Hallo Lebensmalerin,
ich finde deine Ideen alle sehr gut und bin genauso wie du der Meinung, Schulmedizin begleitend und selbst in Eigenregie dazu tun, so wenig wie möglich an Chemie sich zu zuführen und alternative Methoden anzustreben - Geist, Seele und Körper in den Einklang bringen, Energieblockaden lösen (soweit das hinzubekommen ist in unserer "zivilisierten" Gesellschaft, wo Leistung und Funktionieren im Vordergrund stehen).
Ich mache auch Yoga, übe mich meinen Körper in Bewegung zu halten, beschäftige mich mit Naturheilmedizin und probiere einiges aus, was mir, denke ich gut tut, wobei man das natürlich nie genau so recht weiß.
Ich habe den Eindruck, je mehr Chemie geschluckt wird, desto schlechter geht es den Menschen, wobei ich auch das nicht weiß, ist nur so ein Gefühl, von den Menschen, die ich persönlich kenne, auch in meiner Selbsthilfegruppe bzw. von denen ich lese.
Ich möchte zu deiner Geschichte sagen, achte gut auf dich und lass den Gesundheits"wahn" nicht zwanghaft werden, gerade wo du bereits eine Art Zwangsstörung, nämlich die Anorexie, hinter dich gebracht hast. Vegan zu leben ist von Vorteil solange das nicht wieder in gewisser Weise zwanghaft wird. Ich wollts nicht für mich persönlich ständig darauf zu achten, bei Feiern, bei Veranstaltungen, im Urlaub, mit Freunden, ich möchte schon mal ein Stück Käsekuchen oder ein Bratwurst, ein Bier, ein Ei - doch selten, ich nehme das nicht immer zu mir, für mich ist es sehr wichtig, dass ich alles darf, nichts muss; hat für mich ebenso mit Freiheit zu tun. (ich ernähre mich größtenteils bewusst gesund).
Wenns für dich wirklich passt wird's in Ordnung sein, wollte nur meine Gedanken dazu äußern.
Ich selbst betrachte das so,
jeder Mensch ist individuell und wird durch seine Krankheit individuelle Erfahrungen machen und Aufgaben zu lösen haben um sich zu heilen bzw. Linderung zu erfahren, die wird jeder selbst herausfinden müssen, falls er /sie das möchte, jeder Krankheitsverlauf ist bei jedem anders.
Eventuell liegt gerade bei dir auch die Aufgabe mit darin, dich hin und wieder ein wenig gehen zu lassen, den lieben Gott einen guten Tag sein lassen, dich fallen zu lassen, auch mal gehen zu lassen, mal nicht funktionieren und auch mal essen und trinken was dir Spaß macht, mal in vollen Zügen das Leben genießen / sich darin zu aalen und nicht nur asketisch, minimal und begrenzt seinem Dasein steif zu frönen.
Lebensmalerin, ich kenn ja deine Geschichte nicht gesamt und weiß auch nicht was für dich richtig / stimmig ist;
doch ganz spontan fiel mir das jetzt ein; vielleicht auch weil ich selbst einige Jahre in meiner Jugend an Anorexie / Bulimie litt, da war ich so alt wie du jetzt bist.
Alles Gute wünscht dir Mara
und lass uns doch teilhaben an deinen Erfahrungen, das interessiert mich wirklich!
Bechtis Thread möchte ich dir noch zum Lesen und zum Motivierenempfehlen, der gibt nicht auf, das gefällt mir sehr:
https://forum.rheuma-online.de/threads/mein-weg-mit-morbus-bechterew-bechti2go.58081/
und auf you tube gibs einiges von ihm