich Gelenke innerhalb von 5 Jahren unter RA deformieren würden, wenn nicht stärker als bei mir, wäre das absolut okay, damit könnte ich wirklich gut leben. Woran erkennt man eigentlich, ob das Gelenk durch Arthrose oder durch Rheuma verformt ist? Man kann doch sicher auch beide Erkrankungen parallel haben, stimmt's? Und gegen eine Arthrose wären die Basismedikamente ja von vorneherein nicht geeignet.
Auf viele aufschlussreiche Antworten freut sich
coralie

