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Wenn das Cortison anschlägt, wäre das ein Hinweis auf ein mögliches entzündliches Geschehen. Manchmal zeigt sich das eben NICHT in den Laborwerten und /oder Bildern. Kannst ja deiner Ärztin mal den Vorschlag machen. Schaden tut es jedenfalls nicht und im besten Fall erleichtert das die Diagnosefindung. Falls sie nicht drauf eingehen will, kannst du auch deinen Hausarzt bitten, probeweise Cortison aufzuschreiben.
Hallo Suti,So, gerade kam der Anruf der Ärztin. "Die Befunde sind da, alles unauffällig, es ist nichts Rheumatisches. Wie ich schon gesagt habe, sollten Sie sich in einem Fitness-Studio anmelden und viermal die Woche Ergometer-Training machen."
Jetzt sitz ich hier. Ich hatte den Anruf zwar erwartet, aber es überfordert mich trotzdem. Morbus-Bechterew (meine Angst-Diagnose) wohl hiermit endgültig ausgeschlossen - okay, das erleichtert mich.
Ich habe dann noch versucht anzusprechen, dass ich in letzter Zeit so viele schlechte Erfahrungen mit sportlicher Betätigung gemacht habe und mit diesem Rat so nicht weiterkomme, aber da ist sie fast ein bisschen böse geworden. Außer meinen Befunden weiß sie halt gar nichts über mich, auch meine Behinderung etc. kennt sie ja nicht und weiß auch nicht, was ich die letzten Jahre alles probiert habe und wie sich alles entwickelt hat.
Wenn ich höre "viermal die Woche egal-was", da weiß ich einfach, dass ich das nicht schaffe. Einerseits terminlich nicht (für mich ist das einfach unglaublicher Stress, so oft feste Termine zu haben und unter Leute zu müssen), und dann halt immer die Befürchtung, dass ich gleich wieder mit Zerrungen und verschlimmerten Schmerzen so lange zu kämpfen hab, dass dann wieder mein Alltag so darunter leiden wird. Ich komme im Moment geraaaade noch so über die Runden, weil ich einen Job habe mit komplett freier Zeiteinteilung und wo ich von zuhause arbeiten kann. Trotzdem bin ich jetzt mit Akkupunktur und Osteopathie (vorher Massagen, davor Krankengymnastik) schon so am Limit, dass ich, wie oben beschrieben, alles "Erfreuliche" inzwischen schon nach und nach gestrichen habe, weil es mir einfach zuviele Termine sind.
Wie gesagt, sie ist dann gleich bisschen böse geworden und meinte, sie hätte ja schon gesagt, ich sollte dann eben in eine psychosomatische Schmerzklinik gehen, da sich bei mir da was chronifiziert hätte.
Okay, das wird dann wohl mein nächster Schritt sein, aber die Art und Weise, wie das alles nach der ewigen Wartezeit wieder abgelaufen ist... ja, ich kann gar nicht mehr beschreiben, wie fertig mich das macht. Muss jetzt erstmal wieder runterkommen.
Nach der Sache mit dem Cortison hab ich jetzt gar nicht fragen können. Ich hatte es mir zwar extra aufgeschrieben, aber ja - beim Telefonieren bin ich einfach mit sowas überfordert und vergesse es dann trotz großen Zettel vor mir an der Tafel. Sollte ich versuchen, die Hausärztin nochmal drauf anzusprechen oder wäre das jetzt übertrieben, wenn ja wirklich alles andere gegen Rheuma spricht?
Danke euch auch nochmal für die vielen Tipps und Erklärungen. Ich bin echt froh, wenigstens hier meine Fragen stellen zu können. Das Forum ist wirklich Gold wert.
Zuhause kannst du es tun, wenn du dich gerade genug fit dafür fühlst und sind es auch manchmal nur drei bis 5 Minuten, dann machst du halt einfach öfter nur 3 bis 5 Minuten, weiss nicht wie ich das jetzt erklären soll. Jedenfalls kann ich mir das zuhause individueller auf mich passend gestalten. Es kommt vor das ich dann zB. an einem Tag zweimal 5 Minuten mit Abständen auf dem Heinfahrrad sitze und dann später noch am selben Tag 3 oder mehr Minuten am Crosstrainer bin, oder umgekehrt, oder wieder ganz anders, eben wie es grad geht und passt. Wenn du kannst, dann geht natürlich auch Fahrradfahren mit Fahrrad draussen und walken draussen.Hm, vielleicht versteh ich das mit "Ergometertraining im Fitnessstudio" auch falsch: Wenn ich diese Sachen auch zuhause machen kann (= ohne Trainer/Anleitung), wo ist dann der Unterschied zum normalen Fahrradfahren, walken etc.?
Wenn du kannst, dann geht natürlich auch Fahrradfahren mit Fahrrad draussen und walken draussen.

Eben deswegen muss man das auch erstmal ausprobieren.Es wäre die Frage ob Cortison hilft.
naja ansichtssache. Ich liebe mein eigenes Pferd so sehr wie andere ihre Kinder und muss durch alles durch, reite ich halt weniger, sitze ich halt nicht aus, reite ich mal gar nicht und lass meine Reitbeteiligung öfter. Ohne mein Muckel geht gar nicht - DAS wäre mein Ende.Wenn man bei seinem Lieblingshobby nur noch denkt "oh Gott, morgen wird wieder die Hölle, Schmerzen, Schmerzen, Schmerzen", da ist es einfach nicht (mehr) das richtige.