Hallo zusammen,
wie so oft bei einigen Themen wird es gerade etwas chaotisch hier - wenn ich das so schreiben darf...
Purzel - niemand hat dir irgendetwas unterstellt - dein Erkrankungsbild ist sehr komplex, deine Postings manchmal schwer nachzuvollziehen (vermutlich weil du vom Handy aus schreibst und dadurch manchmal Wörter fehlen) - deine Bezugnahme auf den Fall deiner Freundin wirkte schon so, dass ich die Antwort von Resi Ratlos gut verstehen kann...
Ich persönlich finde:
Der Einsatz von Cannabis gehört eindeutig in die Hand versierter Schmerztherapeuten, die es zum Glück ja mittlerweile überall gibt.
Diese haben sich bestimmt mit den besonderen Bedingungen dieser Therapie auseinandergesetzt und haben vermutlich fast alle bereits Erfahrungen mit Cannabis (z.B. bei MS-Patienten) - meiner hat das jedenfalls.
Überhaupt gehören wir Rheumatiker je nach Schmerzaufkommen meiner Ansicht nach zu den Schmerzfachleuten...
Wie ich hier schon vor langer Zeit begründet hatte:
https://www.rheuma-online.de/forum/threads/48990-Schmerztherapie-Wege-aus-dem-Schmerz
Also finde ich genau wie Resi Ratlos nicht, dass sich Hausärzte oder andere Fachärzte vorrauseilend mit dieser besonderen Therapie auseinandersetzen müssen. Wenn sie das Mittel wirklich ernsthaft verschreiben wollen (wer weiß das in dem Fall so genau, wie konkret das schon angedacht war), würde sicher jeder verantwortungsvolle Arzt Know-How erwerben und auch seine Praxismitarbeiter entsprechend informieren.
Und wenn dein Arzt ein Schmerzmediziner ist, wird er (wenn er es dir wirklich verschreibt) sicher bald dafür sorgen, dass er das Prozedere auch beherrscht. Ein offenes Gespräch darüber (in dem du deine Fragen und Probleme diesbezüglich mitteilst) würde bestimmt zur Klärung beitragen.
Purzel - wenn du wirklich mit dieser Therapieoption liebäugelst - und vielleicht auch sonst... - kontaktiere doch bitte einen Schmerztherapeuten, der sich damit schon auskennt - ich meine mich aus einem deiner Postings zu erinnern, dass du schon in schmerztherapeutischer Behandlung warst.
Ansonsten bekommt man über die Liste der Schmerzzentren (aus dem o.g. Link) durch wenige Telefonate raus, wer diesbezüglich in der Region versiert ist.
Eins muss ich noch loswerden: Ich persönlich würde mir sehr wünschen, dass du trotz der eigenen Betroffenheit und des großen Leidensdrucks, den du anscheinend hast, nicht so verallgemeinernde Aussagen über Ärzte triffst.
Genau diese Dinge nerven mich im Forum so, dass ich nicht mehr oft mitmische...
Wir würden uns in unseren Berufen doch auch nicht wünschen, dass wir mit wenigen schwarzen Schafen unseres Berufsstandes in einen Topf gestopft werden. Und ich kann nur sagen, dass sich meine Ärzte extrem viel Mühe geben und für mich da sind so gut sie können.
Ich habe auch nicht nur gute Erfahrungen gemacht, aber zum Glück kann man hierzulande den Arzt ja wechseln, wenn es nicht passt...
Liebe Grüße und nix für ungut.