Bei mir war überraschend ein Versicherungsexperte (ohne Voranmeldung) der 3. Säule. Der IV-Entscheid ist noch nicht gefallen. Der Experte hat dann die ganze Bilanz gezogen über meine Arbeitsunfähigkeit. Sein Resultat: 40% (gemäss Aerzten 50%).
Was mich irritiert, ist folgende Tatsache: Einerseits schätzt der Versicherungsexperte, wieviel Berufstätigkeit noch möglich ist (zur Zeit 30% statt 100%). Okay, 30% Berufstätigkeit. Das wären 70% Invalidität.
Dann fügt er noch ein bisschen Haushalt dazu, bei dem ich eingeschränkt bin, mit irgend so einer Handgelenk-Mal-Pi-Rechnung (v.a. ein Mann hat doch keinen Schimmer vom Haushalt!).
Er nimmt dann aber nur die Hälfte von beidem, vermute ich: Also 35% Invalidität im Beruf - und dann noch 5% Invalidität im Haushalt? He, hallo, ich bin doch viel mehr eingeschränkt im Haushalt als nur zu 5%?
Das mit der Hälfte irritiert mich sowieso! Eine NORMALE Frau und Mutter KANN (und in Frankreich ist das der Normalfall, bei einer alleinerziehenden Mutter auch in der Schweiz oft) 100% berufstätig sein. Dazu kommen dann noch Haushalt und Kinder, mit, sagen wir 60%. Das heisst, eine normale Frau leistet ein 160% Pensum! DAVON müsste man doch ausgehen! Wenn ich statt 100% nur noch 30% arbeiten kann, dann sind das 70% Invalidität und nicht 35%, weil ich daneben ja eh noch den Haushalt führen muss!!!
Man merkt, dass Männer das Sagen haben bei der IV....