So, meine lieben, nach dem letzten Termin beim Rheumatologen hab ich ja ich eine gewisse Zeit resigniert ...
Die Schmerzen im rechten ISG sind mittlerweile dauerhaft (Schmerzscala bei 8-9) und reagieren bei der KG auf Triggerpunkte richtig sauer.
Ich war so weit, daß ich meinem HA mitteilte, so auf Dauer nicht weiter leben zu wollen.
Dann fand ich die Homepage von Dr. Sigg in Ravensburg, der sich auf's ISG spezialisierte und andere Therapieansätze bei solchen Schmerzen hat.
Gerade, wenn der Piriformus Muskel dauerhaft verspannt ist, kann es zu einem Beckenschiefstand ohne Beinlängendifferenz kommen.
Die positiven Patientenbewertungen mit seinen Antworten gaben mir ein sehr positives Gefühl. Kurz mit meinem HA besprochen empfahl er mir, ihn zu kontaktieren, da er mit seinem Latein und Können am Ende ist.
Also am 16.06. per Kontaktaufnahme kurz geschildert, daß es sich seit ca. 11 Jahren immer weiter verschlechtert.
Zwei Tage später wurde ich angerufen. Ein Termin zur normalen Sprechstunde wäre Mitte September verfügbar gewesen. Da erst mal geklärt werden sollte, ob er mir überhaupt helfen könnte, vereinbarten wir zum 02.07. eine Video-Sprechstunde, zu welcher er (an Stelle der sonst angeforderten Befundberichte) sämtliche CD's von Becken/ISG anforderte.
In der Videosprechstunde erklärte er mir, daß er eine Entzündung im ISG entdeckte, er mir auf jeden Fall helfen könne und mich so schnell, wie möglich, sehen wolle.
Am 06.07. um 8 Uhr saß ich dann bei ihm im Behandlungszimmer. Er nahm sich Zeit, erklärte ganz genau, daß es sich um eine Entzündung der Knochenhaut vom ISG handle, untersuchte mich, erkannte meine Übergelenkigkeit sofort und sah sich meine letzten Blutwerte (permanent schwankende, geringe Erhöhung der CRP- und Rheumawerte).
Er warnte mich davor, solche Titanstäbe einsetzen zu lassen, was andere Fachärzte gern tun, da sie nicht unbedingt wirksam und massive Beschwerden verursachen können.
Ein neues MRT von LWS und ISG in einem anderen Winkel wurde angefordert, der Termin zum 07.08. im ZfP Weißenau wurde von der Praxis gleich gemacht und sobald ich diese CD habe, gehts sofort weiter in seine Praxis.
Er will einen internistischen Rheumatologen hinzuziehen, mit welchem er zusammen arbeitet und eine Therapie mit Biologicals einleiten lassen.
Erst da teilte ich ihm mit, daß ich HLA-B-27 positiv bin und es einen Verdacht auf MB gab, dann wieder nicht, ...
und endlich fühlte ich mich nicht, wie ein Simulant, dessen Entzündungswerte und festgestellte Ansammlungen im Knochen-Szinti nicht hoch genug sind, um Beachtung zu finden!
Um sein weiteres Vorgehen weiter zu entscheiden, wurde der Bereich von Kreuzbein/ISG an mehreren Stellen gespritzt, am ISG ging es tief hinein bis zur Knochenhaut. Beim Spritzen setzen erklärte er mir, daß die Einstichstellen stärker bluten und auf eine vermehrte Aktivität; durch Entzündung ausgelöst, deuten.
Daß die Kasse diese Injektionen (113,-) nicht übernimmt, wurde mir vorher schon mitgeteilt, aber das ist es mir wert.
Ende nächster Woche erwartet er von mir ein Feedback, wie sich die Injektionen ausgewirkt haben und meinte, die Wirkung sollte nach 3...4 Tagen entfaltet sein.
Erst, als ich aus der Praxis kam, machte mich mein Lebensgefährte darauf aufmerksam, daß Dr. Sigg nicht nur FA für Orthopädie, sondern auch für Unfallchirurgie und Rheumatologie ist.
Auf dem Heimweg gab es einen heftigen Druckschmerz mit sehr sensiblen Berührungsschmerz im Bereich ISG und entlang der Darmbein-Schienbein-Sehne (seitlich den Oberschenkel bis zum Knie), ich war etwas neben der Kappe und völlig erschöpft.
Die Sehne hat mehrere Blockaden, die bei Lockerungsversuchen in der KG sehr schmerzhaft sind, aber da hilft ja auch die Faszienrolle!
Diese Berührungsempfindlichkeit und Druckschmerzen verringerten sich im Laufe von 3 Tagen. Nun sind bei Bewegung keine Schmerzen mehr im ISG, nur im Sitzen und Liegen ist ein Spannungsschmerz spürbar.
So könnte ich auf jeden Fall wieder mit Muskelaufbau anfangen!
Ich sehe auf jeden Fall wieder ein Lichtlein am Ende des Tunnels, hab Hoffnung auf etwas Besserung.
