Bin neu - noch ohne Diagnose oder Ansprechpartner

Dieses Thema im Forum "Ich bin neu!" wurde erstellt von Suti, 16. April 2018.

  1. Heike68

    Heike68 Registrierter Benutzer

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    @Savi, was meinst Du mit "Art Betreuung"? Auch gesetzliche oder ehrenamtliche Betreuer erhalten in der Bestellung nur die Aufgabenkreise, wo Unterstützung benötigt wird.
     
  2. Maggy63

    Maggy63 Kreativmonster

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    Es gibt auch Familienhelfer, die zum Beispiel auch bei Behördengängen etc unterstützen. Sowas in der Richtung gibt es bei dir bestimmt auch.
     
  3. Heike68

    Heike68 Registrierter Benutzer

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    @Maggy63
    Familienhilfe ist eine Jugendhilfemaßnahme...
     
  4. Mari682

    Mari682 Mitglied

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    Hi Suti, es gibt hier in der Gegend einen Verein der nennt sich Lebenshilfe eV. Diese Leute machen so eine Art Betreuungsdienst. Arzt und Amtgänge usw.
    Vielleicht gibt es ja sowas auch bei dir? Da könntest du ja mal nachfragen ob du Anspruch auf diesen Service hast
     
  5. Heike68

    Heike68 Registrierter Benutzer

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    Auch die Lebenshilfe "macht" nicht einfach Betreuungsdienste etc.
    Sie ist ein Trägerverband für überwiegend Menschen mit geistiger Behinderung und deren Familien.
    Die meisten Maßnahmen laufen über die Eingliederungshilfe nach SGB XII.
     
  6. Heike68

    Heike68 Registrierter Benutzer

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    Alltagsbegleitung/Betreuungsassistenz wäre m.E. eine Lösung.
    Dafür bedarf es eines Pflegegrades. Bei Pflegegrad 1 lässt sich über einen mtl. Entlastungsbetrag in Höhe von 125,-- € verfügen.
    Der kann dann zweckgebunden für genau solche Unterstützung eingesetzt werden.
    Mit der Einführung der Pflegegrade könnte eine Einstufung bei Asperger durchaus möglich sein.
     
    #46 16. Mai 2018
    Zuletzt bearbeitet: 16. Mai 2018
  7. Mari682

    Mari682 Mitglied

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    Genau das meinte ich. Ich war heute mittag sooooo müde, da klappt das mit dem schreiben nicht immer so
     
  8. Samuro

    Samuro Aktives Mitglied

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    Mit dem Aspergersyndrom hast du Anspruch auf Persönliches Budget beim Landschaftsverband (LVR). Damit könntest du BeWo z.B. bezahlen. Es reichen da ja wenige Stunden. Die oder der Betreuer vom Bewo könnte dann für dich telefonieren und dich zu diversen Terminen Begleiten und dir helfen das Chaos zu lichten. Du hättest damit auch keinerlei gesetzliche Betreuung und alles bleibt in deiner Hand und deiner Bestimmung. Ich bin früher Bewo gefahren und halte das für eine gute Lösung.
    LG Claudia
     
  9. Suti

    Suti Neues Mitglied

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    Persönliches Budget - ich glaube, das war das, was ich gemeint hatte, Claudia! Ich hatte vor einigen Jahren mal mit meiner Ergotherapeutin darüber gesprochen. Damals ging es bei mir allerdings vor allem um Berufliches und da hatte ich dann beim Integrationsfachdienst Hilfe gefunden, deswegen hatte ich das erstmal nicht weiter verfolgt.

    Ich kann meine ehemalige Ergotherapeutin auch nochmal fragen, die kennt sich da gut aus und kann mir sicher sagen, wie ich da vorgehen muss.

    Es sind vor allem wirklich diese organisatorischen Dinge, Telefonate, Termine... Im Privaten hab ich Hilfe durch meinen Freund. Einkaufen, kochen etc., sowas fällt mir auch schwer, aber da hab ich Hilfe durch ihn. Ansonsten hab ich leider nicht viele Kontakte. An Familie hab ich nur meine Mutter, die hat allerdings selbst große psychische Probleme und ruft eher ständig mich an, damit ich sie zu Terminen etc. begleite. Das überfordert mich dann noch zusätzlich, von der Seite kann ich wenig Hilfe erwarten.
    Engere Freunde, die mal mit mir zu Arzt gehen würden, hab ich nicht, das liegt wohl auch an meinem kontaktscheuen Wesen. Ich hab eher lose Bekanntschaften, von der Arbeit und so, aber da ist jetzt niemand dabei, den ich in so einem Fall anrufen und um Hilfe bitten könnte. Von daher wäre so eine externe Hilfe schon nicht schlecht.

    Das Problem ist oft auch, dass die Leute oft nicht verstehen, wo genau das Problem bei mir liegt. Warum hat jemand Abitur und ein Diplom, aber kann nicht alleine zum Arzt gehen oder im Supermarkt einkaufen? Allein, dass jemandem zu erklären, ist oft schon irre anstrengend... die Eltern mit autistischen Kindern hier kennen das sicher ;)
     
  10. Heike68

    Heike68 Registrierter Benutzer

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    Samuro, persönliches Budget ist ein sehr guter Hinweis!
    M.E. ist aber nicht unbedingt immer der LV der Kostenträger. Aber da kann man sich sicher beraten lassen.
     
  11. Tinchen1978

    Tinchen1978 Registrierter Benutzer

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    Suti, ich finde es gut, dass du einem Beruf nachgehen kannst. Auch das ist ja nicht selbstverständlich und oft ein schwieriger Weg. Da bin ich sehr gespannt, wie es mal bei meiner jüngeren Tochter wird.
    Ich wünsche dir viel Glück, dass du jemanden findest, der dich tatkräftig unterstützt. Auch das ist ja wieder etwas neues für dich und sicher anstrengend. Schade, dass deine Mutter nicht merkt, wie viel Kraft dich deine Hilfe ihr gegenüber kostet. Deinen letzten Satz kann ich bestätigen. Aber ich denke, dass viele bei Autisten einfach falsche Vorstellungen haben und es einfach nicht wissen, was die Probleme sind. Ich kannte speziell das Asperger Syndrom gar nicht, bis mich eine Asperger Autistin drauf brachte, meine Tochter mal darauf testen zu lassen. Ich bin ihr heute noch sehr dankbar dafür. Und plötzlich wusste ich auch, warum mein Opa und auch mein Vater so anders waren.
    Sorry für das off topic. Das musste jetzt raus ;).

    LG Tina
     
  12. Savi

    Savi Registrierter Benutzer

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    Hallöchen ich finde Bewo und persönliches Budget einen guten Ansatz.
    Was ich meinte: bei uns in der Gegend gibt es Frauen und Männer die sich privat zusammen geschlossen haben um zu helfen. Wir haben die "Nachbarschaftshilfe", wo rüstige Damen und Herren z.B. die Kinder abnehmen, damit die Mama zum Arzt gehen oder Besorgungen erledigen kann, andere fahren die Leute zum Einkaufen, Ärzten usw. Wieder andere helfen bei Behördenanträgen ausfüllen. Es wird sogar Obsternte organisiert bei uns, man pflückt das reife Obst von Nachbarn die nicht mehr können und dafür bekommt man etwas ab. Das ist nicht organisiert, oder mit Ansprüchen geregelt.
    Dachau hat in Fb eine Gruppe die sich Dachau hilft nennt. Einer frägt nach Anhänger, der andere verleiht ihn, sie übernehmen ebenso Einkäufe und vieles anderes.
    Das ist privat, läuft nicht über Behörden. Wer ein Problem hat, frägt nach Hilfe und die Leute schauen ob sie können. Diese Art Vernetzungen gibt es in ganz Deutschland, soweit ich weiß.
     
    Mari682 und Milica gefällt das.
  13. Maggy63

    Maggy63 Kreativmonster

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    Das finde ich richtig toll Schade, dass es sowas nicht überall gibt. Zum Beispiel bei meiner Mutter - wohnen alle recht eng und teilweise seit Jahrzehnten nebeneinander, aber es macht jeder nur 'sein' Stückchen Weg sauber. Da ist meine Nachbarschaft auch besser drauf. Wenn man weiß, dass der Andere gerade nicht kann, wird selbstverständlich mitgeholfen.
     
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