@ Bizarro und @ Frau Meier
vorab, ich möchte hier kein öl ins feuer giessen.
da ich eine kleine schreibschlacht durch einen kommentar zum posting eines users angezettelt habe, will ich mich jetzt nicht "drücken".
mich hat auf die palme getrieben, sprich ich war höchst angesäuert, als ich lesen musste, bei schulter-, arm- problemen im gutachtertermin besser eine weste als einen pulli anzuziehen. denn dieser tipp ist so was von grottenfalsch, schlimmer geht es nimmer.
beim pullover ist eine bewegung nötig, um den über den kopf zu bekommen. diese bewegung wird, falls nötig in rheumakliniken durch physios und/oder ergos einem beigebracht. voraussetzung ist natürlich, dass der pullover den weiteren anforderungen eines rheumis gerecht wird. das ist jetzt eine andere story.
bei der weste sind mindest 3 bewegungsarten nötig, die nicht einfacher sind, sollte man was an den schultern haben. natürlich kann man auch dabei auf unterstützende hilfsmittel zurückgreifen, die diese bewegungen erleichtern. sollte man/frau klamottentechnisch gesehen unter der weste noch was tragen müssen, kommt mindest eine weitere bewegungsart noch hinzu. schmerzgeplagte rheumis wissen darüber bescheid und lassen im normalfall die finger davon.
selbstverständlich kennt auch nen gutachter diese bewegungsabläufe, hat er die augen offen, ist up-to-date in punkto hilfsmittel, dann kann er schon einordnen. ein klitzekleiner trick/frage seinerseits genügt und er weiss bescheid.
darum habe ich geschrieben, so normal wie möglich und so ehrlich wie möglich, sollte der begutachtete rüberkommen.
in meiner langen, langen rheumi karriere war ich schon oft bei ärzten, die gutachter waren. die meisten wollten es wissen. manche wurden bei meinem kommen stutzig. nicht weiter verwunderlich, denn auch mich reitet manchmal der teufel, ich will mich so verhalten, als sei ich gesund. anschliessend büsse ich es mit grossen schmerzen und dann bin ich wieder in der realität angekommen. spätestens nach 5 minuten gibt es ne diskussion, wie, was und wo ich was mache. alle typen - egal ob oder frau - beobachten mich, heimlich von der seite.
manchmal wollen sie mir helfen, was ich mir in fällen, die ich begründe, verbitte. manchmal lasse ich sie "arbeiten", wobei ich ihnen scharf auf die finger schaue. fremde hilfe kann nämlich einem rheumi auch schmerzen bereiten. akzeptiere ich ihre hilfe, geht es fast niemals ohne " geschrei" meinerseits ab. ich kenne meine schwächen, sie nicht. natürlich erkläre ich ihnen sofort mein "warngezettere", so lernen sie dann noch was dazu.
aus diesen erfahrungen weiss ich, dass gutacher schon gewisse bewegungsketten erkennen. sollten sie zweifel an ihrer wahrnehmung haben, reicht eine frage aus.
natürlich gibt es auch ungeeignete, mit der materie überforderte gutachter, ganz klar. dann hilft nix; dann muss widerspruch eingelegt werden und (falls der begutachtung nicht abgeholfen wird) muss klage eingereicht werden. wird der klage stattgegeben, wird rückwirkend entschieden. natürlich macht das ärger, kostet nerven und zeit. da verfahren vor dem sozialgericht nix kosten, hat der betroffene nicht zuviel geld ausgaben. sicherlich muss die klage begründet werden; doch sobald man berechtigte ansprüche geltend macht, dürfte dies dann nicht zu schwer sein. im übrigen sind die richter bei den sozalgerichten auch nicht immer ahnungslos. sie sind neugierig und wollen es wissen.
aber in vielen fällen reicht schon der widerspruch aus. ich gebe gerne zu, dass man sich bei der begründung des widerspruches professioneller hilfe bedienen sollte. ich persönlich glaube, dass es an dieser prof. hilfe mangelt. die probleme bei rheumis sind so speziell, dass sie ein normaler gesunder überhaupt nicht nachvollziehen kann. gerade in den bewegungsabläufen muss dann nachhilfe gegeben werden.
also bitte haut nicht hier rum. ich bin schwerstbetroffene, schreibe mit 2 stöckchen, kann ohne fremde hilfe meinen alltag nicht bewältigen und sinne immer wieder über lösungsmöglichkeiten nach, wie es dennoch gehen könnte, dass ich mein leben leben kann.
nix für ungut.
lg
vorab, ich möchte hier kein öl ins feuer giessen.
da ich eine kleine schreibschlacht durch einen kommentar zum posting eines users angezettelt habe, will ich mich jetzt nicht "drücken".
mich hat auf die palme getrieben, sprich ich war höchst angesäuert, als ich lesen musste, bei schulter-, arm- problemen im gutachtertermin besser eine weste als einen pulli anzuziehen. denn dieser tipp ist so was von grottenfalsch, schlimmer geht es nimmer.
beim pullover ist eine bewegung nötig, um den über den kopf zu bekommen. diese bewegung wird, falls nötig in rheumakliniken durch physios und/oder ergos einem beigebracht. voraussetzung ist natürlich, dass der pullover den weiteren anforderungen eines rheumis gerecht wird. das ist jetzt eine andere story.
bei der weste sind mindest 3 bewegungsarten nötig, die nicht einfacher sind, sollte man was an den schultern haben. natürlich kann man auch dabei auf unterstützende hilfsmittel zurückgreifen, die diese bewegungen erleichtern. sollte man/frau klamottentechnisch gesehen unter der weste noch was tragen müssen, kommt mindest eine weitere bewegungsart noch hinzu. schmerzgeplagte rheumis wissen darüber bescheid und lassen im normalfall die finger davon.
selbstverständlich kennt auch nen gutachter diese bewegungsabläufe, hat er die augen offen, ist up-to-date in punkto hilfsmittel, dann kann er schon einordnen. ein klitzekleiner trick/frage seinerseits genügt und er weiss bescheid.
darum habe ich geschrieben, so normal wie möglich und so ehrlich wie möglich, sollte der begutachtete rüberkommen.
in meiner langen, langen rheumi karriere war ich schon oft bei ärzten, die gutachter waren. die meisten wollten es wissen. manche wurden bei meinem kommen stutzig. nicht weiter verwunderlich, denn auch mich reitet manchmal der teufel, ich will mich so verhalten, als sei ich gesund. anschliessend büsse ich es mit grossen schmerzen und dann bin ich wieder in der realität angekommen. spätestens nach 5 minuten gibt es ne diskussion, wie, was und wo ich was mache. alle typen - egal ob oder frau - beobachten mich, heimlich von der seite.
manchmal wollen sie mir helfen, was ich mir in fällen, die ich begründe, verbitte. manchmal lasse ich sie "arbeiten", wobei ich ihnen scharf auf die finger schaue. fremde hilfe kann nämlich einem rheumi auch schmerzen bereiten. akzeptiere ich ihre hilfe, geht es fast niemals ohne " geschrei" meinerseits ab. ich kenne meine schwächen, sie nicht. natürlich erkläre ich ihnen sofort mein "warngezettere", so lernen sie dann noch was dazu.
aus diesen erfahrungen weiss ich, dass gutacher schon gewisse bewegungsketten erkennen. sollten sie zweifel an ihrer wahrnehmung haben, reicht eine frage aus.
natürlich gibt es auch ungeeignete, mit der materie überforderte gutachter, ganz klar. dann hilft nix; dann muss widerspruch eingelegt werden und (falls der begutachtung nicht abgeholfen wird) muss klage eingereicht werden. wird der klage stattgegeben, wird rückwirkend entschieden. natürlich macht das ärger, kostet nerven und zeit. da verfahren vor dem sozialgericht nix kosten, hat der betroffene nicht zuviel geld ausgaben. sicherlich muss die klage begründet werden; doch sobald man berechtigte ansprüche geltend macht, dürfte dies dann nicht zu schwer sein. im übrigen sind die richter bei den sozalgerichten auch nicht immer ahnungslos. sie sind neugierig und wollen es wissen.
aber in vielen fällen reicht schon der widerspruch aus. ich gebe gerne zu, dass man sich bei der begründung des widerspruches professioneller hilfe bedienen sollte. ich persönlich glaube, dass es an dieser prof. hilfe mangelt. die probleme bei rheumis sind so speziell, dass sie ein normaler gesunder überhaupt nicht nachvollziehen kann. gerade in den bewegungsabläufen muss dann nachhilfe gegeben werden.
also bitte haut nicht hier rum. ich bin schwerstbetroffene, schreibe mit 2 stöckchen, kann ohne fremde hilfe meinen alltag nicht bewältigen und sinne immer wieder über lösungsmöglichkeiten nach, wie es dennoch gehen könnte, dass ich mein leben leben kann.
nix für ungut.
lg
