Mannomann,
was fängt die Poldi nur zu Weihnachten an?
Sowas tut ja wirklich weh,
aber wenigstens seid Ihr alle noch ok.
Kira, das mit Deinem Mann
ich absolut verstehen kann.
Denn mein Mann hat sich nun 49 Jahre nicht anders verhalten,
er wollte das Weihnachtsfest nur für die engste Familie gestalten.
Sein Bruder hat am ersten Feiertag seine Geburtstagsfeier,
und jedes Jahr die gleiche Leier,
er wollte einfach nicht mit,
das wäre für ihn absolut nicht der Hit.
Also bin ich dann fast immer alleine gegangen
und er ist zu zuhause rumgehangen.
Aber das Alleinausgehen tut mir absolut nicht leid,
wenn sonst einer immer sauer guckt die ganze Zeit.
Also hab ich mich selbständig gemacht,
und da wird auch mal öfter gelacht.
Gestern war ich auch wieder bei diesem Geburtstagsfest,
und mein Mann gab mir vorher schon den Rest,
ich ging also kurz aus,
mein Sohn und André waren bei ihm zuhaus.
Aber die beiden kamen ins Schwitzen,
immer sollten sie bei ihm sitzen.
Als ich dann zurückkam nach zwei Stunden,
hatte nach einem Anruf auch mein 2. Sohn zu ihm gefunden.
Ob ich da bleibe oder mal geh,
immer und überall tut ihm etwas anderes weh.
Um 20 Uhr hab ich auch schon im Bett gelegen,
hörte schöne Musik, das war ein Segen.
Das wunderschöne Weihnachtsoratorium von Sains-Saens hab ich gehört,
nur einige Male wurde ich dabei gestört.
Und heute morgen, als ich aufgewacht,
da war es doch tatsächlich schon halbacht.
Ich kann es nicht fassen,
mein Mann hat mich einmal richtig schlafen gelassen.
Die große Ruhe war über uns gekommen,
und heute hat uns noch nichts die Freude genommen.
Mein Ältester ist eben mit seiner Familie in Urlaub gefahren,
ich hoffe, mein Mann wird mich vor schlimmen Sachen bewahren.
Jetzt er gemütlich im Wohnzimmer sitzt,
in seiner neuen Esprit-Jacke, in der er nicht schwitzt.
Und etwas Erfreuliches hab ich Euch noch zu erzählen,
ich hoffe, ich werde die richtigen Worte wählen.
mein Jüngster hat sich, mir, meiner Schwiegertochter und
André eine Kurzreise geschenkt,
da wird u.a. der Weg in die Staatsoper Wien gelenkt.
Der Flug und das Hotel wird sein Portemonnaie schon belasten,
aber ich hoffe, er muss dadurch nicht fasten.
Mein Mann weiß auch schon Bescheid,
er ist zum Verzicht auf uns für die drei Tage bereit.
Aber wir wollen es auch nicht übertreiben,
Andrés Vater wird dann Tag und Nacht bei ihm bleiben.
So, Ihr Lieben, nah und fern,
ich will Euch sagen, ich hab Euch gern.
Ich hoffe, manche im Neuen Jahr das erste Mal live zu sehn,
ach, wie wäre das schön.
Ach, ich hätte es fast vergessen,
hier habt Ihr noch was Leckeres zu essen: