mag sein, das es fast 2 mill. medikamentenabhängige gibt... ob das immer an pharmakonzernen liegt?
fakt ist, das durch das kaputtsparen des gesundheitssystems in deutschland einfach nicht anders geht.
deutschland hat eines der teuersten gesundheitssysteme der welt. weil auf teufel komm raus zb. intensivmed. betreut wird, weils geht... weil jeder statt röntgen ein MRT will, weil sehr viele von einem facharzt zum nächste hoppen... weil überhaupt zuviel spezialisiert wird. weil schneller operiert wird als muss usw... über sinn und unsinn möcht ich nicht diskutieren. nur das es so ist wollt ich mal angemerkt haben.
aber gespart wird an den wichtigen sachen. zb. hatte ich als 18-jährige probleme mit der schulter. die selben wie heute (30 jahr später),
während ich damals 1/2 jahr physio und ultraschall bekam und dann sage und schreibe 30 jahre!!! ruhe hatte... werde ich heute mit billigen aber im schlimmsten fall süchtig machenden medikamenten gefüttert und man drängt mich immer wieder zur OP (die eine erfolgsrate von 40% hat- mir zu wenig)...
patienten werden nach 4 tagen aus dem KH geworfen, weil die fallpauschale nur 4 tage vorsieht ... mit den worten, sie können sich morgen wieder einweisen lassen... meinem onkel passiert. die operierte wunde am bein hatte sich entzündet, er konnte nicht laufen, nicht mal an krücken... und er lebt allein - wie also bis nächsten tag klarkommen? ist er abends mit der rettung wieder rein, weil fieber kam und der "spaß" dauerte dadurch garantiert länger.
oder die therapiepause bei psychozherapien... wenn man pech hat genau zu einem wichtigen zeitpunkt muss man 2 jahre pausieren und fängt im schlimmsten fall wieder von vorne an, wenn man einen neuen therapeuten nehmen muss... oder braucht ne längere anlaufzeit, bis man wieder drin ist, wenns der selbe therapeut ist.
und die spezialisierungen haben auch nicht nur gutes gebracht. keiner hat mehr "den ganzen" menschen im blick, jeder kümmert sich um seinen bereich, gibt medis, die "seinem" organ helfen, aber ein anderes (das von nem anderen facharzt) schädigen. egal, man selbst hat ihn aus der praxis... nicht mal böse absicht, aber oft einfach tunnelblick auf den eignen bereich.
ich weiss nicht, ob man für das alles wirklich die pharma-industrie verantwortlich machen kann...
in mir keimt seit jahren ein verdacht... WIR alle sind schuld dran... wir wollten zinsen auf unser erspartes, immer mehr... der aktienmarkt boomte, viele unternehmen (auch die aus dem gesundheitsbereich) gingen an die börse... heute gibts kaum noch unternehmen, die nicht an der börse sind...
und was wollen die aktionäre? gewinne... gelder, die den unternehmen fehlen... auch dem gesundheits-unternehmen/-system
wir alle mit unsrer geldrafferei haben dazu beigetragen, das medikamente die billigere alternative sind und wenn sie noch so süchtig machen...