Nein das natürlich nicht. So meinte ich das auch nicht.
Aber man sollte nie unterschätzen was für körperliche Symptome von der Psyche ausgelöst werden können. Ich habe es an meinem eigenen Körper gespürt. Nachdem die Antidepressiva nach einigen Wochen ihre Wirkung entfaltet haben, waren sämtliche körperlichen Schmerzen wie weggeblasen.
Okay, wollte es nur mal erwähnen, weil mir wurden bei gravierenden wirklich organisch schwerwiegenden Erkrankungen nämlich schon Fehldiagnosen gestellt und es auf ausschließlich psychisches geschoben. Sowas kann übel enden.
Das stimmt schon auch was du sagst, die Psyche kann auch körperliche Symptome auslösen. Ich habe mal eine Frau kennengelernt in der Klinik, die konnte durch psychosomatische Beschwerden mal eine zeitlang nicht mehr laufen.
Wichtig finde ich aber, dass immer genau hingesehen und untersucht werden sollte, um was organisch bedingtes nicht zu übersehen.
Nachtrag: Was mir eben noch eingefallen ist, eine frühere sehr enge Freundin von mir, ihr wurde auch länger eine psychosomatische Erkrankung unterstellt. Letztendlich nach leider viel zu langer Zeit stellte dann ein Arzt fest das sie Multiple Sklerose hat und die Krankheit konnte so richtig fortschreiten, in der Zeit, in der sie die Fehldiagnose hatte. Sie ist dann auch nicht alt geworden und nach acht Jahren im Alter von nicht mal ganz 30 Jahren verstorben. Wir waren eng befreundet, unsere Kinder waren im selben Alter und Kindergarten, ihren kleinen Jungen hab ich oft mit versorgt. Es war in der Zeit vor meinem 30. Lebensjahr, mein Rheuma, die Kollagenose Diagnose kam dann kurz danach. Mir ging es da noch einigermaßen, obwohl ich vor der Diagnose auch schon jahrelang Symptome hatte.
Sorry, jetzt hab ich etwas weit ausgeholt, nur fiel mir jetzt meine Freundin ein. Manchmal denke ich, hätte man sie früher , der Krankheit entsprechend richtig therapiert, so hätte sie nicht so früh versterben müssen, ihr Kind war da erst knapp zehn Jahre als sie starb.