Gestern nachmittags war mein Termin in der Praxisklinik Dr. Ibrahim (fachübergreifende ambulante Schmerzklinik).
Mit im Gepäck waren meine relevanten Unterlagen, ein "Foto", wo die Nadeln der PRP Eigenbluttherapie saßen, ein Auszug aus meiner Akte vom Hausarzt, meine eigens geschriebene Anamnese und Medikamentation mit Allergien. Von dieser Vorbereitung war er begeistert.
Schon beim Betreten des Behandlungszimmers begrüßte mich ein sehr sympatischer Mensch, der freundlich und empatisch auf gleicher Ebene mit mir kommunizierte.
Zu meinen ganzen "Zipperlein" meinte er, daß ich schon ganz schön viel durch habe und wir der Priorität entsprechend vorgehen sollten.
Er stellte Fragen, hörte geduldig zu, erörterte mir meine Möglichkeiten und begründete seine Empfehlung, wie wir weiter vorgehen.
Zum Morbus Bechterew untersuchte er mich zwar recht kurz, aber bestätigte mir, daß ich eindeutig MB habe.
Da ich Arcoxia nicht mehr vertrage, erhielt ich eine Überweisung in Rheumatologie des Endokrinologikums München, um mich auf ein anderes Basismedikament einzustellen.
Das ISG selbst wird mittels der endoskopischen joimax OP-Methode behandelt:
1. zur endoskopischen Denevierung wird nach einem kleinen Hautschnitt das Gewebe sanft gedehnt
2. die schmerzleitende Nerven, welche für die Schmerzmeldung verantwortlich sind, werden mit Hilfe einer Radiofrequenz-Sonde durchtrennt
Diese Methode wendet er nur an, wenn es keinerlei Versteifung der Wirbelsäule gab.
Die Termine für die OP Vorbereitung und OP, Überweisungen und Einweisung in die Clinic Dr. Decker erhielt ich gleich vorort.
Sollte ich noch irgend welche Fragen haben, darf ich ihn sehr gern damit telefonisch belästigen.
3 Tage nach diesem Eingriff darf ich wieder heim. Bis dahin kann ich vielleicht den Botanischen Garten (ist in der Nähe) erkunden ... wenns dann geht.
Dann wurde mir eine stationäre AHB empfohlen, die ich sehr gern annehmen werde, um wieder fit zu werden.
Wenn das alles erledigt ist, schaun mer ma, was bei den Schmerzmedis noch gedreht werden kann.
Um das Ibu 800 tgl. zu vermeiden, verschrieb er mir Naproxen 500.
Trotz der über 500 (mit-)gefahrenen Gesamtkilometer geht es mir heute viel besser, als nach meinen letzten, fast gleich langen Fahrten nach Ravensburg.

Diese eingeschlagene Linie weckt meine Hoffnung, jetzt endlich den "richtigen" fachlich kompetenten Arzt gefunden zu haben.
Mein Lebensgefährte bemerkte auch gerade, daß ich viel besser drauf bin, als die letzten Wochen.
Der Juni ist für mich mit Terminen gepflastert!
14.6. Darmspiegelung
17.6. OP-Vorbereitung in München Schwabing
21.6. Op München Schwabing