Entscheidend ist doch nicht, was du denkst, sondern ob es als Beleidigung bei anderen ankommt.
In dem Fall müsste man aber wirklich jedes Wort auf die Goldwaage legen.
leider ist es (im moment) wirklich so ... nur mal als beispiel aus der heutigen presse.
fakt ist, das eine politikerin im bundestag im kleidchen (kurz überm knie) zum rednerpult ging und aus einer anderen fraktion wohl irgendwie rief, "das kleid ist aber kanz schön knapp"
daraus wird jetzt (für meine begriffe) sexismus konstruiert. übergriffig? ja ... kann sich ja jeder so kleiden, wie er mag. ob ich im bundestag ein (für mich) so kurzes kleid tragen würde steht auf einem anderen papier. aber wenn die dame das tun will? bitte. wäre mir auch kein öffentliches wort wert gewesen.
daraus jetzt aber konstruieren, das die männer ihr alle nur "auf den arsch glotzen würden" und eben eine sexismusdebatte daraus machen, finde ich schon ziemlich übertrieben. aber sie darf das, weil "wenn es sich wie sexismus anfühlt, dann ist es welcher"
also wenn ich mich auf den schlips getreten fühle, dann bin ich im recht? na dann prost mahlzeit, ich bin sehr empfindlich... wenn ich mich beleidigt fühle, dann hat wer mich beleidigt? oder muss ich nicht eher an mir arbeiten, das mich nicht "so vieles piekst"?
es ist in der letzten zeit leider so, das jedes wort, alles was man tut oder nicht tut, auf die goldwaage gelegt wird und man sich auf die moralische keule gefasst machen muss, die aus irgendeiner ecke garantiert kommt. denn irgendwer ist immer empört. das gesellschaftliche leben, wie wir es kannten, ist heute in so vielen bereichen ja soooo falsch, muss geändert werden. dieses und jenes darf nicht mehr ... es ist sooo anstrengend, wenn man alles einfach nur noch falsch machen KANN ... eben weil sich immer wer auf den schlips getreten oder abgewertet fühlt.
wenn ich nur dran denke, was ich mir anhören musste, als ich FRAGTE, ob nicht alle leben zählen bzw gleich viel wert sind. ... als es um "black lives matter" ging... mein gott, es war eine frage und ich wurde u.a. als rassist beschimpft... dabei wollte ich nur VERSTEHEN, warum man dieses "schwarze leben" so betont. für mich gibts nämlich kein schwarz oder weiss, wenn es um menschen geht.
achso, nicht das jemand jetzt denkt, es passt nicht zum tread... für mich schon ... diese neue "empörungskultur" ärgert mich, jeden tag aufs neue ... nicht nur heute...