Zwangstherapie?

Dieses Thema im Forum "Sonstige Medikamente und Schmerztherapie" wurde erstellt von mondbein, 27. April 2017.

  1. mondbein

    mondbein Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    29. Dezember 2006
    Beiträge:
    1.043
    Zustimmungen:
    216
    Ort:
    RLP, Westerwaldkreis
    Guten Abend allerseits,
    habe gerade diesen Artikel gelesen und fühle mich in die Vergangenheit zurückversetzt :mad: Ist es so schlimm, wie es sich für mich liest, oder hab ich da einen Denkfehler? :eek:

    http://www.kobinet-nachrichten.org/de/1/nachrichten/35883

    Danke fürs Lesen und beste Grüße
     
  2. Resi Ratlos

    Resi Ratlos Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    31. Januar 2016
    Beiträge:
    6.902
    Zustimmungen:
    4.921
    Guten Abend,

    ich lese die Pläne genau so schlimm, bin aber zuversichtlich, dass eine Verfassungsklage diese recht schnell und vor einer praktischen Umsetzung beenden wird ;)
     
  3. Chrissi50

    Chrissi50 Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    29. November 2016
    Beiträge:
    5.321
    Zustimmungen:
    3.616
    Ort:
    Nähe Ffm
    Voraussetzung ist, dass der Patient unter gesetzlicher Betreuung steht. Früher hieß das wohl entmündigt.
    War das nicht schon immer so, dass dann der Wille dieses Menschen nicht respektiert wurde?

    Für mich ein Ding der Unmöglichkeit, was mir Angst macht.
     
  4. Mni

    Mni Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    2.097
    Zustimmungen:
    12
    da müsste man sofort eine Petition einrichten und

    es weit weit weit publizieren, dass sich alle dagegen wehren!

    himmelangst kann es einem da werden.......

    danke für diese erschreckende INfo!!!
     
  5. roco

    roco Guest

    was hindert wen auch immer... ärzte und in den startlöchern stehende pharmakonzerne dann eigentlich noch daran, menschen, die im vollbesitz ihrer geistigen kräfte sind, dann mal eben unter betreunung zu stellen? eben weil sie keine einsicht in die therpienotwendigkeit zeigen?

    so nach dem motto: chemo/bestrahlung muss und wenn patient nicht will (zb. weil er erlebt hat, was chemo oder bestrahlung bis zum letzten tag/tod mit den patienten machen - und eben genau das nicht selbst durchmachen will) dann kann er nicht ganz dicht sein und muss unter betreuung ...

    genau das macht mir angst, iwann dürfen wir über nichts mehr selber entscheiden, nicht mal über unseren körper...

    und alles immer schön heimlich still und leise... was mich diese politik am volk vorbei ankotzt kann ich garnicht ausdrücken... :mad:
     
  6. O-häsin

    O-häsin Bekanntes Mitglied

    Registriert seit:
    8. April 2012
    Beiträge:
    1.136
    Zustimmungen:
    703
    Hallo,
    da wird mir Angst und Bange. Alles, was gedacht werden kann, kann irgendwann Wirklichkeit werden.
    Ob innerhalb oder außerhalb der Psychiatrie: der Arzt schläge vor, berät nur, der Souverän bleibt der Patient. Ein Psychiater, der sich nur unter Psychiatern aufhält, die alle die gleine Ansicht haben, ein widersprechender Patient sei nicht krankheitseinsichtig und deswegen könne man mit ihm nach sonst unüblichen (weil ohne Zustimmung verbotenen) Maßnahmen umgehen, wird bald wirklich daran glauben, es sei erlaubt. Wer kontrolliert denn dann den/die Psychiater, der behauptet, der Patient sei eben nicht krankheitseinsichtig, wenn er der Behandlung widerspricht? Was kann die Psychiatrie nicht alles erklären, und mit wieviel Erklärungsmodellen "beweist" sie uns "wissenschaftlich" in "unabhängigen" Gutachten, damit im Recht zu sein? Das ist keinesfalls auszuschließen. Dass in bestem Willen so gedacht und gehandelt wird, macht es nicht besser -im Gegenteil. Das ist für mich ne Sache des Respekt vor anderer Leben und So-Sein.

    Und das soll jetzt auf Schwerkranke außerhalb der Psychiatrie zugelassen werden? Auch der Staat ist niemandes Vormund, wie er auch nicht Garant fürs ewige Leben sein kann. Dann wäre ich wohl vor rd. 12 Jahren wegen Krankheitsuneinsichtigkeit leicht ein psychiatrischer Patient gewesen, weil ich ein Immunsuppressiva abgelehnt hatte -und das, weil ich keine Übersicht, keine Kenntnis zu Morbus Wegener, insofern auch keine Einsicht entwickeln konnte, unbehandelt aber innerhalb von ein paar Monaten hätte sterben können, was ich aber auch nicht wußte. Naja, das Beispiel hinkt ein bißchen. Jedenfalls hat der Arzt -trotz versuchter Aufklärung- meine Entscheidung respektiert. Diesen mir entgegengebrachten Respekt vor meiner Entscheidung rechne ich ihm hoch an.

    Welches Menschenbild steckt überhaupt hinter dem Gedanken von Zwangstherapie? Das eines (trotz Krankheit) noch freien und selbstbestimmten Geschöpfes mit innewohnenden Rechten? Sicher nicht. Das von Ärzten, die über einem Patienten stehen? Hm, möglich. Diese Rechte aber werden übrigens nicht vom Arzt verliehen, insofern sind sie auch nicht, von wem auch immer, zu nehmen. Mein zutiefst liberales Herz steht Kopf! Ich werde in meine Vorsorgevollmacht einen Passus zu Medikamentengaben und -ablehung aufnehmen, und der Bevollmächtigte ersetzt meine Krankheitseinsicht und gibt meiner Ablehnung für solche Situationen eine Stimme.
    LG
     
  7. Maggy63

    Maggy63 Kreativmonster

    Registriert seit:
    15. Februar 2011
    Beiträge:
    15.651
    Zustimmungen:
    6.984
    Ort:
    Niedersachsen
    Ich verstehe das so, dass es NUR die Patienten betrifft, die NICHT in der Lage sind, für sich Entscheidungen zur Therapie zu treffen. So z. B schwer geistig Behinderte, die sich über die Folgen einer Therapieverweigerung nicht im Klaren sind und sowas auch überhaupt nicht verstehen.
    Es wird in Zukunft niemand zu Therapien gezwungen, die er/sie nicht will,sofern er klar im Kopf und mündig ist.
    Um ganz sicher zu gehen, empfiehlt sich die Patientenverfügung.
    Man sollte dieses Thema nicht so sehr aufbauschen. Zwangstherapien waren für die entsprechenden Patienten schon in der Vergangenheit Praxis und werden das mit Sicherheit auch bleiben. Wer für sich selbst nicht entscheiden KANN, braucht auch einfach den Schutz von außen und da gehören medizinische Behandlungen dazu.
    Es reicht auch nicht, wenn der Betreuer oder Bevollmächtigte das gerne hätte, sondern muss angeordnet werden.

    http://m.aerzteblatt.de/print/135001.htm
     
  8. Chrissi50

    Chrissi50 Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    29. November 2016
    Beiträge:
    5.321
    Zustimmungen:
    3.616
    Ort:
    Nähe Ffm
    Mich erinnert sowas an die Vergangenheit unsres Landes.
    Ich darf da garnicht weiter drüber nachdenken.
     
  9. O-häsin

    O-häsin Bekanntes Mitglied

    Registriert seit:
    8. April 2012
    Beiträge:
    1.136
    Zustimmungen:
    703
    HI Chrissi,
    Voraussetzung kann auch eine gesetzliche Betreuung nicht sein. Auch diese Menschen haben Rechte. Und sie haben einen Betreuer, der sich -hoffentlich- in ihrem Sinne einsetzt. Insofern ist niemand ohne Stimme. In meinem früheren Berufsleben war ich -noch vor dem Betreuungsgesetz- Amts- Vormund oder -Pfleger, also gesetzlicher Vertreter für Erwachsene, die ihre Angelegenheit(en) nicht mehr allein regeln konnten oder geschäftsunfähig waren. Diese Menschen konnten vom Gesetz aus nicht mehr selbst entscheiden, und trotzdem waren sie nicht ohne Rechte. Seitdem das Betreuungsgesetz eingeführt ist, gibt es übrigens keine Entmündigung mehr. Diese Menschen können weiterhin alles selbst entscheiden, soweit nicht dem Betreuer ein Einwilligungsvorbehalt durch das Gericht zugestanden ist. Das wissen aber die meisten, Betreuer wie Betreute, Banken usw. nicht. Mit einer Vorsorgevollmacht erübrigt sich, mal nebenbei, eine gesetzliche Betreuung.

    Macht jemand von Euch eine Petition bei change.org auf? Ich wäre dabei. Muß nur der Gesetzentwurf vorliegen. Eine Einzelperson kann keine Petition machen, wenn sie nicht selbst in ihren Rechten sich eingeschränkt fühlt.
    LG o-häsin
     
  10. Chrissi50

    Chrissi50 Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    29. November 2016
    Beiträge:
    5.321
    Zustimmungen:
    3.616
    Ort:
    Nähe Ffm
    Zur Patientenverfügung kann ich nur sagen, dass meine Mama eine hatte. Sie hat sie bei der Krankenhausaufnahme abgegeben.
    Und ruckzuck wurde ihr über Nacht ein Schrittmacher eingesetzt, damit sie schön langsam sterben konnte, und ihr nix erspart blieb. Das Herz war ja nun stark.....

    Meine Schwester wusste, dass sie bald sterben wird und hat bei der Notdienstzentrale sogar eine Kopie der Verfügung hinterlegt. Auch ihr Pfleger hat sie im Original beim Notarzt vorgelegt.
    Sie wurde fast 2 Stunden versucht wiederzubeleben, durfte leider nicht in Ruhe sterben.

    Nee, mit Rücksicht braucht keiner zu rechnen.
     
  11. roco

    roco Guest

    wie ich schon schrieb... entscheidet ja nicht der patient, ob er in der lage ist, eine entscheidung zur therapie zu treffen... jedenfalls besteht immer noch die möglichkeit, das ANDERE entscheiden, ob man klar im kopf ist...

    und "es wird niemand zu therapien gezwungen..." ... woher nimmst du diese garantie? aus dem selben topf wie die garantie "die renten sind sicher" ???

    ich sag nur aufpassen... das ärzte oder der staat entscheiden, wie menschen behandelt werden (müssen) gabs schon mal... und das nicht nur für geistig eingeschränkte menschen...
     
  12. O-häsin

    O-häsin Bekanntes Mitglied

    Registriert seit:
    8. April 2012
    Beiträge:
    1.136
    Zustimmungen:
    703
    Also, Zwangstherapien waren auch früher für "entsprechende Patienten" nicht einfach üblich -es sei denn in der früheren Sowjetunion. Immerhin entnimmt man dem Artikel aus dem Ärzteblatt doch schon einige Hürden nach dem Urteil. Da hat man für den Patienten eben Vorbehalt eines Richters, statt eines Betreuers, als Entscheider über die Argumente des Arztes eingesetzt, der dabei einiges vorzutragen und zu begründen hat.
     
  13. Resi Ratlos

    Resi Ratlos Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    31. Januar 2016
    Beiträge:
    6.902
    Zustimmungen:
    4.921
    Ich schließe mich Maggy an, dass man jetzt nicht vorauseilend ein Thema aufbauschen sollte, über das noch niemand genau informiert ist.
    Die Vergleiche mit einer früheren Zeit finde ich unpassend - aber das ist nur meine Meinung.

    Eine Patientenverfügung hat keine allumfassende Gültigkeit; oft ist sie unzureichend präzise formuliert und beinhaltet die Situationen gar nicht, in denen sie gefühlt "ignoriert" wurde, was dann zwar menschlich im Einzelfall tragisch sein kann, aber juristisch korrekt ist.
    Die beste Vorsorge ist die, sich frühzeitig damit auseinander zu setzen und verantwortliche "Entscheider" an Patienten Statt festzulegen - genau daran hapert es oft.
    Es ist sicher ein sehr komplexes und sensibles Thema, ich bin mir aber ziemlich sicher, dass es keine Zwangsbehandlung geben kann und wird.
    Einer solchen dürfte das Selbstbestimmungsrecht entgegen stehen.

    Mir ist übrigens real in über 38 Jahren Umgang mit sehr vielen Chemotherapiepatienten noch kein Zwangsbehandelter begegnet....oft ist der seelische Hintergrund schwierig und die (soziale, familiäre, existenzielle etc.) Gemengelage kompliziert. Es gab auch vor 30 Jahren schon von Betroffenen abgelehnte und infolge dessen nicht erfolgte Chemotherapien!
     
  14. roco

    roco Guest

    ja eben... NOCH hat patient das recht, selbst zu entscheiden, ob er zb. eine chemo machen will ... ich befürchte allerdings, das der weg immer weiter geebnet wird, menschen auch gegen ihren willen in und zu bestimmten behandlungen zu drängen/zwingen... die er nicht will...

    bedingungen können sich ändern und am wenigsten einfluss, ob mangelnden wissens, da ja wie hier, oft gesetze geändert/erlassen werden, ohne das die bevölkerung informiert, geschweige denn eingebunden ist, haben die patienten/ die bevölkerung, deshalb meine befürchtung, das im falle der "normale - nicht unter betreuung stehende patient" zeigt fehlende einsichts"fähigkeit" in ärztl. behandlungen ... er eben einfach mal unter betreuung gestellt wird.

    denn wer schätzt denn diese "fähigkeit" ein? nicht der patient, nicht die familie... sondern der arzt, der behandeln will, warum auch immer...

    und mit dieser befürchtung bin ich ja nicht allein...

    und richter werden, wenn sie wählen müssen zwischen den aussagen der patienten und denen des arztes/der ärzte (denn von denen wird keiner seinen kollegen widersprechen) wohl eher den ausführungen des arztes zustimmen...

    bei allem, was sich in den letzten jahrzehnten für den normalen menschen verschlimmbessert hat trau ich denen da oben alles zu...
     
  15. Maggy63

    Maggy63 Kreativmonster

    Registriert seit:
    15. Februar 2011
    Beiträge:
    15.651
    Zustimmungen:
    6.984
    Ort:
    Niedersachsen
    Ich würde da jetzt nicht grad den Untergang des Abendlandes reininterpretieren. Es wurde und wird Keiner zwangsbehandelt, nur weil er/sie nicht will und die Behandlung ablehnt! Da muss man schon mal die Kirche im Dorf lassen.
    Es geht um Diejenigen, die nicht für sich entscheiden KÖNNEN,und nicht um die, die nicht WOLLEN.
    Stellt doch das jetzt bitte nicht so hin, als ob wir in Zukunft alle aufpassen müssen, dass wir nicht auf der Straße weggefangen und in irgendeinem Verließ mit Frankensteins Methoden 'therapiert' werden.
    Es kann auch nicht Jeder daherkommen und bestimmten, dass XY jetzt dringend irgendeine Behandlung bekommen muss.
    Bevor hier große Aufregung aufkommt, bitte erst mal genau informieren.
     
    Lagune gefällt das.
  16. roco

    roco Guest

    tut mir leid, aber in einem anderen forum wird das grade heiss diskutiert...

    da ist die mutter einer userin, die berichtet, wie seit einem jahr immer wieder die pat.verfügung der mutter missachtet wird. die mutter war altenpflegerin (wusste also, was alles passieren kann/könnte) ... und hat genauestens beschrieben, in welchen fällen was gemacht oder gelassen werden soll.obwohl ein richter, nach mehreren gutachten angeordnet hat, das sie einzuhalten ist.

    da "verschwindet" dieses schriftstück ständig, oder der grade behandelnde arzt ist der meinung, das der "fall" auf den sich das dokument bezieht noch garnicht eingetreten ist... OBWOHL das gerichtlich festgestellt wurde... usw... das ganze liest sich wie ein sehr sehr schlechter film...

    das zeigt mir, dass schon heute der mensch, selbst wenn er im noch gesunden zustand vorkehrungen trifft, überhaupt nichts zu entscheiden hat.
     
  17. käferchen

    käferchen Guest

    Genau solche Themen sind gutes Futter für diverse Gruppen und Foren, da gibt es massig Leute die berichten können. "Ich kenn´ da wen, der hat gesagt....." finde ich immer schwierig, weil man meistens die Person nicht persönlich kennt und auch nicht wirklich Kenntnis von der Situation hat, und die ist nur sichtbar wie die Person sie schildern möchte. Ob sie inhaltlich auch so stimmt bleibt immer dahin gestellt.

    Die Beiträge von Maggy und Resi Ratlos bringen es genau auf den Punkt. Leider sind die viele nicht wirklich informiert, auch wie die Rechtslage heutzutage aktuell ausschaut. Und wie Resi Ratlos schreibt, häufig sind Patientenverfügungen nur sehr vage ausgefüllt und decken im Ernstfall juristisch nicht die Bereiche ab, die der Ersteller sich gerne gewünscht hätte. Auch da hilft eine umfassende Information und ein Austausch, der auch die nächsten Angehörigen/Freunde mit einbezieht, die im Ernstfall bei wichtigen Entscheidungen zur Seite stehen oder entscheiden müssen.

    Viele Grüsse
    Käferchen
     
  18. roco

    roco Guest

    ich bin allgemein bei foren auch vorsichtig... aber ich denke, ich kann auch gut einschätzen, ob ein forum seriös ist... rheuma online ist ein seriöses forum... das von mir angeführte beispiel kommt auch aus einem seriösen forum. und mittlerweile haben sich da noch mehr user mit ähnlichen erfahrungen gemeldet.

    und von vagen formulierungen zu sprechen, wenn selbst richterlich verfügt wurde, das die pat.verfüg einzuhalten ist ... finde ich dann schon vermessen...

    meinetwegen bleibt bei eurer meinung, das schon alles nach recht und gesetz abläuft... bis ihr selber in der misere steckt.
     
  19. chrissi48

    chrissi48 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    1. Oktober 2004
    Beiträge:
    252
    Zustimmungen:
    2
    ich habe mal eine schlimme Erfahrung im KH gemacht, ich war da wegen einer Magendarmgrippe.
    ein 3 Bettzimmer, waren aber nur 2 Betten belegt, ich und noch eine Patientin, der es auch nicht gut ging (logisch sonst wäre man ja nicht im KH)
    mitten in der Nacht wurde ein Notfall eingeliefert , da kein anderes Zimmer für einen Notfall frei, wurde der Patient zu uns verlegt.
    wir unterhielten uns leise, wir sind ja aufgewacht.
    da pfiff uns der Arzt an, wir sollen MITTEN in der Nacht hinausgehen.
    wir taten das ungern, aber nun ja, wir setzten uns dann in die Besucherloge hin und warten,
    und unterhielten uns, was das doch für eine Frechheit von dem jungen Arzt wäre, uns so zu behandeln.
    da kam der Arzt und sagte, wenn wir uns nicht sofort!! ruhig verhalten, dann würde er uns ins Bezirkskrankenhaus einliefern in die Psychiatrie.
    das war der absolute Hammer. Macht ausspielen!!
    was blieb uns anders übrig, als die halbe Nacht im Gang zu warten, es war WE
    der Patient wurde schließlich dann doch in ein anderes Zimmer verlegt.
    da ich sowieso kurz vor der Entlassung war, habe ich beschlosen , das WE daheim zu verbringen, bin dann am Montag wieder in die Klinik eingerückt und habe meiner Ärztin den Vorfall gemeldet.
    Dieser Arzt wurde dann angemahnt.
    jedenfalls ich meine durch so ein Gesetz, wer will denn bitte sagen, ob der Patient denn wirklich unmündig ist?
    wenn wieder so ein Arzt daherkommt, der meint er sei der Halbgott in Weiss, dann kann ich nur sagen. Gnade euch Gott!
     
  20. käferchen

    käferchen Guest

    roco, ob ein Forum seriös oder nicht ist hat doch keinen Einfluss darauf, was Mitglieder schreiben. Wenn ich jemanden, den ich nur virtuell durch ein Forum kenne gut leiden mag heisst das doch noch lange nicht, dass die Beiträge auch immer völlig korrekt dargestellt sind.
    Das mag aber jeder für sich selbst beurteilen.

    Was wird in einer Patientenverfügung denn richterlich verfügt? Es gibt unzählige Fassungen, von selbstgebastelt über Vordrucke kirchlicher Organisationen bis hin zu Vordrucken aus deutschen Ministerien. Und häufig ist es einfach so wie Resi Ratlos schreibt, dass eben nicht immer alles so umfassend aufgeführt ist wie der Patient sich eine Behandlung wünscht oder nicht. Von daher darf man das auch nicht verallgemeinern. Ist halt ein sehr komplexes Thema.

    VG
    Käferchen
     
  1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden