Umstieg von Bedarf auf Biologika- oder nicht?

Hallo Tris, ich stand letztes Jahr vor der gleichen Entscheidung: MTX hatte bei mir nicht gewirkt. Unter Leflunomid waren die Schmerzen deutlich weniger, aber die Nebenwirkungen für mich unakzeptabel (Blutdruck ging in die Höhe)
Ich bin dann auch ins MRT und der Befund war ähnlich wie deiner; keine Gelenksschäden, leichte Entzündungszeichen an Sehnen bzw Ergüsse. Daraufhin habe ich mich mit 3 verschiedene Ärztinnen (Hausärztin, Orthopädin und Rheumatologin) beraten. Alle 3 waren der gleichen Meinung. Bei dem leichten Verlauf wollten sie die Risiken einer medikamentösen Behandlung mit Biologika nicht nehmen. Ich beobachte jetzt meine Schmerzen, und bei plötzliche Verschlechterung (dick, rot, stärkere Schmerzen) gehts sofort zur Ärztin. Ansonsten jährliche Kontrolle mit Ultraschall.
wünsche dir alles Gute
 
Hallo Tris, ich stand letztes Jahr vor der gleichen Entscheidung: MTX hatte bei mir nicht gewirkt. Unter Leflunomid waren die Schmerzen deutlich weniger, aber die Nebenwirkungen für mich unakzeptabel (Blutdruck ging in die Höhe)
Ich bin dann auch ins MRT und der Befund war ähnlich wie deiner; keine Gelenksschäden, leichte Entzündungszeichen an Sehnen bzw Ergüsse. Daraufhin habe ich mich mit 3 verschiedene Ärztinnen (Hausärztin, Orthopädin und Rheumatologin) beraten. Alle 3 waren der gleichen Meinung. Bei dem leichten Verlauf wollten sie die Risiken einer medikamentösen Behandlung mit Biologika nicht nehmen. Ich beobachte jetzt meine Schmerzen, und bei plötzliche Verschlechterung (dick, rot, stärkere Schmerzen) gehts sofort zur Ärztin. Ansonsten jährliche Kontrolle mit Ultraschall.
wünsche dir alles Gute

Hi @blauw

Was nimmst du denn dann bei den Schmerzen für Medikamente?

Lg Tris
 
Hi @blauw

Was nimmst du denn dann bei den Schmerzen für Medikamente?

Lg Tris
Brauche kaum etwas; ich habe ein Tens-Gerät welches ich viel benutze an den Handgelenken und Ellbogen. Wenn‘s ganz dolle ist nehme ich IBU 600. Das hat meine Rheumatologin mir verschrieben; brauche ich maximal 1 mal im halben Jahr :-)
 
Brauche kaum etwas; ich habe ein Tens-Gerät welches ich viel benutze an den Handgelenken und Ellbogen. Wenn‘s ganz dolle ist nehme ich IBU 600. Das hat meine Rheumatologin mir verschrieben; brauche ich maximal 1 mal im halben Jahr :)
Naja, wenn ich nur maximal 1 mal im halben Jahr ein Schmerzmittel bräuchte, dann würde ich vermutlich auch kein Biologikum nehmen. Leider ist es so bei mir nicht und ich bin so froh das ich Cosentyx bekomme und es mir so gut hilft.
 
Brauche kaum etwas; ich habe ein Tens-Gerät welches ich viel benutze an den Handgelenken und Ellbogen. Wenn‘s ganz dolle ist nehme ich IBU 600. Das hat meine Rheumatologin mir verschrieben; brauche ich maximal 1 mal im halben Jahr :)

Ah ok. Da brauche ich leider deutlich öfter etwas.:/ Danke dir :)
 
Tris,mir hilft Remicade als Basis sehr,sehr gut ( nicht nur bei den Gelenken auch bei der Wirbelsäule) und wenn es mal sein muß nehme ich Etoricoxib.
 
Hallo, Tris,

ich hatte im Herbst 2022 ein ganz ähnliches Problem:

Ich habe RA und nur wenig Beschwerden. Seit der Diegnosestellung 2019 im Februar (Erkrankungsbeginn war August 2018) nehme ich MTX-Spritzen, initial etwas höher dosierut und in Kombination mit Prednisolon, seit Anfang 2020 ohne Predni und in niedrigerer Dosierung (wegen Nebenwirkungen bei der höheren Dosis). Und hatte ich drei Schübe: 2020, 2021 und 2022. Einmal pro Jahr - dieses Jahr am längsten, der ging über sechs Monate. Da hab ich das Predni raufgesetzt auf 15-20 mg am Tag, brauchte aber keine Schmerzmittel. Laufen ging halt schlecht, weil die RA in meinen Fußgelenken tobte, hab aber trotzdem jeden Tag mit meinem Hund tapfer um die 10 km zurückgelegt.

Ich habe dann im August 2022 Adalimumab (Imraldi), einen TNF-alpha-Hemmer, ausprobiert, weil MTX alleine offensichtlich nicht ausreichte und meine rheumatologin es vorgeschlagen hatte, damit Ruhe inmeine RA kommt. Zwei Anwendungen waren das, also zwei Spritzen. Wenn es geklappt hätte, wäre das eine tolle Alternative gewesen, nur noch alle 2 Wochen spritzen und beschwerdefrei sein. Ich bekam aber recht starke NW und daher ging das nicht. Dann schlug meine Rheumatologin JAK-Hemmer vor - auch Biologika aber mit noch stärkerer Immunsuppression und noch mehr und häufigeren Nebenwirkungen.

Ich hab mich dann gefragt: JAK-Hemmer haben echt viele und fiese Nebenwirkungen - MTX tut mir in der aktuellen Dosis nix. Wenn ich Prednisolon hinzugebe, komme ich bestimmt auch ohne Schub klar. Viele Menschen nehmen jahrzehntelang 5 mg Predni am Tag, ohne dass was passiert. Die Nebenwirkungen von Kortison gehen überwiegend wieder weg. Krebs löst es gar nicht aus. Die Immusuppression geht auch. Vermutlich hätte ich es nie absetzen sollen - wollte aber meine damalige Rheumatologin.

Ich habe dann zu meiner Rheumatologin gesagt: Wenn ich mich kaum noch bewegen könnte und/oder stärkste Schmerzen hätte, gegen die nichts hilft, wenn ich Komplikationen der RA hätte, die sich nicht beherrschen lassen, dann würde ich weiter mit Biologika herumprobieren, weil mir die Nebenwirkungen egal wären. Mein persönlicher Nutzen wäre viel größer als die Angst vor den Nebenwirkungen bzw. die Hauptwirkung wäre die Nebenwirkungen wert. So komme ich aber gut klar, ich bleibe in Beobachtung - die Biologika laufen mir ja nicht weg - und erst, wenn ich den vorgeschilderten Kipp-Punkt erreiche, dann wechsle ich. Und dann auch mit Überzeugung :)

Vielleicht hiflt Dir das ein wenig ....?

Liebe Grüße
Sibylle
Ich habe dann im August 2022 Adalimumab (Imraldi), einen TNF-alpha-Hemmer, ausprobiert, weil MTX alleine offensichtlich nicht ausreichte und meine rheumatologin es vorgeschlagen hatte, damit Ruhe inmeine RA kommt. Zwei Anwendungen waren das, also zwei Spritzen. Wenn es geklappt hätte, wäre das eine tolle Alternative gewesen, nur noch alle 2 Wochen spritzen und beschwerdefrei sein. Ich bekam aber recht starke NW und daher ging das nicht.
 
habe dann im August 2022 Adalimumab (Imraldi), einen TNF-alpha-Hemmer, ausprobiert, weil MTX alleine offensichtlich nicht ausreichte und meine rheumatologin es vorgeschlagen hatte, damit Ruhe inmeine RA kommt. Zwei Anwendungen waren das, also zwei Spritzen. Wenn es geklappt hätte, wäre das eine tolle Alternative gewesen, nur noch alle 2 Wochen spritzen und beschwerdefrei sein. Ich bekam aber recht starke NW und daher ging das nicht.
 
Hallo,
dein Beitrag ist schon länger her. Ich Spritze auch das 3. mal Adalimumab und habe heftige Nebenwirkungen. Mir schlägt es auf das ZNS.
Darf ich fragen welche Nebenwirkungen du hattest?
LG
 
Das wird schon noch :-)
Wenn du dich auf einen User beziehen möchtest, kannst du das auch mit @Zwerglein68 machen oder eben als Zitat und dann nicht abschicken, sondern erst deinen Beitrag schreiben.
Wenn noch Fragen, melde dich gerne.
 
Hallo,
dein Beitrag ist schon länger her. Ich Spritze auch das 3. mal Adalimumab und habe heftige Nebenwirkungen. Mir schlägt es auf das ZNS.
Darf ich fragen welche Nebenwirkungen du hattest?
LG

Hallo und willkommen hier,

ich hatte schon kurz nach der ersten Spritze:
  • Eine Art Darmatonie (Störung der Innervation des Darmes) mit starkem Meteorismus (aufgeblähter Bauch, krampfartige Schmerzen - hab mich gekrümmt vor Schmerzen). Die Symptomatik verstärkte sich nach der zweiten Spritze. Habe dagegen Sab Simplex genommen, damit ließ es sich ertragen. Nur Abführen ging kaum, weil der Darm nicht mehr richtig funktionierte.
  • Nach der ertsen Spritze nur vereinzelte, nach der zweiten dann zahlreiche sehr dunkle Blutergüsse an den Unterarmen. Eine Blutuntersuchung ergab eine leicht reduzierte INR (Marker der Blutgerinnung, misst die in der Leber produzierten Gerinnungsfaktoren) im Sinne einer geringen Leberschädigung.
  • Wie bei allen allergischen Reaktionen zunehmendes Taubheitsgefühl und Gefühl der Schwellung der linken Gesichtshälfte und anschwellende Mundschleimhäute (hab dagegen 2 Tage lang Prednisolon 20 mg eingenommen, damit daraus kein Quincke-Ödem wird). Neu war allerdings, dass der Trigeminus beeinträchtigt war: Ich konnte den linken Mundwinkel nicht mehr anheben, hab sogar beim Trinken gesabbert :( Die Zunge war linksseitig taub und die linke Wange von innen auch. Das war etwa so, wie beim Zahnarzt nach eienr Lokalanästhesie. Das ging nur ganz langsam über Wochen weg. Eine deswegen durchgeführte MRT ergab aber keine Schädigung der Hirnnerven. Habe auch nichts nachbehalten.
Achso: Ich habe seit 2018 eine RA vermutlich in Kombination mit einer PsA, bin inzwischen in der Postmenopause und nehme 10 mg MTX pro Woche plus 5 mg Prednisolon. Als ich das Adalimumab ausprobiert habe, habe ich nur das MTX weggelassen und habe auch mehr Prednisolon (10 mg) eingenommen, weil ich zu der Zeit einen schon seit 3 Monaten laufenden, recht hartnäckigen Schub hatte, der übrigens nach der ersten Dosis MTX 7 Tage nach der letzten Dosis von Adalimumab rasant schnell abklang.

Ich hoffe, das hilft Dir ein wenig. Adalimumab ist bekannt dafür, dass es neurologische Nebenwirkungen macht - deswegen hat meine Rheumatologin mich auch zum MRT geschickt. Solche Nebenwirkungen sind also ein guter Grund, um es abzusetzen ...

Viele Grüße und alles Gute
Sibylle
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Isabeau,
danke deine Erfahrung hilft mir. Wie ist deine Medikation denn heute?
Mtx hatte ich und musste abgesetzt werden wegen hohe Leberwerte und extremen starken Haarausfall. Danach bekam ich Leflunomid, leider sehr hohen Blutdruck.
Jetzt versucht man es mit Adalimumab.
Mein Problem ist nicht nur die seropositive rheumatoide Arthritis, sondern sehr wahrscheinlich auch das Sjögren Syndrom.
Trockene Schleimhäute, dadurch auch immer wieder starke einseitige Schluckbeschwerden. Die bei 15 mg Cortison weg gehen.
Ich weiß nicht, ich bin in der Rheumaambulanz. Als ich dort auf meine Halsschmerzen angesprochen habe ob diese auch mit Rheuma zusammen hängen könnte, hat man es verneint. Ich dagegen habe mich anderes belesen, dass auch Halsschmerzen mit Rheuma zusammen hängen kann und auch vorkommt.
Mein HNO ist der Meinung, dass die Halsschmerzen mit meinem Rheuma zusammen hängen.
LG
 
Hast du die Halsschmerzen jetzt als Nebenwirkung oder was meinst du mit "Mir schlägt es auf das ZNS"?

Ich habe oft Schluckbeschwerden auf einer Seite, die sich anfühlen wie einseitige Halsschmerzen. Ich weiß inzwischen, dass es Schmerzen sind, die vom Kiefergelenk kommen. Eine echte Halsentzündung würde man ja sehen (ist bei mir nicht der Fall).
Und kämen die Beschwerden von einer trockenen Schleimhaut, dann müsste es ja logischerweise auf beiden Seiten Schmerzen.
 
Ich schließe mich Clödi an.
Bei trockenen Schleimhäuten wären die Schmerzen überall. Nimmst Du evtl. Asthma-Spray? Ich kenne das von mir (und meinem Mann): Wenn wir des Öfteren Salbutamol-Spray nehmen, wir sind beide Pollenallergiker und ich bekomme Asthma bei hohen Ozonwerten oder starker Kälte, gibt es punktuelle "Halsschmerzen" ganz weit oben, fast vor dem Gaumensegel. Die fühlen sich schon heftig an, gehen aber weg, sobald man das Spray weglässt. Ich würde bei Dir eher auch auf irgendetwas Äußeres schließen.
ZNS-Symptome wären neurologische Ausfälle und die machen sowas nicht. Wenn der Hirnnerv ausfallen würde, der die Schleimhäute im Hals versorgt, wäre die Stelle taub oder Du hättest ziehende Schmerzen, ähnlich wie beim Ischias. Helfen denn normnale Schmerzmittel gegen die Halsschmerzen? Also Ibuprofen oder Paracetamol?
 
Achso: Jetzt nehme ich nur noch 10 mg MTX pro Woche subkutan und 5 mg Prednisolon täglich oral und werde nach den Feiertagen mal wieder versuchen, auf 4 mg herunter zu gehen. (Das ist mit meiner Rheumatologin so abgesprochen.)
Aber ich glaube nicht, dass wir unsere Medikationen untereinander vergleichen sollten, weil die bei jedem anders und individuell ist. Jedenfalls habe ich diesen Eindruck bekommen.
 
Hast du die Halsschmerzen jetzt als Nebenwirkung oder was meinst du mit "Mir schlägt es auf das ZNS"?

Hallo Clödi,
ich habe schon seit August einseitige Halsschmerzen. Alle Untersuchungen waren ohne Befund. Ich hatte erst rechtszeitige Halsschmerzen, als ich die 1. Gabe Adalimumab bekommen hatte waren sie zwei Tage später weg. Dann 10 Tage später kamen erneut Halsschmerzen, aber auf der linken Seite.
Die 2. Gabe hat bisher gegen die Halsschmerzen nicht geholfen.
Ich denke das Adalimumab schlägt mir auf ZNS, weil ich danach extreme Unruhe, Herzklopfen und mein ganzer Körper zuckt ab und zu ganz zusammen.
Nach 2-4 Tage wird es besser. Ich werde die nächste Spritze nochmal versuchen, sollte ich weiterhin diese Nebenwirkungen haben, werde ich es wohl absetzen.
LG
 
Zurück
Oben