Ich habe selbst kein E-Bike, habe mir aber schon einige geliehen und mich ein bisschen mit dem Thema befasst.
Die Knie sind auch bei mir, gerade beim Radfahren, immer mal wieder ein Schwachpunkt und dies besonders bei längeren Touren. Für die Knie empfand ich es sehr entlastend, wenn der Antrieb wirklich eine ordentliche Leistung hat. Wenn ich merke dass das Knie (bei mir ist es immer nur das rechte) schwächelt gebe ich entsprechend Antriebs-Unterstützung dazu. Das funktioniert ganz gut, aber dabei ist es auch wichtig, dass genügend Akkukapazität zur Verfügung steht, damit gerade am Ende einer Tour, wenn die Gelenke schlapp machen auf jeden Fall noch die maximale Unterstützung zur Verfügung steht.
Mir sind noch zwei oder drei weitere Dinge an einem E-Bike wichtig.
Der Ständer muss dem Rad auch mit vollem Einkaufskorb sicheren Stand geben. Dafür eignen sich die meisten Seitenständer nicht sondern eher solche die funktionieren wie ein Mopped-Hauptständer.
Mir tut beim Radeln auch immer der Hintern so weh, dass es mir fast den Spass verdirbt. Ein ausreichend breiter und richtig gut gepolsteter und gefederter Sattel ist für mich das A&O.
Da ich mich kaum schmerzfrei auf meine Hände aufstützen kann, ist bei mir auch die Form und die Höhe des Lenkers ausschlaggebend. Für mich ist eine eher aufrechte Sitzhaltung angenehmer und die Unterarm-Hand-Achse muss beim Umfassen des Lenkergriffs gerade sein um die Handgelenksbelastung zu minimieren.
Es gibt schöne Griffe mit sehr breiter Handflächenauflage. Hierbei ist es sehr wichtig, das die Griffneigung richtig eingestellt ist und die Griffe sich dann auch nicht mehr verdrehen können, was leider oft der Fall ist.
Ein Thema ist auch die Reifenbreite. Je schmaler der Reifen, desto geringer der Rollwiederstand aber um so geringer auch der Fahrkomfort. Ein nicht zu breiter Tourenradreifen bietet wahrscheinlich den besten Kompromiss.
Man könnte wohl Bücher darüber schreiben und es gibt jede Menge Beratungs- und Konfigurationsprogramme im Netz, aber für uns sind bestimmt die induviduelle Ergonomie und Handhabbarkeit die wichtigsten Kriterien. Ein gutes und optimiertes Rad mit Qualitätsmaterial kostet dann aber auch ab ca. 3500 bis 4000 € aufwärts und man sollte sich unter Umständen auf gut ein Jahr Lieferzeit einrichten.
Weil man als Paar ja dann eher 2 Bikes braucht, hat mich der Gesamtpreis für 2 Räder bisher abgeschreckt. Aber das Leihen ist auch happig teuer und die Räder sind nie auch nur annähernd hochwertig und schon mal garnicht für unsere besonderen Bedürfnisse geeignet, so dass es am Ende eine Langzeitrechnung ist.
Auch mit Leihrädern macht es schon großen Spass, wie klasse muss es dann erst sein, wenn man ein optimal abgestimmtes Rad fahren kann?
Ich glaube ich werde mich auch mal wieder intensiver mit dem Gedanken auseinander setzen, ich komme grad wieder auf den Geschmack.
LG Manoul
