oh man, ich hab das Gefühl dass mich in der Hinsicht keiner verstehen will oder ich suaheli spreche.
1. ich bin diesem Arzt sehr dankbar
2. seine zurückhaltende Art war für mich ein Segen, weil ich zu Wort kommen konnte und nicht als „dummer, unmündiger“ Patient da saß. Wenn ich ihn nicht gewertschätzt hätte, hätte ich ihm den Befund nicht gegeben, damit er es in Ruhe und in seinem Tempo lesen kann.
3. die Nationalität ist mir dabei vollkommen wurscht, wenn es ein perfektsprachiger Arzt gewesen wäre, der auf Augenhöhe mit mir kommuniziert, hätte ich es genauso gut gefunden. Es ist aber MEINE Erfahrung gewesen. Das lässt sich ja nun nicht weg diskutieren.
Die Krux an der Sache ist ja die, dass ich als Patient mich nicht gehört fühle und das ist, was mich stört. Ich habe auch eine fundierte 3 jährige Ausbildung als Physiotherapeutin gemacht. Und ich möchte dafür genauso ernst genommen werden. Wir Physios haben auch unsere „Spezialgebiete“, von denen Ärzte reingar keine Ahnung haben. Ich hab 10 Jahre in einer onkologischen Reha gearbeitet, da könnte ich euch Dinger erzählen, von den studierten Ärzten. Katastrophe! Und ja es gibt immer solche und solche in jeder Branche.
Ich würde mir wünschen, dass es mehr sowas gibt, wie Schmerzkonferenzen. In Gersfeld (bei Fulda, Hessen) gibt es sowas. Da sitzt dann der Arzt, der Assistenzarzt, einer aus dem SchwesternTeam, einer der Physiotherapeuten, einer aus der Ergotherapie UND der Patient zusammen und kauen die Krankheitsgeschichte durch. Also Medikamente, Therapien, Selbstverantwortung ... und dann wird GEMEINSAM besprochen, wie es weiter gehen sollte. Das hat meine Freundin so erlebt und mir davon berichtet. Leider war ich davor halt in Bad Salzungen und hatte daher nicht mehr die Gelegenheit das Ganze zu wiederholen (und ehrlich gesagt auch keine Kraft mehr).
Das war das Wort zum Montag. Schönen Wochenanfang euch allen
