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Hallo Kathy,
also wenn so viele Gedanken und Sorgen bzgl. einer Chronifizierung in deinem Kopf herumschwirren (was in Richtung Psychoimmunologie nicht sooo günstig ist, aber wohl schwer abgestellt werden kann...), würde ich an deiner Stelle eine Zweitmeinung einholen.
Am einfachsten ginge das durch eine kurze stationäre Einweisung in eine Rheumaklinik (durch deinen Hausarzt).
Dann könntest du dort klären, ob man dir versuchsweise MTX geben will (das wäre vermutlich das Mittel, das man einsetzen würde).
Ob das Sinn macht, weiß ich nicht...
Alternativ könntest du deiner Rheumatologin einen Brief schreiben, in der du ihr deinen Leidensdruck schilderst und sie um Unterstützung und Ausräumung deiner Fragen bittest. Oder erst nochmal mit ihrem Team telefonieren und ihnen deine Situation schildern.
Es gibt sonst auch Beratungsmöglichkeiten über die Rheumaliga: https://www.rheuma-liga.de/hilfe-bei-rheuma/
Ich weiß ja nicht, wo du wohnst, aber an einigen Orten gibt es "Früharthritiszentren" - z.B. wie das von Dr. Langer (Gründer dieses Forums) in Düsseldorf.
Evtl. würdest du dort früher einen Termin bekommen - aber ich vermute, das wird überall schwer.
Bei mir sind leider auch einige Monate vergangen bis ich endlich einen Termin hatte.
Ob man mir vorher hätte helfen können (sensible Phase für die Therapie) weiß der liebe Himmel - ändert auch sowieso rückblickend nichts.
Ich bin überzeugt, dass sich eine Veranlagung einen Weg bahnt (wenn sie denn vorhanden ist) - ob Rheuma, Neurodermitis, Allergien... irgendwann erwischt es einen dann (meist in einer Lebensphase, die recht belastet oder anstrengend ist und dem Körper wenig Erholungsmöglichkeiten bietet).
Niemand wird dir sagen können, ob das bei dir dahinter steckt.
Heute bin ich davon überzeugt, dass diese Extremphasen einem auch etwas sagen sollen - v.a. "pass auf dich auf und mach langsamer".
Aber das ist gerade mit kleinem Kind und als Selbständige leichter gesagt als getan...
Ich kann mir ehrlich gesagt kaum vorstellen, dass deine Rheumatologin auf einen deutlichen Hilferuf deinerseits (ich hab Angst um meine Existenz...) nicht reagieren würde - und wenn nicht, dann müsstest du eben eine Rheumaklinik suchen, die dich kurzfristig aufnimmt. Am besten zusammen mit deinem Kind...
Nur nochmal zur Klarstellung: niemand hier denkt, dass du unberechtigt "Panik schiebst" - nur helfen eben diese Grübeleien überhaupt nicht, sondern schaden eher dem Heilungsprozess. Dieses Gedankenkarrussel gilt es zu beenden... was du sicher auch gerne selber möchtest.Und daher wäre es gut, wenn du stattdessen progressiv Hilfe suchst....
Liebe Grüße von anurju
Nurchen, ich kann mir nicht vorstellen, dass Mtx auf die Schnelle was bewirken kann. Das dauert ja etliche Wochen, bis es wirkt und bis dahin ist das Ganze vielleicht schon von alleine weg.
Was für einen Sinn MTX machen soll bei einer Virusinfektion, verstehe ich nicht... das macht das Immunsystem nur schwächer. Daher pausieren die meisten von uns ja mit Basistherapien bei stärkeren Infekten.
Es gibt eine Menge DInge, die man gegen Viren tun kann. Dr. google damit zu beschäftigen, wäre eine sinnvolle Tätigkeit. Nach RA zu google, die man nicht hat, ist weniger sinnvoll. Ich habe auch den begründeten Verdacht an einer Krebserkrankung zu sterben (wie alle meine Vorfahren, ohne Ausnahme). Nun suche ich aber nicht jetzt schon die Chemo aus, und nehme sie auch nicht vorbeugend. Das einzige, was ich tue, ist mein Leben zu leben!
Schmerzen kann man mit verschienden Mitteln bekämpfen. Ibu ist auch entzündungshemmend, also sehr positiv. Cortison setzt das Immunsystem runter, also m.E. ein Fehler in diesem Fall und evtl. hat es die Situation sogar verschlimmert... aber ich könnte mir durchaus vorstellen, dass Diclo z.B. oder das gute alte Asprin auch etwas bewirken könnten.
Schon beim ersten Posting von Katy80 schrieb ich davon, dass es ein Infekt sein kann. Es hat schon Sinn einen Termin beim Rheumatologen erst nach 6 Wochen anhaltender Schmerzen wahrzunehmen (und nicht länger als 4 Monate damit zu warten, wenn das die Pharmaindustrie nicht vereitelt, um dann Medikamente an den Mann zu bringen - ok, das ist nur ein Verdacht).
Ich lebe auch von dem was ich verdiene und lebe nicht in einem Staat mit einer solchen Versorgung wie Deutschland. Etwas auf die Seite zu legen, für schwere Zeiten - bzw. in Deutschland z.B. eine Versicherung abzuschließen - hat genauso viel Sinn, wie sich einen guten Freundeskreis aufzubauen, der sich nicht nur um das Kind, sondern auch mal um Haushalt, Einkauf usw. kümmern kann. Wenn man sich ein Bein bricht und 6 Wochen zu Hause ist, braucht man auch Hilfe! Also man kann so eine Krankheit, die man mal ein paar Monate ausbaden muß, auch positiv sehen, und sich Gedanken machen, was man im eigenen Leben ändern sollte.
Viele Grüsse
Kati