So, wieder ein paar Facharzttermine hinter mich gebracht. Mal sehen, ob ich alles halbwegs geordnet niedergeschrieben bekomme.
Der Onkologe meint, dass der Tumor in meinem Rückenmuskel sehr wahrscheinlich gutartig sei. Sicherheitshalber lässt er aber einige Blutwerte testen und in drei Monaten soll ein Kontroll-MRT gemacht werden. Sollte der Tumor sich bis dahin in Größe und/oder Form auffällig verändern, dann soll er entfernt werden. Vorher erstmal nicht, denn er liegt so tief im Muskel, dass bei einer OP sehr viel zerstört werden würde.
Heute fiel sozusagen der Startschuss zur Beantragung der Lipidapherese. Ich weiß nicht, ob die Ärzte alle Unterlagen noch rechtzeitig für die Ärztekonferenz im Juni fertig bekommen. Aber spätestens bei der Konferenz im September wäre ich dabei, sagte die Nephrologin heute. (Diese Ärztekonferenz wegen der Beantragung der Kostenübernahme findet leider nur so selten statt.) Wenn der ganze Papierkram durch ist werde ich wohl noch eine OP über mich ergehen lassen müssen: Für die Apherese soll ich einen sogenannten Shunt bekommen, kann aber zum Glück wohl ambulant gemacht werden. Und dann heißt es für mich jede Woche an einem Tag drei Stunden Blutwäsche. Dafür muss ich dann jedes mal nach Cottbus.
Letzte Woche war ich ja zur neurovaskulären Sprechstunde in der Uniklinik Dresden. Vor dem Gespräch mit dem Neurologen wurde nochmals ein Doppler-Ultraschall von den Halsschlagadern gemacht. Ergebnis: Bestätigung der Carotisstenose rechts, weitere Stenosen (irgendwo rechts auch eine Knickstenose) und links nun doch eine Dissektion (von der Ärztin festgestellt und bei Kontrolle durch ihren Kollegen bestätigt). Und im Gespräch hinterher fragte mich der Neurologe, ob ich mich an einen Sturz oder Schlag erinnern könne. Da gab es jedoch nix. Also genauso wenig ein Trauma, wie bei meinen Rippenfrakturen. O-Ton des Arztes: "Ihr Fall erscheint mir so komplex, ich glaube, ich könnte mich jetzt den ganzen Tag mit ihnen befassen." Natürlich war dafür ja keine Zeit. Er meinte, er würde sich mit seinem Oberarzt besprechen und dann bekäme ich Post. Und heute früh war der Brief da: Stationäre Aufnahme am 16. 06., Einweisungsschein habe ich von meiner Neurologin schon bekommen.
Mein Ärztemarathon heute führte auch wieder mal zur Schmerztherapeutin. Hab ihr alle Neuigkeiten berichtet und wieder für verzweifeltes Kopfschütteln gesorgt. Sie fragte mich, ob ich einverstanden sei, mich mal in ihrer "Schmerzkonferenz" vorzustellen. Da sind dann wohl mehrere Ärzte anwesend, auch meine Neurologin. Ich glaube, ich hab nix zu verlieren, also habe ich zugesagt.
So... ich glaube, das wär erstmal alles. Reicht ja auch...
LG Kaschu