Zumindest beim FLOR kann mans mit Zähne ziehen versuchen. Da würde ich auch noch nicht so schnell aufgeben.
Niemand außer mir weiß, welchen Weg Flocke in diesen acht Monaten bei mir zurück gelegt hat und wie angeschlagen Flocke wirklich ist. Wie viel Angst er abgelegen konnte und wie viel ich in ihn investiert habe, um Vertrauen aufzubauen und eine Verbindung zu schaffen, die wenigstens ein bisschen tragfähig ist, die Geborgenheit und Sicherheit vermittelt.
Es geht hier nicht um ein psychisch gesundes, vertrauendes Tier, das viele Jahre in freundlichen Händen war und dem man einiges an Belastungen zumuten kann. Es geht um einen Kater, der weder kratzt, noch knurrt sondern ausschließlich beißt um sich zu verteidigen. Was macht er ohne Zähne? Er muss das ausbaden, nicht ich. Er trägt das gesamte Risiko, das Leid, die Schmerzen, niemand sonst. Und er trägt ebenfalls das Risiko einer Traumatisierung, wenn er sich plötzlich nicht mehr wehren, verteidigen kann.
Mit schnell aufgeben hat das so überhaupt nichts zu tun, sondern mit genauem Hinschauen und Beurteilung der Gesamtsituation im Sinne FÜR Flocke und nicht im Sinne der Machbarkeitsgläubigkeit oder gar "Naja, immerhin lebt er dann." Spielt das "wie" keine Rolle? Für mich schon.
Meinst du wirklich, Maggy, die Tierärztin hätte DAS als Erstes angesprochen, als deutlich wurde dass es mit großer Wahrscheinlichkeit FORL ist. Ich kann nur vermuten, dass die Zähne schon beim Sehen deutlich kaputt sind und Flocke starke Schmerzen hat. Sie sprach von einem Reißzahn, zwei Backenzähnen und den Zähnen vorne - nur vom sehen. Was befindet sich dann voraussichtlich tief unten? Löcher im Kiefer?
Mich machen solche Abwertungen (
Da würde ich auch noch nicht so schnell aufgeben) wirklich wütend. Der Hinweis mit den Zähnen, wie in Fräulein Flauschig und manch andere schrieb, ist absolut richtig. Aber schnelles Aufgeben zu unterstellen ist - in so einer Situation wie meiner - einfach nur gemein.
She-Wolf