Glaube und Gott

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Hm,
nun ist mehrfach darauf hingewiesen worden,das es nict um den "einen Gott"
geht.
Auch hier findet es sich wieder.
Nicht richtig zulesen und am Thema vorbei schreiben.
Ich für mich habe schon als Kind gelernt.
Nicht über Gott oder die Politik diskutieren.
Da gab es auf Familienfeiern den größten Streit.
Jedes mal und meine Großmutter sah dann die jeweils
beleidigte/n viel Wochen nicht.
Das Thema hier ist doch:
An was oder wen glaubt ihr.
Wie hilft es euch.

Puffel,es ist nicht einfach.Manchmal denkt man,das es nicht mehr geht.
Dann zweifelt man an allem.Aber ohne den Glauben an die Liebe,Freundschaften und
den eigenen Willen,da geht gar nichts.
Biba
Gitta
 
Es ist hochinteressant, hier mitzulesen:

Warum fühlen sich "Gläubige", egal welcher Richtung, so schnell angegriffen, als müssten sie einen "Besitz" verteidigen ? Sollte der tiefe Glauben und die damit verbundene. Spiritualität nicht zu etwas mehr Gelassenheit führen ? Ist nur ein Gedanke. Grüsse, Tina

Nein, so sehe ich das nicht: Gläubige Menschen haben eine enorme Tolleranzgrenze.
So können sich in Europa Menschen gegen den christlichen Glauben verbal und schriftlich Äussern, wie in keinem anderen Teil der Erde. Man kann sich über alles lustig machen, herziehen - auch in erniedrigender und beleidigender Weise - Beispiele sind Kreuz, Papst und co.

Ich gehöre zu denen, die den Mund nicht kleinlaut halten. Ich denke auch Menschen, die Glauben, haben Rechte. Dazu gehört auch das Recht zu sagen: Stopp - hier beginnt die Beleidigung.

Dass das von Menschen die nicht glauben als übertriebene Sensibilität oder "mangelnde Gelassenheit" verstanden wird, kann ich natürlich nachvollziehen.
Was anderen gut und heilig ist, kann ich nicht verstehen, wenn ich nicht ein wenig Einfühlungsvermögen mitbringe.

Ich finde es immer interessant, dass - wie man es hier sehen kann - Gläubige Menschen keinerlei Interesse haben, "Ungläubige" (im weitesten Sinne) anzugreifen oder über sie und ihren "Unglauben" zu urteilen.

Es zeigt sich mal wieder Atheismus, Unglaube, ist "A-Theismus" "Un-Glaube": ständig in der Not sich "gegen" (alpha privativum) Gott zu verteidigen.

Kati
 
@ pezzi:
Der Thread, den du meinst, das war meiner: http://www.rheuma-online.de/forum/threads/52586-Trost-und-Kraft-im-Glauben

@ Puffel:
Ich werde hier nicht ausführlich erklären, wie ich Gott spüre oder erfahre, das kannst du, wenn du magst, in dem anderen Thread nachlesen.

Vor einigen Jahren hat mich die Frage nach der Krankheit auch sehr beschäftigt. Viele Krankheiten entstehen, weil der Mensch nicht gut mit sich selber umgeht. Schlaganfälle, Herzinfarkte, Lungenkrebs, COPD, Raucherbein u.v.m. kommen von der Unmäßigkeit des Menschen, zum Einen, weil er immer mehr haben und erreichen will und seine Körpersignale ignoriert, zum anderen die Suchtkrankheiten, weil er nicht bereit ist, sich mit sich selber auseinanderzusetzen - er läuft vor sich selber davon. In solchen Fällen würde ich schon sagen, dass da Gott als Schöpfer mitverantwortlich ist, denn er hat ja den menschlichen Körper so konzipiert, dass der sich mit Schmerzen usw. meldet, wenn was nicht stimmt. Aber der Mensch trägt selber die Schuld, wenn er nicht umsichtig mit sich selber umgeht.

Dann gibt es die Krankheiten wie Rheuma usw., für die man nichts kann. Aber dafür mache ich Gott nicht verantwortlich. Denn - schau dir doch mal unsere kaputte Umwelt an! Wie viele Krankheiten gibt es, die man früher nicht kannte? Gerade die Krebserkrankungen werden immer mehr und immer aggressiver. Unsere Luft ist radioaktiv verseucht - es braucht mir keiner weismachen, dass wir von Fukushima oder damals Tschernobyl nichts mitbekommen haben. Das nächste AKW von mir aus ist ca. 70 km entfernt, auch dort gibt es schon eine höhere Krebsrate. Wir haben so viel Dreck in der Luft und ich bin sicher, das macht viele Krankheiten aus. Und wer produziert den Dreck? Der Mensch, der immer noch höher hinaus will, der es immer bequemer haben will, das aber so billig wie möglich. Die Menschheit im allgemeinen ist also selber schuld an den Krankheiten. Dass es uns persönlich trifft, ist natürlich schwer und schlimm, und es trifft oft die, die immer sparsam und umsichtig mit den Ressourcen umgegangen sind, was natürlich ungerecht ist.
Deshalb meine ich, dass es aber auch ungerecht Gott gegenüber ist, wenn man ihm die Schuld für alles Ungute in die Schuhe schieben will.

Was die anderen Fragen betrifft, die kann ich jetzt nicht alle beantworten, aber ich kann sagen, dass ich Gott einfach vertraue wie ein kleines Kind, das bedingungslos den Eltern vertraut. Er hilft mir in allen Lebenslagen, er hat mir immer beigestanden, auch wenn ich es nicht gemerkt habe. Er hat mir Menschen geschickt, denen ich bedingungslos vertrauen kann.
Liebe Puffel, merkst du nicht, wie gesegnet du mit deinem Mann bist, der dich pflegt und alles für dich tut? Du bist dir dessen bewusst, was für ein großartiger Mensch ist, aber nicht, dass dies ein großer Segen Gottes ist und er dir damit hilft, dein Schicksal leichter zu ertragen. Im Gegensatz dazu mein Mann, der nie gut für mich gesorgt hat, der mich jetzt wegstößt und verlassen hat, weil ich nicht so bin, wie er sich das eingebildet hat. Er hat aus seiner Krebserkrankung nichts gelernt außer dass er noch egoistischer geworden ist als zuvor. - Was tut da Gott für mich? Er befreit mich von ihm, er gibt mir Kraft, hoch erhobenen Hauptes meinen Weg weiterzugehen. In der schweren Zeit hat er mich immer getragen, obwohl ich oft vor Kummer fast verzweifelt bin. Aber ich bin heute noch genauso ein fröhlicher Mensch, keine Spur von Depressionen oder Burnout usw., ich hab so viel geistig-seelische Kraft, dass ich mich hauptamtlich und ehrenamtlich um die Nöte anderer Menschen kümmern kann. Er hat mir immer eine gute Arbeitsstelle verschafft, wo es aussichtslos aussah, und er wird mir auch in meiner jetzigen Situation eine schöne, bezahlbare Wohnung beschaffen, er wird auch dafür sorgen, dass meine Töchter gute Arbeitsstellen bekommen. Er hat zwar nicht alle meine Gebete erhört, aber er hat mir immer das gegeben, was für mich gut war. Er hat mich nie enttäuscht.

Zu deine letzten Frage:
Natürlich kann er "husch-husch" eine Krankheit heilen, meine Freundin hat so eine Gebetsheilung an sich selber erlebt. Es gibt viele Glaubenszeugnisse von Wunderheilungen. Aber er tut es nicht, um den Menschen einen Gefallen zu tun, sondern um seine Macht zu zeigen. Und er weiß, wenn er den Menschen jeden Wunsch erfüllt, dass es ihnen nicht gut tun würde. Wer Kinder hat, weiß genau, dass man auch oft Nein sagen muss, damit sie sich gut entwickeln. Und so muss Gott auch oft Nein sagen, denn wir sollen ja aus unseren Krankheiten lernen, was für das ewige Leben wichtig ist.
Wenn man nicht an Gott glaubt, kann das natürlich zu einem Problem werden. Aber auch dann kann man - wie es die Agnostiker tun - lernen, anders damit umzugehen.


Sehr schoen gesagt, gefaellt mir.

Debby
 
Viele Krankheiten entstehen, weil der Mensch nicht gut mit sich selber umgeht. Schlaganfälle, Herzinfarkte, Lungenkrebs, COPD, Raucherbein u.v.m. kommen von der Unmäßigkeit des Menschen, zum Einen, weil er immer mehr haben und erreichen will

@Nachtigall, das sehe ich doch etwas differenzierter und finde es nicht so gut wie du das hinstellst. Und alles über einen Kamm scheren was Schlaganfall und Herzleiden angeht.

Man nehme da jetzt den Schlaganfall, der kommt häufig beim Antiphospholipid-Syndrom vor, gehört zu dem Thema Kollagenosen, Autoimmunerkrankung. Haben Menschen mit Autoimmunerkrankungen und daraus entsehenden Schlaganfällen und zB. auch Herzerkrankungen jetzt auch noch selbst schuld , weil die zu Unregelmäßig leben und zu viel erreichen wollten? Es gibt also auch Schlaganfall und Herzleiden, ohne das ein Mensch Unregelmäßigkeiten, geraucht oder ein ungesundes Leben geführt hat oder gar zu viel erreichen wollte, was immer du damit auch meinst.

Ich finde es nicht gut, so über den Schlaganfall zu argumentieren und zu verallgemeinern, wo er oft bei APS, bzw. Kollagenosebetroffenen vorkommt, ebenso Herzerkrankungen,( habe selbst schon einen Herzschrittmacher, bin Nichtraucher und wollte nie zu viel erreichen etc. nur hab ich da so eine doofe Erkrankung Namens Kollagenose, die so doofe Sachen mit mir und meinen Organen macht!) ob primär oder sekundär bei anderer Kollagenose. Kollagenosen gehören zum Formenkreis entzündlich rheumatische Erkrankungen.

anderen die Suchtkrankheiten, weil er nicht bereit ist, sich mit sich selber auseinanderzusetzen - er läuft vor sich selber davon.

Und das mit den Sucherkrankungen, das sind echte schwere Erkrankungen. Das ist nicht oder meist nicht so, das diese Menschen einfach nicht wollen, Nachtigall so einfach geht das nicht und ist das nicht! Diese Menschen sind meist bereit, aber so einfach ist das dann nicht, es kommt häufig zu Rückfällen, aber nicht weil diese Menschen nun nicht wollen, ich finde diese Unterstellungen dreist und unmöglich. Vielleicht solltest du dich speziell mit der Thematik noch mal eingehender befassen und beraten lassen.
 
Zuletzt bearbeitet:
@ Lagune:
Ich bin mir durchaus bewusst, dass es Menschen gibt, die ohne eigenes Verschulden einen Schlaganfall oder Herzinfarkt bekommen. Von denen hab ich nicht gesprochen. Bitte schau genauer hin auf das, wie ich es schreibe. Ich hab vorher gesagt, viele Krankheiten kommen davon, weil der Mensch nicht gut mit sich selber umgeht. Die meisten Schlaganfall- und Herzinfarkt-Patienten, meist mittleren Alters, hören nicht auf die eigenen Körpersignale, deshalb kommt es soweit. Glaub mir, ich hab genug gesehen in der Alten- und Krankenpflege, ich weiß, wovon ich rede.
Ich weiß, dass Suchterkrankungen schwere Erkrankungen sind. Ich hab genügend Suchtkranke in meinem Umfeld, auch in der eigenen Familie. Diejenigen, die bereit sind, sich der Erkrankung und ihrem Inneren, d. h. der tieferen Ursache zu stellen, kommen meist auch auch aus der Sucht wieder raus. Ich will niemanden verurteilen, der suchtkrank ist, sondern ich habe Beispiele aufgezeigt, woher Krankheiten kommen, die oft eigenes Verschulden sind. Danach hab ich von den Krankheiten gesprochen, für die man nichts kann. Lies bitte alles und häng dich nicht an ein paar Sätzen auf.
 
ich habe mal vor einiger Zeit ein sehr
interessantes Buch über die Religionen
dieser Welt gelesen. das war schweinespannend.

Christentum, Juden, Buddhismus, hinduismus
und Islam.

ganz viele gehen ja auch zum Buddhismus.

auf jeden Fall sind auch diese verschiedenen
GlaubensRichtungen super spannend. oder
warum die Menschen wechseln...
 
der traurige Nebeneffekt des "Glaubens" und Religionen an sich ist, dass es deswegen zu Streit, Hass und Krieg kommt. Das kann kein "Gott" gewollt haben. Warum fühlen sich "Gläubige", egal welcher Richtung, so schnell angegriffen, als müssten sie einen "Besitz" verteidigen ? Sollte der tiefe Glauben und die damit verbundene. Spiritualität nicht zu etwas mehr Gelassenheit führen ? Ist nur ein Gedanke. Grüsse, Tina

Hallo tina,
natürlich hat Gott von Anfang an keinen Hass und Streit und Krieg gewollt. Aber viele Menschen entfernen sich von Gott, weil sie meinen, es besser zu wissen, trotzdem halten sie sich für gläubig und deshalb meinen sie auch, ihr Verhalten sei gerechtfertigt. Es liegt am Menschen selber, nicht an Gott.
Wenn sich Gläubige schnell angegriffen fühlen, kommt es nicht vom Glauben selber, sondern dann haben sie in ihrem Innersten ein Problem.
Du hast recht: Echter, tiefer Glaube führt tatsächlich zu immer mehr Gelassenheit, Abgeklärtheit, Spritualität. Wenn aber das nicht gegeben ist, dann ist der Glaube nicht so tief. Ich kenne nicht viele Menschen mit echt tiefem Glauben.
 
Lies bitte alles und häng dich nicht an ein paar Sätzen auf.
Ich hänge mich nicht an Sätzen auf, habe alles genau und nicht nur einmal gelesen und fand es wichtig, das zu schreiben, was ich schrieb, nämlich das es differinzierter für mich zu betrachten ist denn du schreibst das und das ist nun mal für mich verallgemeinernd:
Viele Krankheiten entstehen, weil der Mensch nicht gut mit sich selber umgeht. Schlaganfälle, Herzinfarkte,

Und Suchterkrankungen, sind dann, wenn sie mal da sind nun eben mal nicht nur vom Wille anhängig, bei Suchterkrankungen gibt es Entzugsymptome bis hin zu starken Krämpfen und mehr, aber das führt hier zu weit und überhaupt vom Thema ab, ich bleibe dabei, bei dem was ich schrieb.
 
auf jeden Fall sind auch diese verschiedenen
GlaubensRichtungen super spannend. oder
warum die Menschen wechseln...
@puffel:
Na klar ist das alles spannend, deshalb hab ich ja damals vor knapp einem Jahr den oben erwähnten Thread eröffnet, um zu erfahren, was den Menschen wichtig und heilig ist.
Warum die Menschen wechseln? Ich denke, weil in keiner Religionsgemeinschaft alles Gold ist, was glänzt, weil man von der bisherigen Religion enttäuscht ist. Aber vielleicht haben sich diese Menschen mit der Lehre oder Religion, in der sie aufgewachsen sind, zu wenig befasst und nur auf das geschaut, was die Menschen tun. Und in aller Welt halten sich doch die wenigsten Menschen an das, was ihre Religion lehrt. So meint man wohl, dass es für einen selber nicht das Richtige sein kann, und wechselt.

Tut mir leid, dass dein Thread nun so eine Eigendynamik entwickelt hat. Du wolltest doch nur deine Fragen beantwortet haben. Deshalb ziehe ich mich aus dem Thread zurück.
 
Hallo Frau Puffel und hallo @all

ich fand, ich hatte bereits ganz ernsthaft auf Puffels Fragen geantwortet, mir fiel nur auf, dass manche sich durch Kaufnix Post angegriffen fühlten und fand persönlich, dass diese Reaktionen überzogen waren. Hmm, ich frage mich, woher wollen wir wissen , was Gott / die Götter oder auch eine Göttin ( ? ) gewollt haben oder will ? Manchmal denke ich mir, vielleicht - wenn es so etwas wie Gott gibt - lacht er mich eines Tages aus und sagt "du warst immer viel zu gutgläubig, hast zuviel Geld verschenkt und nie Ehrgeiz gehabt, mehr zu erreichen", vielleicht will ER , dass wir alle Dem Geld hinterherjagen, um ein tolles Leben zu haben, woher wollen wir wissen, was er will ? .Steht in der Bibel ? ich glaube mit Sicherheit nicht an die Bibel ! Ich glaube auch nicht an eine unbefleckte Empfängnis und ich glaube, dass die Kirchen, egal welche, den Glauben benutzen, um Menschen zu manipulieren. Dennoch bin ich in der Kirche, weil sie großartige Arbeit leistet für alte Menschen und auch für Hilfsbedürftige. Andererseits frage ich mich, warum der Vatikan in Gold und anderen Schätzen schwimmt, während täglich Menschen verhungern - ist das gerecht ? soll das so sein ? Mein Empfinden ist, man trägt seinen Glauben in sich , in seiner Seele und das ist absolut nicht gebunden an Kirchen, Rosenkränze oder Kreuze, die man an die Wand nagelt. Und dieses tiefe Gefühl der Hoffnung und der Zuversicht kann einen tragen und zudem Kraft geben. Gute Nacht allerseits wünscht Tina
 
Guten Morgen,nachdem ich hier alle Kommentare...bezgl.des Glaubens gelesen habe...ist genau das wasTina 71 schreibt...auch in meinem
Gedankengut!...was ich als Mensch bin..wie ich bin...und nicht was irgendwelche Einrichtungen..im Kollektiv(Kirche usw.zu scheinen mögen)...ich finde es passt nicht zu einem sogenannten Gläubigen Lebewesen...egal..zu bestrafen...vernichten..oder irgendeine Drohung auszusprechen...wir sind alle gleich.....ich..kann nur von mir sagen...geht alle höflich miteinander um und akzeptiert einfach..unsere Erkrankung...sollte doch wohl schlimm genug sein...ich wünsche Allen einen schönen Sonntag!..Emina
:)
 
Hallo Dittmarsche,

das hast Du sehr gut formuliert
und ich bin ganz Deiner Meinung.:top:

Schönen Sonntag
an Alle
Luna-Mona
 
- Mensch ist enttäuscht, verliert den Glauben durch Schicksalsschläge o.ä.
zu oder ähnliches würde auch passen:

Mensch wurde in einer kirchlichen Einrichtung missbraucht und mißhandelt. Dies geschah einem meiner Angehörigen als Kind/Jugendlicher in einem christlich-kirchlich katholischen Internat.

Sein ganzes Leben hindurch belastet ihn das nun, er entwickelte dadurch auch psychische Störungen.
 
ich weiß leider den Titel vom Buch nicht
mehr. hatte es damals aus der Bücherei
ausgeliehen.

als Kind hatte ich mal ein seltsames
Erlebnis. eine arbeitsKollegin meiner
Mutter war Zeugin Jehovas. und die
hat meiner Mutter immer Bücher und
Lektüren mitgegeben. ich habe die dann
immer gelesen, weil ich als Kind alles las,
was mir unter die Finger kam...

also. und eines Tages las ich mal wieder
so ein kleines Buch oder eine Lektüre. und
plötzlich, so erschien mir das damals als
10 oder 12 jährige, fühlte ich mich nach dem
lesen irgendwie über Wochen anders.
ich konnte das Gefühl damals nicht beschreiben, aber irgendwie fühlte
ich mich anders oder die Welt fühlte
sich anders an. aber wie gesagt,
das war damals als Kind. und
ich konnte das nie richtig beschreiben
oder fassen. was oder warum das war,
das weiß ich nicht.
 
Puffelhexe, fühlte sich die Welt für dich dann im positiven oder im negativen Sinn anders an, kannst du dich daran erinnern ?

Wir haben in der Verwandtschaft Zeugen Jehovas, leider war das immer so, das die uns, also alle anderen, die keine Zeugen Jehovas sind, bedrängt haben da beizutreten. Bei jeder Familienzusammenkunft und Treffen. Ich empfand das als Kind schon schrecklich, es war so aufdringlich. Obwohl wir immer sagten, wir möchten nicht dazu gehören und sie sollten es doch akzeptieren, so wie wir anderen akzeptieren das sie da dazu gehören, nur wollen wir bei Treffen ja bitte nicht nur über deren Zeugen Jehovas Thema reden. Meine Mutter hat dann die Kontakte aufs Minimum beschränkt, da es kaum auszuhalten war. Ich hab jetzt gar keinen Kontakt mehr, ist schade, aber dieses Bedrängen nervt mich zu sehr.
 
die arbeitsKollegin hatte keinen
beschwatzt. also nicht drüber
geredet. Sid hatte halt bloß immer
Lektüre verteilt.

das ist ja schon alles so lange her.
es fiel mir auf. und machte mir etwas
Angst, obwohl ja eigentlich nichts
schlimmes passierte. ich hab danach
nie wieder was davon gelesen.

mittlerweile weiß ich garnicht mehr,
woran die Zeugen Jehovas konkret
glauben.
 
Ja wenn du da erst 10 oder 12 warst, wenn es dir irgendwie Angst machte, dann war das anders fühlen wahrscheinlich eher im negativen Sinne.

Um zu sehen, wie es dir damit als Erwachsene beim Lesen geht, müsstest du das vielleicht jetzt nochmal lesen.

Lektüre haben uns unsere Verwandten noch zusätzlich zu den vielen Gesprächen gegeben. Es war nur immer zu Familientreffen, wie Geburtstage usw. sehr unpassend, wir wollten ja nur feiern, lustig sein und was war wieder, Thema Nr. 1 Zeugen Jehovas. Das war dann teils stressig und ähnelte keiner lustigen und fröhlichen Geburtstagsfeier oder Familienfeier mehr.
 
ach ne. ich glaube nicht, dass ich
mich damit nochmal befassen möchte.

momentan liegt mein ganzes Augenmerk
darauf, aus dem bett wieder hochzukommen.
weiter auf dem laufband zu kämpfen. und
wenns immer nur 20 Sekunden sind. und
die Zeit bis zum Umzug irgendwie zu
überstehen.
 
Nur hat nicht der Glaube oder die Kirche sie vergewaltigt, sondern ein Mensch, der seine Position und Macht missbraucht hat.
Ja schon, sicher waren das die Menschen die dort als Lehrer, Erzieher und Betreuer tätig waren in dem kirchlichen Internat. Aber diese Betreuer und Lehrer waren in dem Fall Priester, Mönche, Theologen und das hat dann wiederum irgendwie schon mit dieser Glaubensrichtung zu tun. Jedenfalls kann ich nicht verstehen, wie das passieren kann und es passierte ja haufenweise. Und das gerade in einer christlich kirchlichen Einrichtung, wo die Eltern ihre Kinder mit gutem Gewissen unterbrachten und genau da dachten das diese gut aufgehoben seien..und ja auch noch viel Geld an die kirchliche Einrichtung dafür bezahlten. Schrecklich.
 
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