Hallo Mara - ich glaube, wir kommen bei dem Thema nicht auf einen Nenner...
So kannst du einfach zur Kenntnis nehmen (was dir anscheinend aber egal ist...), dass es User gibt, die deine Beiträge hinsichtlich Schmerzmitteln anstrengend bis anmaßend finden - damit bin ich anscheinend nicht allein, denn ich bekam dazu schon private Nachrichten von Leuten, die meinten, ihnen würde die Lust vergehen, zu dem Thema mitzumischen, weil immer wieder die gleichen Statements von dir kommen.
Aber scheinbar meinst du, dass du andere User von deiner Meinung überzeugen musst. Und augenscheinlich ist dir dann auch egal, in welchem Thread du deine Meinung immer wieder mitteilst (egal ob es zum Threadtitel passt oder nicht).
Ich weiß nicht, woher du die Auffassung hast, hier im Forum würde man unkritisch mit Medikamenten umgehen - das sehe ich überhaupt nicht so.
Meiner Ansicht nach hast du dir eine Meinung gebildet ohne jemals in einer Situation gewesen zu sein, in der andere hier sind.
Deine Aussagen im letzten Beitrag zeugen wieder davon.
Denn was du darstellst (dass der Körper bei kleinsten Schmerzen überreagiert), passiert eben genau dann, wenn man meint, Schmerzen aushalten zu müssen und sich nicht durch Schmerzmittel helfen zu wollen. Das ist durch unzählige Studien erwiesen - nachzulesen z.B. in dem Buch: "Schmerzen verstehen" von Butler und Moseley.Springer Verlag, Aufl. 2004
Und genau deshalb stören sich hier einige Leute an deinen Beiträgen (nämlich die, die sich intensiv mit Schmerztherapie befasst haben und eben nicht "einfach so" Schmerzmittel nehmen).
Es stimmt einfach nicht, was du schreibst und du verschreckst damit neue User, die sich nicht mit dieser Thematik auskennen. Und das kann eben für diese Leute Folgen haben (Chronifizierung), die du überhaupt nicht absehen kannst. Und genau deshalb finde ich deine Aussagen z.T. nicht nur irreführend, sondern auch gefährlich.
Bitte mach dich doch - bevor du irgendwelche Ängste verbreitest - selber schlau - gerade über chronische Schmerzerkrankungen gibt es massenhaft Literatur.
Und dann wirst du lesen, dass man gerade durch eine rechtzeitige und angepasste Schmerztherapie (z.B. durch Opioide) chronische Schmerzstörungen verhindern kann.
Mal abgesehen von dem Gewinn an Lebensqualität, den man den Patienten ermöglicht.
Viele User hier haben vor ihrer Diagnose (die meist genau wegen der Leidenfähigkeit der Leute viel zu spät gestellt wurde) unfassbar viele Schmerzen ausgehalten... oder viel zu spät von Ärzten adäquate Medikamente bekommen. Wie viel Leid, wie viel verschenkte Lebenszeit - die nicht hätte sein müssen, wenn Fachleute sofort aktiv geworden wären.
Anscheinend schließt du von einer einmaligen akuten Schmerzsituation (wenn sich der Körper selbst helfen kann, so war es vielleicht auch nicht nötig, stärker einzugreifen...) auf die Lebensituation anderer User, die du auch noch nicht mal im Ansatz beurteilen kannst.
Aber es scheint dir nichts auszumachen bzw. es scheint dir sooo wichtig zu sein, deine Ängste oder Sorgen bzgl. Medikamenten mit anderen zu teilen.
Nun denn - dann werde ich diese Postings wohl weiterhin überlesen müssen... es sei denn, du konzentrierst dich auf einen eigenen Thread, der dann sicher wichtig und gut für alle sein wird, die noch an der Schmerzmitteleinnahme zweifeln. Das tut man übrigens meist nur dann, wenn der Schmerzgrad nicht so hoch ist...
Und vielleicht ist es an der Stelle dann auch richtig, die Leute zum Nachdenken zu bringen.
Denn in einem gebe ich dir Recht - es gibt durchaus Leute, die sich selber medikamentieren und dabei Unheil anrichten.
Überwiegend findest du hier aber Leute, deren Leben sich durch heftige Schmerzen grundlegend geändert hat und die sich deshalb notgedrungen sehr intensiv mit dem Thema befasst haben - und denen sträuben sich eben bei einigen deiner Aussagen die Haare - das ist leider so und wohl nicht zu ändern (es sei denn, du informierst dich wirklich sachgerecht und intensiv und erweiterst deinen Blick ;-).
Das reicht jetzt aber wirklich zu dem Thema von mir und die Mühe mache ich mir auch nicht nochmal... (zur Not gibt es ja auch eine Ignorierfunktion...)
Nichts für ungut - ich wünsche dir sehr, dass dir die Erfahrung dauerhafter Schmerzen erspart bleibt - oder dass du vielleicht auch mal offen für andere Erfahrungen und Fachinformationen wirst, die nicht in dein "Medikamenten-Weltbild" passen!