Hat jemand gestern den Themenabend auf Phoenix gesehen?
Das war auch wieder sehr aufschlussreich.
http://www.phoenix.de/content/phoenix/tv_programm/1?datum=2017-05-01&skip=3 (wer's noch schauen möchte)
Themen:
- Kann ich meinem Arzt vertrauen? Fragwürdige Diagnosen und unnötige Operationen
- OP gelungen, Patient tot. Lebensgefahr durch neue Krankenhauskeime
- Gefährliche Herzmedikamente. Wie Risiken verschwiegen werden
Interessant wieder die Verbandelungen und Knebelsituationen zwischen Pharmalobby und Ärzten/Kliniken - übrigens auch in Ethikkommissionen.
Klar, gibt es immer solche und solche, Ärzte mit integrer Moral und Ethik (wie die allerdings in unserem Medizinbetrieb überleben, ist mir schleierhaft. Geht wohl noch am besten in eigener Praxis) und amoralische bis sadistische oder alexithyme Wesen.
Money rules.
Das, plus die bisweilen wirklich bizarr kaiserzeitlich anmutenden und sich mancherorts erhalten habenden Hierarchien im Weißkittelwesen müssen wohl Gründe sein, weshalb da niemand rebelliert aus diesen Reihen - gegen das aktuelle System. Oder bekommt man davon öffentlich einfach nichts mit?
Ich erinnere mich nur an ein paar versprengte Demonstrationen, die locker aber 10 Jahre her sein können.
Natürlich prägen einen subjektive Erfahrungen. Das hat auch schon Peter Gabriel erkannt in Fourteen Black Paintings:
"Fourteen Black Paintings"
From the pain come the dream
From the dream come the vision
From the vision come the people
From the people come the power
From this power come the change
Peter Gabriel
Ist auch bei Sonka Mikich nicht anders gewesen und der Anlass/Antriebsmotor, sich auf Recherche (eine hervorragende, wie ich finde) zu begeben.
Missstände aufzudecken und Kritik zu üben, den Dreck nach oben zu kehren, heißt ja nicht zwangsläufig zu pauschalisieren. Dass allerdings sich "Muster" erkennen lassen, liegt in der Natur der Sache, denn "Systeme" funktionieren nur durch "Routinen" und Muster.
Wem natürlich innerer Halt verloren geht, wenn die rosa Welt mit schmutzigem Grau "verunreinigt" wird, der wehrt sich natürlich gegen jeden kritischen Gedanken und Fakt. Auch das funktioniert bereits seit Jahrtausenden bestens.
Nicht umsonst hängt man den Überbringer schlechter Botschaften und macht Kritiker mundtot.
(An dieser Stelle muss man sich schon mal die Frage stellen, weshalb zu den o.g. Sendungen, aber auch bei Mikichs Buch, beitragende, kritische Ärzte entweder anynomisiert mit Stimmverfremdung und Unkenntlichmachung auftreten, bzw. nur eremitierte, pensionierte Ärzte beitragen können oder wollen. Das allein ist doch bereits ziemlich bildgebend für das dahinterstehende System.)
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Was mich aktuell sehr umtreibt, sind die mehr oder minder heimlichen "Menschenexperimente", die aufgrund von Raffgier und Geltungssucht und Klüngelei betrieben werden. Ist wahrscheinlich genauso alt wie das Gesundheitswesen selbst, aber da mal den Zoom draufzuhalten, halte ich für absolut notwendig.
(An dieser Stelle das Stichwort "vielen neue Psychodiagnosen", für die man dann auch Medikamente herstellen und noch bessser: verkaufen kann.)
Es wäre noch schön und nett, mal besser über intensive ethische Auseinandersetzungen - und zwar wirklich unabhängige - über Fragen an sensiblen Zonen des Gesundheitsbereiches informiert zu werden. Ist eher selten, dass da auch was richtig Nennenswertes über die allgemeinen Medien zu finden ist.