Erhöhter Augeninnendruck

sternfieber

Der Brummkreisel
Hallo,

das ist ein interessantes Thema, das durfte ich gestern auch feststellen. Mein Augendruck ist auch zu hoch dank Cortison. Gestern beim Augenarzt waren beide Augen bei 27. Hatte mich schon über die starken Schmerzen gewundert, aber einen Großteil einfach dem Sjögren angedichtet.

Nun ist sofortige Cortisonreduzierung angesagt.

Ich bekomme Tabletten namens Glaupax. Hatte die schon mal jemand von Euch?
Außer das meine Hände und Füße den ganzen Tag kribbeln wie eingeschlafen, hat sich an den Augen nichts gebessert. Augentropfen wurden nicht gegeben mit der Begründung, das würde die Trockenheit verstärken und auch Nebenwirkungen provozieren.

Hat hier jemand mit Sjögren schon mal das Problem gehabt und verträgliche Augentropfen erhalten?

Die NW von den Tabletten sind wirklich nervig.

Viele Grüße

sternfieber
 
Hallo took,

hab lieben Dank für deine Antwort. Ich habe auch Tropfen mit Hyaloronsäure. Darum ging es mir auch garnicht, sondern welche Tropfen für einen Sjögrenpatienten verträglich sind, um einen erhöhten Augeninnendruck zu senken. Ohne die eh schon ausgetrockneten Augen noch weiter anzugreifen.

Hatte mich vielleicht auch nicht ganz klar ausgedrückt.

Vg

sternfieber
 
das gehört noch zwischen meine beiden Beiträge.......:rolleyes:

habe das Ganze aus einem anderen Thema zum Augendruck rausgenommen, da es von der eigentlichen Fragestellung abgewichen ist.




Hallo Sternfieber,




ich bin in regelmäßiger augenärztlicher Kontrolle.Habe aggressive RA
und seit 1996 nachgewiesenes Sjörgren-Syndrom.
Der Augendruck wird kostenlos überprüft.
Bei den Augentropfen hat mir meine Augenärztin
Tropfen mit Hyaluronsäure empfohlen,die auch Bestandteil
des menschlichen Körpers und deshalb sehr gut verträglich sind.
Bei stark geröteten und schmerzhaften Augen tropfe ich sehr viel Hya Ophtal-Sine
ohne Konservierungsmittel.Nachts nehme ich dann Bepanthen Augen-und
Nasensalbe.Habe ich keine Beschwerden,so verwende ich Artelac Splas EDO
ohne Konservierungsmittel.
Beide Tropfenarten muss ich selbst finanzieren,die KK hat sie nicht im
Leistungskatalog.
Ich habe solche Aussagen eines Augenarztes noch nie gehört.Im Gegenteil.
Wenn ich nicht tropfen würde,dann bekäme ich schwere Hornhautprobleme.
Es gibt eine Vielzahl von Augentropfen und Augensalben.
Jeder muss für sich ausprobieren,welche ihm am besten helfen.
Hier im Forum gibt es bereits einen Thread zu Augentropfen.Schau mal nach.
Liebe GRüße.took:):top:
 
Hi,
Bei einem erhöhten Druck der sich mit Tropfen nicht regulieren läßt wird ein kleiner Schnitt gemacht, damit das Kammerwasser besser abfließen kann. Sozusagen ein künstlicher Abfluß. Man kann aber auch den eigentlichen Abfluß dauerhaft weiten.

Inwieweit Tropfen gegen zu hohen Druck einen Einfluß auf Sjögren haben weiß ich jetzt leider nicht, könnte mir aber vorstellen, dass diese zusätzlich Trockenheit fördern.

Gruß Kuki
 
Hallo Sternfieber,
ich habe keinen Hinweis darauf gefunden,dass Augentropfen
den Augeninnendruck senken können.
Ich weiß,dass der Blutdruck eine entsprechende Rolle dabei spielen kann.
Wenn du deine genauen Blutdruckwerte kennst,dann sprich mal mit
deinem Augenarzt darüber.
lgtook:)
 
Hm - dazu von mir ein Auszug aus den Basics zur Augenheilkunde:

mögliche Therapie:
Betablocker - als Tropfen senken die Kammerwasserproduktion
bei den anderen weiß ich jetzt nicht ob das als Tropfen oder Salbe verfügbar ist.
Miotika - erweitern den Kammerwinkel
Karboanhydrasehemmer - hemmen ebenfalls die Produktion von Kammerwasser
Sympathomimetika - verringern ebenfalls die Produktion
Prostaglandinederivate - verstärken den Abfluß

Die von mir schon erwähnte Operationstechnik heisst Trabekul ektomie. Kann man dann ja aml googeln, ich kann mich an eine Kundin von früher erinner, bei der das gemacht wurde.

Gruß und gute Nacht, Kuki
 
Google mal nach dem Begriff " Steroidresponder."
Dann wirst Du einige Erklärungen finden,mit denen Du etwas anfangen kannst.

Wie nun am besten vorgegangen wird, das müßte der Augenarzt in Verbindung mit
Deinem Rheumatologen entscheiden.
Auch ob eine Augendrucksenkende Operation sinnvoll ist, wenn auf die Cortisongabe nicht
verzichtet werden kann und in wie weit Du auf die Augentropfen und orale Zufuhr von
Cortison mit einer Erhöhung des Augeninnendrucks reagierst.
Evtl. lag das Glaukom auch vor der Cortisoneinnahmen schon vor und es bestehen auch
noch andere Gründe für das Glaukom.

Die Hornhautpflegemittel und Benetzungsmittel können sicher in jedem Fall eingesetzt werden.

Zur Zeit gibt es auch neue Augentropfen, die jedoch in einem anderen Zusammenhang als Cortisonersatz
nach Operationen eingesetzt werden. Der Wirkstoff heißt Bromfenac ( Yellox). Allerdings
wären die nicht die Lösung für den Ersatz von Cortisontabletten. D

Yellox wurde 2005 in den USA entwickelt und in Deutschland erst 2011 zugelassen. Deshalb sind
die noch so neu, daß Dir der Doc dazu etwas sagen müßte, ob dies eine Alternative für Deine speziellen
Probleme am Auge wäre.

Eine Langzeitbehandlung mit Bromfenac ist bisher nicht vorgesehen. Wir weichen jedoch bei kurzfristigen Anwendungen,
bei denen wir sonst Cortisonhaltige Augentropfen eingesetzt haben und bei denen Cortison den Augeninnendruck
erhöht, mittlerweile auf dieses Medikament lokal angewendet aus.
Zumindestens wäre das ein Ansatz für eine akute Situation an Deinem Auge zb. bei einer kurzfristigen Verschlechterung,
die man behandeln möchte.

Das wäre immerhin eine Möglichkeit, die man bei einer Verschlechterung Deines Augenproblems im Hinterkopf haben kann.

Vielleicht gibt Dir Dein Augenarzt eine Überweisung zu einer größeren Augenklink, damit Du dich in deren Ambulanz zur Beurteilung
vorstellen kannst.

Das Glaupax enthält Acetolamid. Dieses schwemmt das Kammerwasser aus dem Auge aus. Leider auch das Wasser aus anderen Geweben . Dabei nimmt es das Spurenelement Kalium mit.
Der Kaliumspiegel sollte also regelmäßig überprüft werden, weil der niedrige Kaliumwert meist für die unangenehmsten Nebenwirkungen, die man spürt verantwortlich ist.
Allerdings kannst Du nicht einfach von Dir aus Kalium zuführen, weil das noch unangenehmere Nebenwirkungen hätte.

Ob eine drucksenkende Operation notwendig ist, kann dann in der Augenklinik entschieden werden.
Vor allem welches Verfahren sich speziell bei Dir eignet.

Es gibt mehrere Verfahren, die zum Einsatz kommen können, über die man aber erst bei der Untersuchung durch
den Klinikarzt entscheiden sollte.



Lg plüsch
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Yellox ist nicht als "Wundermittel" gedacht, sondern bietet sich wirklich nur bei akuten Entzündungen für eine zeitlich begrenzte Zeit an.
Bitte nicht denken, man könnte die cortisonhaltigen Augentropfen damit nun gänzlich ersetzen.

Die Überweisung zur Augenklinik ist sicherlich der denkbar bessere Weg, möglichst in eine Klinik der Maximalversorgung, damit ein Rheumatologe zugezogen werden kann.

In diesem Fällen entscheidet nicht der "Service" der Klinik über die Wahl des Krankenhauses, sondern die medizinischen Möglichkeiten.
Ich erwähne das weil die Patienten unter "Maximalversorgung" meist das Essen, die Betten und den Service verstehen. Das besagt aber nur, daß alle Fachrichtungen in der Klinik vertreten sind und alles behandelt werden kann, und weil ich mir immer wieder dieselben Diskusionen über das Thema anhören muß, erwähne ich das.

Bitte in diesem Fall nicht die kleinere Klinik wählen, weil die den besseren Ruf, wegen des Essens hat.
Dann fehlt Dir der behandelnde rheumatologische Facharzt und evtl. die anderen Fachärzte, die man bei Deiner Diagnose konsillarisch hinzuziehen müßte/ könnte.

Ein augenärztlicher Belegarzt, der seine Katarakte in einer kleinen Klinik operiert, nutzt Dir in dem Fall nicht viel.

Auch wenn Du persönlich den Rheumatologen nicht zu Gesicht bekommst, so besteht zwischen den Fachabteilungen eine
Kommunikation, die sicherlich schon bei anderen Patienten vor Dir zu Deinem Krankheitsbild stattgefunden hat und es liegen
Erfahrungswerte hierzu vor.


Herzlichst Plüsch
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo!
Natürlich gibt es Augentropfen, die Augeninnendruck senken. Dies wird immer gemacht und operiert wird nur dann, wenn der Augendruck mit Tropfen nicht einstellbar ist.
Allerdings kann ich nichts dazu sagen, ob die drucksenkenen Augentropfen bei Sjorgen nicht gegeben werden können, da müßte man im Zweifelsfall vielleicht auch ausprobieren.
Hier noch ein Link:
http://ocunet.de/patienten/gruener_star.html
 
Hallihallo an alle,
Ich habe mal diesen alten Thread rausgesucht, weil mich was beschäftigt. Ich war Freitag beim Augenarzt zur Kontrolle, da ich Predni, Quensyl und MTX nehme. Auch der Augenhintergrund wurde mit Pupillen - erweiternden Augentropfen untersucht. Das tut mir mit Overlap Sjögren /Lupus heute noch weh (extremes Trockenheitsgefühl), sehr unangenehm, rote Augen.
Aber was mich beunruhigt, ich bekam Tropfen für die Augen verschrieben. Zu Hause dann geschaut.. Es sind Tropfen um den Augeninnendruck zu senken.
Das Präparat heißt Dorzolamid und die NW gefallen mir gar nicht. Laut Augenarzt soll ich es nehmen, solange ich Cortison nehme. Aber das tu ich seit 1,5 Jahren...
Kommt die Augeninnendruck - Erhöhung nun vom Cortison oder von meinen Kollagenosen? Der Augenarzt hat darüber überhaupt nicht mit mir gesprochen..... Ich dachte, es wäre ein Pflegemittel.... Hat jemand Erfahrung mit diesen Augentropfen?

Liebe Grüße
 
Laut Augenarzt soll ich es nehmen, solange ich Cortison nehme.

Das deutet ja schon darauf hin, was der Augenarzt als Ursache annimmt.
Aber es kommen noch etliche andere Ursachen in Frage wie Alter, Entzündung oder einfach eine Fehlsichtigkeit.

Die Tropfen kenne ich nicht. Frag doch beim Augenarzt nochmal nach, ob das prophylaktisch verschrieben wurde oder ob der Druck tatsächlich schon erhöht ist.
 
Danke @Clödi, aber laut Beipackzettel ist es wirklich nur bei erhöhtem Augeninnendruck und Glaukom angezeigt und nicht ohne :(. Werde Morgen auf jeden Fall nachfragen, was es damit auf sich hat. Ich für mich muss immer an Kira denken, die eine ähnliche Konstellation hatte wie ich und die schlimme Probleme mit den Augen bekommen hat. Schlimmstenfalls stelle ich mich einfach mal in der Uniklinik vor. Ich habe und ertrage auch jetzt noch viel, ohne viel zu klagen. Aber meine Augen, nein, das nicht.
Es (kotzt), Entschuldigung, kann es nicht anders ausdrücken, mich an, dass ich wegen dem Lupus auch noch zum Urologen, Kardiologen und nun auch noch Augenarzt muss. Ich freue mich auf meinen Termin beim Chefarzt der Rheumatologie, der durch mein Verschulden aufgrund des Todes der Schwiegermutter im März nicht stattgefunden hat. Ich glaube wirklich, ich muß da aus einer Hand in einer richtigen Rheumaambulanz betreut werden. Das mit den ewigen Überweisungen zu Fachärzten und die ewige Warterei wird mir zu viel :(

Liebe Grüße
 
Zum Augenarzt wirst du trotzdem regelmäßig müssen. ;)
Ist ja bei Quensyl Einnahme unerlässlich, auch wenn der Augeninnendruck wieder normal ist.

Ich darf dann alle 6 Monate noch zum Nephrologen, da es durch die RA zu Problemen bei den Nieren gekommen ist. Man gewöhnt sich einfach dran und die Abstände sind zumindest bei mir dann auch länger geworden. Augenarzt habe ich nur noch einmal pro Jahr. Anfangs war es alle drei Monate, dann alle 6 Monate und nun schon seit Jahren einmal jährlich (nehme Quensyl seit 15 Jahren).
 
Genau liebe @Clödi, war bis jetzt alle 3 Monate beim Augenarzt wegen Quensyl und jetzt das.... Weiß einfach nicht, was ich nun davon halten soll. Bisher war alles in Ordnung und ich pflege mit Hulio usw. :(

Liebe Grüße​
 
Hallo @Aida2 ! Ich bekam Dorzolamid und habe es bestens vertragen. Ein Tipp, damit es weniger im Körper wirkt: nach dem eintropfen Tränenkanäle für 1-2 min zuhalten. Dann bist du wirklich ziemlich sicher, dass du die Tropfen gut verträgst.

auch ich bekam das Glaukom durch Kortison, da es häufig erhöhten Augeninnendruck auslöst. Jede/r, der länger Kortison nimmt oder nahm, sollte den augeninnendruck checken lassen!
Sagt einem nur leider kaum ein Arzt.
Ich darf nun kein Kortison mehr nehmen. Und zusätzlich zum Dorzolamid bekomme ich noch zwei weitere Augentropfen, da Dorzolamid allein nicht mehr ausreichend senkte.

allen ist gemeinsam, dass sie tendenziell die Augen trocken machen. Dagegen hilft mir ständiges Tropfen/Augengel und nachts Bep*anthen augensalbe. Würde ich dir auch nach den weitstellungstropfen empfehlen - die Trockenheit wird nur mehr, wenn man nicht tropft.

aber keine Angst vor Dorzolamid - ein hoher Augeninnendruck ist weitaus gefährlicher und muss IMMER behandelt werden, da sonst langfristig der Sehnerv Schaden nimmt und der ist für das Sehvermögen unerlässlich!
Wie hoch war dein Druck?
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn der Augenarzt eine Entzündung entdeckt hätte oder sich ansonsten große Sorgen machen würde, dann hätte er das bestimmt deutlich kommuniziert. Was ich sagen will: mach dir erstmal nicht so viele Gedanken. Es ist doch relativ wahrscheinlich, dass die Cortisoneinnahme über längere Zeit zu der Erhöhung des Drucks geführt hat. Aber ein Anruf beim Doc, um Fragen zu klären, kann bestimmt nicht schaden.

Nachtrag: Katinka7 war schneller als ich...
 
Das deutet ja schon darauf hin, was der Augenarzt als Ursache annimmt.
Aber es kommen noch etliche andere Ursachen in Frage wie Alter, Entzündung oder einfach eine Fehlsichtigkeit.

Die Tropfen kenne ich nicht. Frag doch beim Augenarzt nochmal nach, ob das prophylaktisch verschrieben wurde oder ob der Druck tatsächlich schon erhöht ist.

prophylaktisch wird Dorzolamid nicht verschrieben, nur bei zu hohem Druck
 
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