Und es geht weiter. BfA die xx.te, im Jahre 02/2005
Hallo zusammen,
und erstmal herzlichen Dank, das ihr diesen Thread weiterhin so verfolgt und auch Tipps und Ratschläge , nicht nur für mich , auch für die "Neuen" Rentenantragssteller einbringt.
*knuddel*
So, nu zu mir: Es hat sich was getan, leider nicht zum positiven.
Am Freitag ( 11.2.05) kam der Bescheid von der BfA. Man bedenke, das das Antragsdatum mittlerweile über 13 Monate zurückliegt *groll*
Dem Widerspruchsbescheid wird nicht stattgegeben.
U.a. schrieben sie noch:
Übereinstimmend wird durch die Gutachter festgestellt, dass keine gravierenden Funktionseinbußen vorliegen.
Die Einschätzung der REHA Klinik wird somit bestätigt.
Sie können körperliche leichte, bis mittelschwere Tätigkeiten im Haltungswechsel mit überwiegenden Stitzen ohne Nachtschicht, noch sechs stunden und mehr tgl. ausüben. Tätigkeiten mit Zeit und VEantwortungsdruck oder ständigem Publikumsverkehr sollten nicht erfolgen.
Dieser Satz hat mich dann doch ein wenig aufgeregt,zumal diesen Beruf/ Job sollen die mir mal zeigen, den man noch in der heutigen Zeit ausüben kann und welcher das wohl sein kann. Selbst Pförtner gehört nicht dazu ( wegen Publikumsvekehr). *gr*
Gerechnet hab ich mit dieser Entscheidung. Obwohl ich nicht verstehen kann, wieso alle Gutachten dies aussagen sollten. Von 2 kann ich mir das wohl vorstellen, dem Neurol/Psych. und dem Orthop./ Rheumatl. Gutachten. Wobei bei dem einen weder auf die Psyche , bei dem anderen auf das Rheuma die Sprache gekommen ist.
Ganz anders sah es aber bei dem Rheumatologischen Gutachten aus bei dem Internisten. Der mir damals sagte, meine 25 Diagnosen würden doch wohl ausreichen, eine Rente zu bekommen und er sähe dem wohl positiv gegenüber. Fehlanzeige.
Für Ende der Woche hab ich einen Termin bei meiner Anwältin, denn ich werde weitermachen und Klage einreichen. Sollte diese ebenfalls im Sande verlaufen, dann gibt es halt wieder einen neuen Rentenantrag und zwar solange, bis die BfA meine Akte und meinen Namen nicht mehr lesen kann und freiwillig nachgibt *grummel*
Ich habe jetzt 4 Wochen Zeit, Klage zu erheben beim Sozialgericht ( ächz schon wieder Gelsenkirchen, die haben leider dort auch nicht gerade die Weisheit mit den Löffeln gefressen, sorry, aber stimmt doch)
Mein Vorteil jetzt ist, das ich bei der Klage einen Gutachter bestimmen kann, der für mich das Gutachten ( obkjektiv versteht sich ! ) ausrichten kann. Gute Adresse für SChmerzgutachen ( ein gutachten , was bisher bei der BfA überhaupt noch nicht zu tragen kam, zumal ich in erster Linie als chron. SChmerzkranke gelte), hat mir mein beh. Schmerztherapeut schon genannt.
Auch wenn ich dafür halt viel weiter weg muss.
Und die Rechtschutzversicherung muss natürlich auch wieder mitspielen, aber wofür hab ich die denn auch schon ein paar jahre, gelle?
Psychisch muss ich sagen, geht es mir trotz allen Umständen sehr gut.
Ich habe das Glück, einen Mann, eine grosse tolle Familie und sehr gute Freundinnen und auch gute verständnisvolle Ärzte und Anwälte zu haben, denen ich vertrauen kann, die hinter mir stehen und die mir auf meinen Weg helfen.
Zwar hat mir gerade heute noch eine Freundin gesagt, alleine wäre das auch zu schaffen, was ich mir aber in diesem Moment nicht vorstellen kann.
Vor 4 Jahren fing die ganze Ämterraserei bei mir an und ich hatte gerade den Weg beschritten, mit der Erkrankung und den Ämtern klarzukommen und war nicht so stark , das ich alles hätte alleine schaffen können. Mit den Jahren ist auch die Hilfe und Unterstützung gewachsen, in jeder Hinsicht und dafür bin ich mehr als dankbar.
Es tut gut, zu wissen, das es so ist. Es erleichtert ungemein und hilft somit mir auch die Psyche in Waage zu halten und damit nicht noch die Erkrankung zu verschlimmer. Denn gerade da sieht man, wie sehr Psyche und Krankheit zusammenhängen.
Euch nochmal vielen Dank, das ihr diesen Thread weiterhin aktuell haltet mit Tipps und Ratschlägen und ich werd weiter berichten , wie es weitergeht.
Denn ich bin immer noch der Meinung, es ist nicht verkehrt, den Weg des Rentenantrages mit allen drum und dran als eine Art Tagebuch zu veröffentlichen. Um evlt. anderen mit den Ratschlägen und tipps weiterzuhelfen, um aufzuzeigen, was es noch zu beachten gibt, welche Dinge wo einen weiterbringen usw... .
Allen anderen, die diesen Weg beschreiten:
Ich denke mal nicht, das alle Anträge so verlaufen müssen. Einige Rheuma arten sind halt zu "sehen" . Ich bin leider jemand, der ausgerechnet, nicht nur eine , sondern gleich mehrer Erkankungen hat, die man weder im Labor, noch auf RÖ ( noch nicht, und will es auch nicht so weit kommen lassen) Bilder sieht. Ich seh aus wie das blühende leben, bin übergewichtig und alle halten mich für gesund (die Ämter auf jeden fall und Gutachter).
Zwar frag ich mich, wieso seit den letzten 11 Jahren insgesamt 26 Diagnosen zusammengekommen sind, die anscheinend keinerlei Auswirkung auf meine "Funktionen" ausmachen.....
Genug geschwafelt und geschrieben. Danke für´s lesen.
bis zum nächsten Bericht
Lieben Gruss
kiki