Moin Mädels! Nach einer grässlichen und völlig überflüssigen Woche bin ich seit gestern Nachmittag endlich wieder zuhause.
Das einzige 'Erfolgserlebnis' ist jetzt, dass die Langzeitmessung ergeben hat, dass der Blutdruck zu niedrig ist. Also das Ramipril erstmal reduzieren und nach zwei Wochen gegebenenfalls ganz weglassen.
Ich erwähne jetzt mal nicht, dass ich in den letzten Monaten schon diverse Ärzte darauf angesprochen habe...
Vom ersten Moment an musste ich mir wieder die Fragen und Vermutungen gefallen lassen, ob es nicht an meiner Psyche liegen könnte...
Dann ging es damit weiter, dass ich drei Frauen ins Zimmer gelegt bekam, von denen eine schlimmer als die andere hustete und röchelte.
Eine davon hatte COPD, die beiden anderen aber eine Lungenentzündung.
Ich habe also die Ärztin am nächsten Tag darauf hingewiesen, dass ich immunsupprimiert bin und ich hier von drei Seiten angehustet werde, da sagt sie zu mir ganz trocken: dann passen Sie auf, dass Sie sich nicht anstecken.
.... Ohne Worte.....
Gut, den ersten Tag kann ich das noch nachvollziehen, die Zimmer waren auch alle komplett voll, aber spätestens am zweiten Tag hätte man sich über eine Umverteilung Gedanken machen können, oder nicht?
Der Knaller war ein Kasper im weißen Kittel, das muss ich euch erzählen! Eigentlich wäre das ein Beitrag für den Witze-Thread...
Also folgendes:
Der Schmerzarzt der Klinik wurde hinzugezogen, um zu schauen, ob sich vielleicht irgendetwas bei meinem Medikamenten nicht miteinander verträgt.
Also kam der mit wehenden Kittelschößen ins Zimmer gerauscht, fragte, wie es mir geht, welche Vorerkrankungen bestehen - ich also alles mögliche aufgezählt, da fragt er mich schon leicht genervt: was denn nun, entzündliches Rheuma oder Fibromyalgie?
Ich sag so : Naja, beides.
Sagt er: das gibt es nicht, entweder das eine ODER das andere, zwei Rheumaerkrankungen gleichzeitig gäbe es nicht und seiner Meinung nach hätte ich eine Depression!
Ich so : natürlich kann man mehrere Rheumaarten gleichzeitig haben! - da schüttelte er den Kopf, bezweifelte meine Diagnosen und sprach meinem Rheumatologen direkt gleich mal die Kompetenz ab....
Dann meinte er, Fibromyalgie sei ja klar eine psychosomatische Erkrankung (zack, schon mal der erste Fehler. Ich möchte echt mal wissen, auf welcher Spaßakademie der studiert hat ) und der Tinnitus würde da auch direkt ins Bild passen und ich solle am Folgetag einen Schmerzfragebogen ausfüllen und noch mal in seine Sprechstunde kommen und mit einer Stunde kämen wir auch ganz sicher nicht hin.
Und zum Abschluss knallte er mir vor den Latz, er wäre sich jetzt ganz sicher und ich hätte eine schwere Depression und würde das nur selber nicht merken!!! Und nach einem Herzinfarkt sei grundsätzlich überhaupt Jeder depressiv... Himmel, ich hab das Thema schon längst abgehakt, das beeinträchtigt mich Ü-BER-HAUPT NICHT!
Ich habe mich am nächsten Tag entschlossen, mit dem Mann kein Wort mehr zu sprechen. WENN sich einer disqualifiziert hat, dann ER...
Am Tag darauf kriegte ich eine zusätzliche Pille hingelegt, die hätte der Doc verordnet.
Meine Frage was und warum, die Antwort war 'Pregabalin, und die solle ich jetzt nehmen'.
??????
Meine Antwort war nur, dass ich das Medikament kenne und ganz sicher weiß, dass ich das NICHT brauche!
Hallo, ich habe schon 12 verschiedene Medikamente am Tag! Und der Mann sollte einfach nur kontrollieren und eine Einschätzung dazu abgeben und nicht noch eine Pille zusätzlich dazu packen!
Sagte die Stationsärztin, dann solle ich noch mal mit dem Arzt selber sprechen... NEIN, ich rede mit dem Mann nicht mehr!!!
Und natürlich nehme ich die Tabletten NICHT.
Davon mal ganz abgesehen, dass ich nicht wegen der Schmerzen da war (die mich übrigens, seit ich so platt bin, komplett in Ruhe lassen) und ich auch überhaupt keine Ahnung habe, wie die Herrschaften da überhaupt drauf gekommen sind. Am zweiten Tag kam nämlich schon Einer und wollte meinen Rücken massieren... Ey, ich bin froh, wenn ich einfach meine Ruhe habe! Und elektrische Massagen kommen mir sowieso schon grundsätzlich seit Jahren nicht mehr in die Tüte.
Zum Abschlussgespräch kam der Chefarzt und faselte ewig lang davon, was doch ein Herzinfarkt für ein einschneidendes Erlebnis im Leben sei und blablabla... Da fragte ich ihn, was mir das jetzt sagen soll - da meinte er ganz vorsichtig, dass ich doch nach meiner Entlassung mit einem Neurologen oder Psychiater sprechen sollte.... He, da bin dann endgültig explodiert! Und ich hab klar gesagt, wenn ich irgendwas in Richtung Psyche im Entlassungsbericht lese, dann knallts!
Er meinte nur, ganz weglassen könne er das selbstverständlich nicht, aber es war dann im Endeffekt recht vorsichtig formuliert.
Mal ganz ehrlich - ich kam völlig erschöpft und liegend mit Sanitätern an und da ging es schon in der Notaufnahme los, ob ich vielleicht 'Probleme im häuslichen Umfeld' hätte von wegen Antriebslosigkeit... Nein, mein Herr, nicht antriebslos - körperliche Schwäche!
Also von Anfang an saß ich wieder in dieser Schublade.
Dazu fast pampig vom Arzt, was ich hier will, wenn ich doch schon eine Woche im Krankenhaus war... Ja, dann fragt doch meinen Hausarzt!!!
Und obwohl ich kardiologisch schon gecheckt war, kam ich wieder in die Kardiologie!
Der Recorder wurde ausgelesen und mir fast vorwurfsvoll mitgeteilt, dass die Daten unauffällig sind. Ja Entschuldigung, dass ich die ersten 10 Tage nichts anderes zu bieten habe!.....
Das jetzt nur mal in groben Zügen. Auf die ' Freundlichkeit' des Personals (von den Ärzten hin bis zur 'Tablettträgerin') geh ich jetzt nicht weiter ein, mein Vertrauen auf die Hygiene in diesem Haus auch nicht, dass meine Unverträglichkeiten beim Essen kaum beachtet wurden, bis dahin, dass man täglich seine Medikamente selbst kontrollieren musste.... Mein Fazit: Dieses Haus hat mich jetzt definitiv zum allerletzten Male gesehen! Außer vielleicht, wenn man mich direkt vor der Tür vom Asphalt kratzen muss...
Ich bedanke mich auch noch mal herzlich bei meinem Hausarzt, der mir diese Erlebnisse mit seiner Einweisung beschert hat!
Ich werde jetzt die weitere Suche nach der Ursache mit meiner Familie gemeinsam in die Hand nehmen, und wenn wir alles selbst bezahlen müssen. Ein Anfang ist schon gemacht und dann werden wir sehen. Jetzt muss ich erstmal abwarten, ob die Reduzierung des Blutdrucksenkers was bringt und dann gehts weiter.
Ich hätte gern meinen B12 Spiegel gewusst, weil Einiges auf einen Mangel hindeutet Das wäre nur eine einfache Blutabnahme gewesen, aber dagegen haben die sich gesperrt.
Ich habe einen Hämatologen kontaktiert, da muss ich jetzt meinen Bericht und die Laborwerte hinschicken, dann krieg ich einen Termin. Und vielleicht bin ich danach schlauer...
Aktuell habe ich wieder mit einer Neuralgie am Kopf zu tun, die hat mir auch noch zu meinem Glück gefehlt. Mein Mann ist aber schon unterwegs und holt mir Keltican, das hilft ganz gut.