Hallo zusammen,
ich bin derselben Meinung wie Frau Meier und Samjo (gute Besserung übrigens). Ein Grippe braucht kein Mensch, die fordert in jeder Saison Tausende von Todesopfern, und das vor allem bei immungeschwächten Menschen. Und zu denen gehört jeder, der Cortison nimmt oder Immunsuppressiva jeder Art.
Ich habe seit 15 Jahren Colitis ulcerosa, und im letzten November wurde die Diagnose "Enteropathische Arthritis" gestellt.
Ich lasse mich seit gut 10 Jahren gegen Grippe impfen, und zwar immer recht früh, meist Ende August oder Anfang September. Dazu hat mir ein Gastroenterologe geraden.
Der Grund für den frühen Impftermin ist recht einfach: Zu der Zeit schwirren noch nicht so viele Infektionen durch die Bevölkerung. Die Wahrscheinlichkeit, irgendwo einen Virus einzufangen ist recht gering. Und infolgedessen kann sich die Impfung in Ruhe über den Umbau der köpereigenen Abwehr hermachen, ohne dass es zu einem Infekt kommt.
Vor zwei Wochen habe ich mit meiner Rheumatologin gesprochen, und sie hat mich darin bestärkt, auch in diesem Jahr wieder so vorzugehen. Und mich auch gleich gegen Pneumokokken geimpft; in der letzten Woche hat sie mir dann die Grippeimpfung verpasst. Was soll ich sagen? Nun, mir geht es gut. Nach jeder Impfung tat die Einstichstelle ein wenig weh, und das war alles.
Damit fühle ich mich für die Grippesaison gut ausgerüstet.
Mal ehrlich: Wir alle hier haben doch schon genug Probleme mit unserer Gesundheit. Gäbe es eine Impfung gegen Arthritis, so würde ich mit Freuden mögliche Nebenwirkungen dieser Impfung über mich ergehen lassen!! Wir wissen doch alle wie es ist, eine schwere Erkrankung zu haben und was es bedeutet, mit den Folgen dieser Erkrankung leben zu müssen. Warum setzen wir unsere Gesundheit noch mehr aufs Spiel, weil wir Gerüchten beim Thema Impfen mehr Glauben schenken als evidenzbasiertem Wissen der Mediziner?
Vom Robert-Koch-Institut gibt es übrigens eine sehr gute Informationsseite über Influenza, bitte klickt mal hier:
http://grippeweb.rki.de/
Ich nehme seit zwei Jahren an einer Studie teil, über die dort informiert wird. Es werden Daten über aufgetretene Infekte gesammelt und ausgewertet. Dabei kam übrigens raus, dass Grippe-geimpfte Teilnehmer der Studie im Schnitt auch weniger Infekte nicht-grippalen Ursprungs haben als Nicht-Gempfte. Diese Impffolge habe ich bei mir in den letzten 10 Jahren übrigens auch festgestellt: In der Regel komme ich mit zwei Erkältungen durchs Jahr, während die "Normalbevölkerung" sich mit fünf Erkältungen rumplagt