AnnaKollage
Bekanntes Mitglied
Sorry, wenn das jemand zwei mal liest. Habe das eben woanders geschrieben, aber eigentlich ist das hier mein Thread, also passe ich den Text etwas an.
Hier gibt es sehr viele Menschen, die entspannter zu sein scheinen, die vielleicht mehr in sich ruhen.. Ich glaube aber tatsächlich, man braucht länger, um die Diagnose zu akzeptieren und die Krankheit anzunehmen. Die meisten hier, oder zumindest sehr viele, sind schon seit Jahren dabei. Manche seit Jahrzehnten.
Es ist auch eine Mentalitätsfrage, wie man mit diesem / seinem Schicksal umgeht. Ich möchte nicht zulassen, dass ich mich als Pflegefall wahrnehme. Resignieren möchte ich auch nicht, andererseits wissen wir ja nicht, wie es weiter geht. Eine Garantie gibt es leider nicht. Das ist doch das, das vielen von uns so eine Angst macht. Wie wird es weiter gehen? Ich muss zugeben, dass ich davor mehr als Panik habe. Vielleicht ist es für diejenigen, die älter sind, irgendwie einfacher zu akzeptieren. Man weiß, jeder bekommt im Alter etwas.
Aber so mitten drin?
Ich bin aber sehr preußisch aufgewachsen, mit sehr viel Selbstdisziplin und Pflichtbewusstsein. Habe eine verantwortungs- und anspruchsvolle Arbeit, für die ich 150 % Hirn brauche. Wenn man liest, dass das Hirn befallen sein kann, weiß man das nicht richtig einzuschätzen und bekommt Angst. Mein Job ist mir aber auch sehr wichtig, man hat auch Angst aus dieser Leistungsmaschinerie rauszufallen. Vielleicht absurd, aber so ist es. Dazu habe ich z.B. zwei kleine Kinder, da ist das Hirn auch von Vorteil ;-). Oder wenn etwas mit den Nerven ist. Ich habe Lähmungserscheinungen, aber weiß ich, ob das normal ist bei einer Kollagenose? Oder was ernstes?
Im Großen und Ganzen ist es doch diese Ungewissheit und Unsicherheit, die einen quält. Wenn man auf Effizienz getrimmt ist, fällt es einem schwer, anzuhalten. Zudem ist es schwierig, wenn man keine Medikation hat und aber das Gefühl, die Zeit würde laufen, ohne dass man versucht, die Krankheit anzuhalten.
Danke an alle, die diese manchmal verzweifelten Texte lesen. Und an alle, die Geduld haben, darauf zu reagieren, zu unterstützen, Ratschläge zu geben, zu sagen, man solle sich zusammenreißen. Das hilft meistens ;-)
Manchmal drehen wir Anfänger am Rad...
Mir persönlich fällt es einfach wahnsinnig schwer, die Kontrolle abzugeben, die Hände in den Schoss zu legen und warten...
@Lagune: die Idee mit der Notaufnahme und Rheumaklinik war ja nicht meine Idee, sondern kam direkt aus der Rheuma-Ambulanz.
@Kira73: Wie immer DANKE!
@Aida2: Danke für deine Ruhe. Du bist ja genauso neu hier wie ich, aber ich glaube, Lichtjahre weiter. Ja, ich kann i.d.T. nicht einschätzen, wie schnell es gehen kann. Klar, ist vielleicht nicht die Regel, sondern eine Ausnahme, aber wenn man selber betroffen ist, fällt es einem erstmal schwer eine andere Perspektive einzunehmen - wäre sicherlich das Beste.
Grüße an alle Geduldigen
Hier gibt es sehr viele Menschen, die entspannter zu sein scheinen, die vielleicht mehr in sich ruhen.. Ich glaube aber tatsächlich, man braucht länger, um die Diagnose zu akzeptieren und die Krankheit anzunehmen. Die meisten hier, oder zumindest sehr viele, sind schon seit Jahren dabei. Manche seit Jahrzehnten.
Es ist auch eine Mentalitätsfrage, wie man mit diesem / seinem Schicksal umgeht. Ich möchte nicht zulassen, dass ich mich als Pflegefall wahrnehme. Resignieren möchte ich auch nicht, andererseits wissen wir ja nicht, wie es weiter geht. Eine Garantie gibt es leider nicht. Das ist doch das, das vielen von uns so eine Angst macht. Wie wird es weiter gehen? Ich muss zugeben, dass ich davor mehr als Panik habe. Vielleicht ist es für diejenigen, die älter sind, irgendwie einfacher zu akzeptieren. Man weiß, jeder bekommt im Alter etwas.
Aber so mitten drin?
Ich bin aber sehr preußisch aufgewachsen, mit sehr viel Selbstdisziplin und Pflichtbewusstsein. Habe eine verantwortungs- und anspruchsvolle Arbeit, für die ich 150 % Hirn brauche. Wenn man liest, dass das Hirn befallen sein kann, weiß man das nicht richtig einzuschätzen und bekommt Angst. Mein Job ist mir aber auch sehr wichtig, man hat auch Angst aus dieser Leistungsmaschinerie rauszufallen. Vielleicht absurd, aber so ist es. Dazu habe ich z.B. zwei kleine Kinder, da ist das Hirn auch von Vorteil ;-). Oder wenn etwas mit den Nerven ist. Ich habe Lähmungserscheinungen, aber weiß ich, ob das normal ist bei einer Kollagenose? Oder was ernstes?
Im Großen und Ganzen ist es doch diese Ungewissheit und Unsicherheit, die einen quält. Wenn man auf Effizienz getrimmt ist, fällt es einem schwer, anzuhalten. Zudem ist es schwierig, wenn man keine Medikation hat und aber das Gefühl, die Zeit würde laufen, ohne dass man versucht, die Krankheit anzuhalten.
Danke an alle, die diese manchmal verzweifelten Texte lesen. Und an alle, die Geduld haben, darauf zu reagieren, zu unterstützen, Ratschläge zu geben, zu sagen, man solle sich zusammenreißen. Das hilft meistens ;-)
Manchmal drehen wir Anfänger am Rad...
Mir persönlich fällt es einfach wahnsinnig schwer, die Kontrolle abzugeben, die Hände in den Schoss zu legen und warten...
@Lagune: die Idee mit der Notaufnahme und Rheumaklinik war ja nicht meine Idee, sondern kam direkt aus der Rheuma-Ambulanz.
@Kira73: Wie immer DANKE!
@Aida2: Danke für deine Ruhe. Du bist ja genauso neu hier wie ich, aber ich glaube, Lichtjahre weiter. Ja, ich kann i.d.T. nicht einschätzen, wie schnell es gehen kann. Klar, ist vielleicht nicht die Regel, sondern eine Ausnahme, aber wenn man selber betroffen ist, fällt es einem erstmal schwer eine andere Perspektive einzunehmen - wäre sicherlich das Beste.
Grüße an alle Geduldigen
Zuletzt bearbeitet:
passt scho Anna. 
, aber auch ein Danke.