Also folgendes Problem. Ich hatte eigentlich seit Jahren eine Schilddrüsenunterfunktion.
Die Endokrinologin hat nie Hashimoto diagnostiziert, sondern eben nur eine latente Hypothyreose und Thyreoptahie. Ich nehme seit einigen Monaten wieder L-Thyroxin. ]
Hallo liebe AnnaKollage,
anhand Deiner hier eingestellten Schilddrüsenwerte kann ich weder eine manifeste noch eine latente Schilddrüsenunterfunktion erkennen. Ob eine individuelle Unterversorgung vorliegt kann ich nicht beurteilen, das kannst nur Du selbst, indem Du bewertest ob sich durch die Einnahme von L-Thyroxin irgendwas von Deinen Beschwerden gebessert hat. Wenn das nicht der Fall ist, könntest Du es auch wieder absetzen (Ausschleichen).
Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, hast Du mal geschrieben, dass Du schon vorher eher Untergewichtig warst oder Probleme hattest Dein Gewicht zu halten. (Bitte gerne berichtigen wenn ich falsch liege.)
In den letzten Monaten hast Du auch noch öfter von Ernährungsumstellungen und Optimierung geschrieben. Deshalb meine Frage an Dich, kann es sein dass Du in eine Mangelernährung gerutscht bist?
Heißhunger würde dafür sprechen, denn wenn Du Glück hast, zeigt Dir Dein Körper damit an, was ihm fehlt.
Du schreibst auch, dass Du viel isst. Nach meiner eigenen Erfahrung kann die Selbsteinschätzung über die aufgenommenen und verbrauchten Kalorien stark daneben liegen. Hast Du es schon mal mit einem Ernährungstagebuch probiert, um zu ermitteln, ob Du wirklich ausreichend versorgt bist?
Noch so ein paar Gedanken, von denen ich nicht weiß, ob es bei Dir zutrifft, die ich aber gerne für Dich da lassen möchte:
In Zeiten von Hungersnöten wenn die Frauen mit Nahrung (nicht nur Kalorien sondern auch Vitamine und Mineralstoffe) unterversorgt sind, kommt es zu einem evolutionär bedingtem herunterfahren der Sexualhormone im weiblichen Körper um die Fortpflanzung zu verhindern. Die Sexualhormone wiederum haben einen direkten Einfluss auf die Schilddrüsenhormone. So kann es passieren, dass es eine Zeitweise individuelle Unterversorgung mit Schilddrüsenhormonen gibt, ohne dass eine Erkrankung der Schilddrüse vorliegt.
Das ist ein natürlicher Mechanismus um in Zeiten von Hungersnöten möglichst lange das Überleben zu sichern.
Wirft man in dieser Zeit L-Thyroxin drauf, kann man das natürlich umgehen. Verliert aber um so schneller an Gewicht.
Vor einigen Jahren gab es dazu sogar Feldversuche um Übergewichtigen das Abnehmen zu erleichtern. Wurde aber meines Wissens größtenteils wieder eingestellt, wegen der Nebenwirkungen und Folgeschäden.
Bei Entzündungen gibt es übrigens auch so einen natürlichen Mechanismus der die Hormone etwas runter fährt.
Der Körper will sich damit die nötige Ruhe zum Heilen verschaffen. Bei chronischen Entzündungen die nicht von selber weggehen ist das natürlich blöd, weil es damit zum Dauerzustand wird. Hormone drauf zu packen löst aber das Problem auch nicht und kann maximal die individuellen Unterversorgungssymptome lindern, aber nicht die ursächliche Krankheit.
Bestimmte Medikamente haben ebenfalls solch eine Wirkung auf die individuelle Schilddrüsenhormonversorgung. Z. B. Antidepressiva oder Kortison. Dabei ist es egal ob das Kortison aus natürlicher Quelle (heftiger Dauerstress) stammt oder von der Kortisontablette.
Was ich Dir damit sagen möchte: es gibt viele Möglichkeiten, um zu einem etwas höheren TSH zu kommen, ohne dass eine behandlungswürdige Schilddrüsenerkrankung oder Schilddrüsenunterfunktion vorliegt, was aber nicht ausschließt, dass eine individuelle Unterversorgung sich auf das Befinden auswirken kann.
Zum Untergewicht : Falls Du ausreichend Kalorien zu Dir nimmst, diese im Körper aber nicht ankommen, könntest Du auch auf leicht verdauliche Kost umsteigen. Z. B. weniger Rohkost dafür mehr gekochte/ gedämpfte / pürierte Speisen. Das erleichtert die Verdauung. Es gibt auch hochkalorische Nahrungsergänzung zum trinken.
Hoffe, dass Du eine Lösung für Dich findest.
LG
Murmelmaus