Hallo!
Ich freue mich gar nicht, dass ich mir wahrscheinlich einen neuen Augenarzt suchen muss, der dann noch etwas Ahnung von meiner Krankheit hat, und bereit ist, mich zu behandeln.
Bisher blieb mir nur die Klinik, da mich niedergelassene Ärzte mit dem Hinweis auf die nicht so detailliert vorhandene Kenntnis meiner Krankheit ablehnten.
Leider ist in der Klinik aber nun seit heute einiges anders, denn nach über 11 Jahren der Behandlung, besteht der Herr Prof. nun auf einer Untersuchung per Technik und nicht per Arzt.
Speziell geht es um die Messung des Augendruckes, die nun per Luftdruck erfolgen soll, was ich noch nie so recht vertragen habe. Heute kam es aber nun zu einer heftigen Attacke u.a. mit starken Zittern am ganzen Körper und sehr starkem Schwitzen. Die Untersuchung wurde dann von der Arzthelferin abgebrochen und ich habe mich nach einigen Stunden auch wieder ganz gut erholt.
Nur diese Untersuchung per Luftdruck werde ich garantiert nie wieder machen lassen, auch wenn so eine heftige Attacke ärztlich gewollt sein sollte.
Da der "aktuellen" Assistenzärztin sowieso alles wo vorbei geht (z.B. entartete Zellen am Auge sind nicht schlimm - ne klar, irgendwann kann jeder Erblinden und an Krebs sterben, also besser jetzt als nie) ist sie natürlich gleich ganz froh, dass sie nun keine Arbeit mit dem Augendruck messen mehr hat und wird sich garantiert an die Anweisung ihres Chefs halten.
Somit bleibt mir dann nur, bei jedem Termin (z.Zt. alle 2 Wochen wegen lokaler Kortisontherapie) durch die Hölle gehen oder mir einen anderen Augenarzt suchen und bis dahin das Kortison versuchen abzusetzen und da das Ciclosporin allein nicht reicht, dann eben eine weitere Verschlechterung durch meine Erkrankung an den Augen zu akzeptieren.
Regelmäßig durch die Hölle gehen, wird aber nicht mein Weg werden.
Liebe Grüße
Kerstin