Nach 8 Tagen Krankenhaus bin ich jetzt endlich wieder zuhause. Ich bin sehr zufrieden - egal ob Mitpatientinnen, Servicepersonal, Pflegepersonal oder Ärzte, alle waren sehr nett, hilfsbereit, zuvorkommend. Ich fühlte mich vom ersten Moment an ernst genommen und gut aufgehoben. Das war definitiv der beste KH-Aufenthalt, den ich bisher hatte.
Ich habe mich bei allen bedankt, die mit mir zu tun hatten und eine der Servicekräfte (die gerne als Bettenschubser bezeichnet werden) hat sogar fast geweint, weil die meisten alles für selbstverständlich erachten und auch viel gemeckert wird.
Aber man muss das doch alles auch zu schätzen wissen, weil es eben keine Selbstverständlichkeit ist, dass man so gut versorgt wird.
Ich habe jetzt auch mal den Bericht gelesen und es ist so, dass ich während der Kathederuntersuchung einen AV Block III° hatte und daraufhin den Eventrecorder bekommen habe.
Der Stationsarzt hat mir im Beisein meines Mannes sehr ans Herz gelegt, dass ich mich auf jeden Fall NICHT überanstrengen soll, und dass ich auf jeden Fall eine GdB-Erhöhung und einen Pflegegrad beantragen soll. Darüber soll ich unbedingt mit meinem Hausarzt sprechen.
Das ist jetzt erstmal der aktuelle Stand. Jetzt heißt es auf jeden Fall die nächste Zeit weiter Schongang. In Zukunft wird auch sofort der Notarzt gerufen, wenn was ist. Wir haben dazugelernt.
Meinem Mann macht das alles natürlich auch sehr zu schaffen, ich habe auch den Eindruck, dass er Angst hat, dass ich in Zukunft nur noch rumliege und alles auf ihn abwälze. Aber der Typ bin ich sowieso nicht und ich will ja auch gefälligst mein Leben wiederhaben. In Zukunft dann mit Unterstützung durch Putzfrau, Fensterputzer, Gartenhilfen... so wie es eben gebraucht wird.
Die Zeit wird dann zeigen, ob irgendwann noch ein Schrittmacher oder Defi oder sonstwas fällig wird. Darüber mache ich mir aber erst Gedanken, wenn es mal soweit sein sollte.
Jetzt bin ich jedenfalls froh, wieder zuhause zu sein. Mein Bett hat mich schon lautstark gerufen und da liege ich jetzt auch.
Ich möchte mich auch noch mal bei allen bedanken, die mir alles Gute gewünscht haben und die soviel Anteil genommen haben. Das ist schon toll, wenn man merkt, dass sich Mitmenschen um Einen sorgen und sich Gedanken machen.