Guten Morgen,
ich zitiere mich mal selbst, habe vor Jahren hier im Forum meine persönlichen Erfahrungen mit dem Absetzen von Tilidin aufgeschrieben.
Da ich nicht weiß wie das Verlinken geht habe ich den Beitrag kopiert:
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Hallo Puffelhexe,
nehme mal den Thread für einen Erfahrungsbericht, obwohl folgendes wohl nicht das ist was du hören wolltest. ;-)
Ich habe es gerade geschafft nach 6 Jahren Tilidin abzusetzen, nachdem mein neuer BasismediMix wirkte (Resochin, 50 mg Azathioprin, Humira wegen einem Overlap Lupus-RA)
Ich bin über 6 Wochen schrittweise langsam runtergegangen von 3 x 100/8 auf Null. Habe mir 50/4 Tabletten aufschreiben lassen und habe die dann halbiert. Ich weiß soll man nicht, ging
bei mir aber gut.
Ich hatte ziemlich heftige Entzugserscheinungen- allgemeines Unruhegefühl,Heiß/Kaltanfälle, Übelkeit, Muskelzuckungen, Durchfall.
Schlafstörungen und unruhige Beine habe ich immer noch.
Nach nicht so guten Erfahrungen mit Ärzten im Allgemeinen bin ich froh das alleine in Ruhe zuhause gemacht zu haben.
Wenn man Ärzte trifft die sich auskennen und Mühe geben und auf den Patienten hören ist sicher ein begleitetes Absetzen besser. Zumal es wohl Medis gibt die die Entzgserscheinungen lindern können. Am besten wäre da sicher ein Substitutionsarzt also jemand der sich mit den richtigen Junkies beschäftigt oder aber ein aufgeschlossener Schmerzmediziner.
Alle anderen einschließlich Rheumatologen und Chirugen haben
meiner Erfahrung nach zu wenig Ahnung.
Meine Kopfschmerzen die ich immer auf das Tilidin geschoben habe sind weg, der allgemeine Nebel im Kopf besser, bei den Rheumaschmerzen merke ich keinen Unterschied mit oder ohne. Was mehr wehtut sind die schon kaputten Stellen, eine geflickte Schulter und die Halux-Füße, ist aber auszuhalten bzw. reagiert auf niedrige Dosen Ibu.
Ich bin nach wie vor dankbar das Zeug verschrieben bekommen zu haben. Sicher wäre ich die 6 Jahre ohne das Tilidin nicht klargekommen.
Die Entzugserscheinungen sind schon heftig, ich denke aber auszuhalten.
Also ich würde sagen wenn frau/man Opiate/Morphine braucht sollten auch welche genommen werden. Nur man sollte sich nicht einreden lassen das keine Abhängigkeit entsteht.
Gruß Wolka
#21 8. Februar 2011"
Ich habe in der Folgezeit nach zwei komplizierten OPs wieder Tilidin genommen. Als Absetzen möglich war bin ich jeweils innerhalb 2 Wochen rausgekommen aus der Einnahme, hatte aber jeweils wieder eine Entzugssymptomatik wie oben beschrieben.
Beim zweiten Mal hatte ich Hilfe von meinem Schmerzmediziner, mir half die kurzfristige Einnahme von Tavor 0,5 mg als begleitmedikation.
Das muß aber wirklich begleitet und abgesprochen werden da tavor ja ebenfalls ein Abhängigkeitspotential hat.
Gruß Wolka