Also, um mal wieder zum Thema zurück zu kommen

....ich werde durch MTX erst mal nicht müde, sondern aufgekratzt. Aus diesem Grund spritze ich mir das Zeug auch möglichst früh, damit ich mich bis abends ausgezappelt habe. Am Tag danach bin ich dann in der Tat etwas müder als sonst, aber das dauert nach reichlich Matchatee und MSM-Einnahme nicht besonders lange an. Den Rest der Woche fühle ich mich in der Regel gut und eigentlich besser, als vor meiner Rheumadiagnose.
Ich habe den Eindruck, dass diejenigen, die berentet sind bzw. nur noch stundenweise arbeiten immer am meisten rumjammern wegen Müdigkeit und Abgeschlagenheit. Ich weiß auch nicht, aber ich habe gar keine Zeit großartig darüber nachzudenken, wie müde ich mich eigentlich fühle. Ich arbeite Vollzeit und jede Woche mindestens 4 Stunden darüber hinaus, damit ich 2 Tage pro Monat Überstunden abfeiern kann. Wenn ich nach Hause komme, dann ist für mich nicht Schicht im Schacht, sondern dann wird gekocht und Tiere versorgt und mit Freunden weggegangen und manchmal noch eine Runde ausgeritten. Wenn ich dann um 23.00 Uhr oder später ins Bett gehe, dann fühle ich mich müde und abgeschlagen und mir tut dies oder das weh, aber ich denke, das ist dann kein Wunder.
Andererseits gibt mir das aber auch wieder Auftrieb, weil ich stolz darauf bin, trotz meiner Handicaps, die ich durch die Krankheit habe, mein Leben zu leben, so wie ich es will. Das ist jeden Tag ein kleiner Sieg und das ist so gut für die Psyche. Wenn man sich überhaupt nicht mehr fordert und alle Einschränkungen, die die Krankheit mit sich bringt als Gott gegeben hinnimmt, zieht einen das immer weiter runter. Weiter oben wurde es glaube ich schon gesagt.....
diese Müdigkeit ist sehr oft auch psychisch und deshalb sollte man da ansetzen, indem man seine persönlichen Möglichkeiten peu à peu wieder ausbaut statt Schritt für Schritt immer weiter zurück zu fahren. Auch kleine Erfolge im täglichen Leben geben einem ein gutes Gefühl und machen innerlich zufrieden, mutiger und leistungsfähiger.