Kommen wir mal auf den Boden zurück ...
... und relativieren wir bei der Gelegenheit den Heiligenschein der Pharmaindustrie:
Eine Wirkung ohne Nebenwirkung dürfte statistisch so unwahrscheinlich sein, daß wir sie mal außer Acht lassen können.
Was Medikamente - und in welcher Häufigkeit - an Nebenwirkungen haben können, steht in der Packungsbeilage. Diese wächst bekanntermaßen im Laufe der Zeit, die ein Präparat auf dem Markt ist.
Wie viele Nebenwirkungen bei Markteinführung eine Präparaten nicht bekannt sind, oder aufgrund mangelnder statistischer Relevanz nie mit dem Medikament in Verbindung gebracht werden, ist infolge der Fülle von Möglichen Kombinationen auch nachvollziehbar.
Fakt ist aber, zumindest für mich, daß der Gewinn, den ich für mein tägliches Leben aus diesen Medikamenten ziehe, dieses Risiko vertretbar wird.
Nehmen wir das Beispiel Methotrexat: Der Beipackzettel ist ja schon recht üppig - die Gefahrstoffhinweise sind da prägnanter: Handschuhe und Schutzbrille tragen, bloß nicht einatmen oder verschlucken ...

nichts für ungut, es gilt halt immer, den potentiellen Nutzen gegen ein potentielles Risiko abzuwägen.
Das ist halt der Preis, den wir alle dafür zu zahlen haben, und zum kleinen Club der Rheumis zählen zu können. Sicherlich, wo zieht man die Grenze? Ein Jahr ohne Schmerzen gegen Schlaganfall? Drei Jahre gegen Multiple Sklerose? Sechs Monate gegen Lungenentzündung? Zehn Jahre gegen den Herzstillstand? Ich habe darauf keine Patentantwort, die Frage muß jeder für sich allein beantworten.
Die einzige Möglichkeit, uns vor bekannten oder nicht bekannten Nebenwirkungen zu schützen, liegt darin, keine Medikamente zu nehmen - und was das bedeutet, können sich wohl alle hier in den schillernsten Farben ausmalen. Ich für meinen Teil habe diese Lösung als abwegig verworfen.
In diesem Sinne alles Liebe und Gute und einen schmerzfreien Tag
Robert, der jetzt Angst vor Katzen haben muß, nachdem er Mäuseproteine im Kreislauf hat
