Bin schon länger stiller Leser, aber jetzt....

Dieses Thema im Forum "Ich bin neu!" wurde erstellt von coralie1, 16. Juli 2014.

  1. Kati

    Kati Registrierter Benutzer

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    Hallo Coralie,

    zu Deiner Frage. Ich nehme wegen des Blutdrucks Entwässerungsmittel. D.h. mein Kaliumwert muß kontrolliert werden, weil ich schon mal bei 2,6 gelandet bin. Jetzt nehme ich ein Kaliumsparendes und viel weniger starkes Mittel, und es ist so ok.
    Solange ich Ciclosporin nahm, war das Gegenteil der Fall: ich hatte immer höhere Kaliumwerte, schließlich an der Höchstgrenze, so dass ich Entwässerungsmittel drei mal die Woche wechseln musste, und etwas Kaliumausspülendes nehmen musste.
    Aus diesem Grund werden fast immer die Kaliumwerte mitgemacht.

    Magnesiummangel habe ich, seit ich ein Kind bin. Das, was man im Blut messen kann, ist da nicht wirklich aussagekräftig...ist nur das "umherschwirrende". Viel Magnesium ist in den Knochen, nur meinen alle, die bestünden aus Kalcium. Viel wichtiger scheint Magnesium zu sein...also muß ich das immer nehmen, am besten um ein Gramm am Tag, aber es funktoniert nur Magnesiumcitrat bei mir.
    Ich merke den Mangel durch Nervosität, Kopfschmerzen und schließlich verkrampfen sich die Muskel sehr übel. Letztes Jahr lag ich fast ein Monat mit grausamen Schmerzen im Bett. Der Hausarzt war sicher Bandscheibenvorfall, meine Hautärztin(Rheumatologin) dagegen war sicher, das das Rheuma nun im Rücken war (o-Ton: weil ich die Biologica abgelehnt habe), und nach 3 Wochen - mit Voltarenspritzen und ohne mich bewegen zu können, es wurde immer schlimmer, meinte meine Physiotherapeutin: das ist nicht normal: der Muskel zieht sich sofort zusammen... da fällt mir nur noch ein schlimmer Magnesium/Kaliummangel ein. Da ging mir ein Licht auf. Nach der Woche war ich wieder fast fit...

    Die anderen beiden sind völlig ok und eigentlich immer gleich.

    Soviel dazu... ich denke hin und wieder sollte man die mal messen lassen auch wenn Du keine Medikamente nimmst, die das zwingend nötig machen.

    Liebe Grüsse
    Kati
    P.S. Es wird schwierig sein, die "gute Note" mit nach Hause zu nehmen. Geniesse es... dass Du Mut und Kraft hattest, Deinen Weg zu finden. Egal was andere denken. Es ist Dein Leben, Deine Gesundheit, Deine Entscheidung, ganz egal was andere sagen.
     
  2. coralie1

    coralie1 Registrierter Benutzer

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    Fast zwei Jahre später (oder „Wie es weiter gegangen ist“)

    ja also der Arztbrief auf den ich so gewartet habe. Er war wirklich sehr ausführlich, mehr als 2 DIN A4 Seiten. Der Hauptsatz für mich daraus lautete:

    „Zum jetzigen Zeitpunkt erfüllt die Patientin damit nicht genügend Klassifikationskriterien um letztlich die Diagnose einer seropositiven rheumatoiden Arthritis stellen zu können. Momentan ergibt sich nicht die Indikation zur Wiederaufnahme einer immunsuppressiven Therapie“.


    Das war natürlich genau das Ergebnis, das ich zu erreichen versucht hatte - mein Internist meinte dazu nur lakonisch: „Dann sind Sie jetzt also gesund...“ und hat es aufgegeben, mich von MTX und Konsorten überzeugen zu wollen, ich hatte es ja schriftlich, es war nicht notwendig und ob den getesteten Antikörpern (positiven RF und CCP-AK) eine klinische Wertigkeit zukommt war, laut der Rheumatologin, nicht zu beurteilen.


    Das hat mich absolut bestärkt meinen Weg weiterzugehen. Ich hatte damals ab und zu nochmal Schmerzen, aber nichts, was sich nicht durch etwas Ibuprofen beseitigen liess. Ich hatte aber einmal ganz herbe Schmerzattacken – und zwar an einem Ort wo man es gar nicht vermuten sollte, nämlich im Krankenhaus für traditionelle chinesische Medizin in Bad Kötzding, in das ich im Februar 2015 wegen meines Bandscheibenvorfalls und einer Kalkschulter eingewiesen wurde. In dem Glauben, dass ich ja mit chinesischer Medizin bestens versorgt sei, habe ich meine gesamten Nahrungsergänzungsmittel zu Hause gelassen. Ich war natürlich davon ausgegangen, dass die Ernährung in so einer TCM-Klinik einfach top sein müsste, also genau auf den Patienten eingestellt (Ernährung ist eine der Hauptsäulen der TCM), aber Pustekuchen. Es gab vor allem Kohlehydrate und Zucker, abends so gut wie immer so Sachen wie Pizza, Spaghetti und dicke Wurstbrote, gänzlich ohne Gemüse und Obst, morgens bekam ich auf Anfrage (nur ich) eine Tomate auf meinen Platz gestellt.
    Man hätte sich statt des normalen Essens auch einen Teller aufgewärmtes Tiefkühlgemüse ohne alles bestellen können – aber abgesehen davon, dass es entsetzlich schmeckte wurde ich nicht mal ansatzweise satt, also habe ich halt wohl oder übel gegessen was es gab.
    Die Quittung kam prompt – Schmerzen bei jedem Schritt und Griff, ich konnte mich nur noch humpelnd fortbewegen, trotz aller Decocte. Tees etc.. Für mich kein Zustand, deshalb habe ich den Aufenthalt dort nach 18 Tagen abgebrochen, obwohl ich 4 Wochen hätte bleiben sollen. Nach ca. 2 Wochen zu Hause mit meiner üblichen Ernährung und allen Nahrungsergänzungsmitteln ging es mir wieder einigermaßen gut.


    Für mich war damit noch einmal ganz klar erwiesen, dass meine Beschwerden hauptsächlichdurch Ernährung und Vitalstoffmangel verursacht wurden.


    Das Buch „Autoimmunerkrankungen erfolgreich behandeln“ von Susan Blum
    wurde meine neue Bibel und ich kann heute sagen dass ich beschwerdefrei bin und nicht mal mehr Ibuprofen brauche. Meine Laborwerte sind gut.


    Allerdings verfolgen mich jetzt leider Altlasten aus meiner Zeit mit Cortison und Schulmedizin. Um eine Osteoporose zu verhindern bekam ich damals halbjährlich insgesamt 6 Infusionen mit Bisphosphonaten (Aclasta). Jetzt bräuchte ich ein Zahnimplantat und habe keinen Zahnarzt gefunden, der sich traut mir eines zu setzten, da durch diese Infusionen mit Aclasta eine Kiefernekrose droht. Mein Zahnarzt wagt es nicht einmal, mir einen Zahn zu ziehen. Warum hat mir kein Arzt gesagt, was auf mich zukommen kann? Ich hätte das nie und nimmer genommen. Jetzt sitze ich mit dem Schaden da – und es lässt sich nicht mehr rückgängig machen - Bisphosphonate bleiben bis zu 15 Jahren im Körper!


    Naja, alles, alles gut geht nur im Märchen und so bin ich sehr zufrieden mit dem was ich erreicht habe. Ich habe meine Geschichte jetzt weitererzählt um allen Mut zu machen, eventuell einen alternativen Weg zu gehen, vielleicht auch erst mal zusätzlich zur Schulmedizin.


    coralie
     
    #102 10. September 2016
    Zuletzt bearbeitet: 10. September 2016
  3. DesperadoGirl

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    Hallo Coralie1,

    das ist ja mal ein interessanter Bericht! Dass es in einer TCM-Klinik so schlechtes Essen geben kann ist wirklich erschreckend. Ich selbst glaube auch, dass sich meine Krankheit mit der Nahrungsauswahl beeinflussen lässt...leider nur bis zu einem gewissen Grad, aber ich arbeite daran :D. Ich hoffe, es gelingt dir auch in Zukunft fast ganz ohne Medikamente auszukommen:top:.
     
  4. coralie1

    coralie1 Registrierter Benutzer

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    Hallo Desperado,

    vielen Dank für Deine guten Wünsche, ich kann Sie (wie sicher jeder hier auf jeden Fall brauchen).:)

    Ich finde es toll, dass Du auch an Deiner Ernährung arbeitest und möchte Dir noch raten, auf keinen Fall die Mineralstoffe und Vitamine außer acht zu lassen. Ich habe mich auch jahrzehntelang in dem Glauben gewiegt, durch eine Multivitamintablette täglich hätte ich alles getan was nötig ist, zumal da ja auch noch draufstand "Deckt zu 100% Ihren Vitalstoffbedarf". Vielleicht hat es ja den Vitalstoffbedarf von irgend jemand in Deutschland gedeckt, meinen jedenfalls nicht. Man darf auch nicht vergessen, dass viele Medikamente (genau wie Alkohol, Rauchen und Zucker) den Bedarf an bestimmten Stoffen stark erhöhen, so dass er durch eine normale Ernährung nicht bei jedem abgedeckt werden kann. Ich würde Patienten mit Gelenkbeschwerden auf jeden Fall empfehlen, zumindest ihren Vitamin D3- und Magnesium Spiegel testen zu lassen, ersteren hat bei mir sogar die Krankenkasse bezahlt. Er war so grenzwertig niedrig, dass ich wochenlang hochdosiert ergänzen musste. Hätte ich niemals für möglich gehalten, da die Multivitamintablette ja versprochen hatte, meinen Bedarf zu 100% abzudecken.

    Zu der TCM Klinik wollte ich noch sagen: das Problem mit der Ernährung wurde vor Ort ganz sicher erkannt, denn bei einem medizinischen Vortrag erklärte der Redner, dass die chinesischen Angestellten in Kötzding einen eigenen chinesischen Koch hätten, denn O-Ton: "...nach einiger Zeit in Deutschland sind alle wegen des Essens krank geworden ". Es ist schon wirklich traurig, dass man dem Personal das Essen nicht zumuten kann, wohl aber den Patienten.

    lg coralie
     
  5. DesperadoGirl

    DesperadoGirl Registrierter Benutzer

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    Ja, da stimme ich dir zu, auch die Mineralstoffe, Vitamine etc. die man sich zu führt, sollten passen! Die Sache mit dem Vitamin-D-Mangel, den fast jeder hat, ist ja auch eine recht spannende Geschichte. Erst seit letztem Jahr weiß ich, dass
    ich das dringend supplementieren muss. Weder Hausarzt noch Rheumatologe haben mich darauf hingewiesen. Wenn ich mich nicht selbst darum gekümmert hätte, würde ich heute noch minderversorgt rumlaufen. Ebenso wie die Geschichte mit dem B12-Mangel....na ja, jedenfalls geht`s mir seitdem noch mal einen Ticken besser.
     
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