Rotkaeppchen
Bekanntes Mitglied
Zu dem ganzen Thema gibt es Neuigkeiten. Ich kann gar nicht so viel lachen, wie ich schreien möchte.Ich habe gestern über meine Mutter geärgert, nein ich ärgere mich noch über sie. Sie ruft mich gestern an und sagt: "Es wird dich nicht interessieren, Tante XY ist gestorben" und legt auf. Besagte Tante ist meine Grosstante, die Tante meines Vaters. Mit ihr verknüpfe ich Kindheitserinnerungen, Erinnerungen an meine Omi (sie waren Schwestern), mit der ich ganz oft in Kindertagen bei der Tante zu Besuch war. Natürlich ist die Verbindung im Laufe der Jahre, auch bedingt durch die Entfernung, lose geworden, man hat sich halt alle Jubeljahre mal auf Familienfeiern gesehen, aber deshalb davon auszugehen, es würde mich nicht interessieren ...
Ich kann nicht nachvollziehen, wieso meine Mutter mich dann überhaupt anruft, wenn sie doch davon ausgeht, dass es mich nicht interessiert. Wieso behandelt sie mich so? Ich reisse mir den Allerwertesten für sie auf, versuche sie trotz der Entfernung zu unterstützen. Ja, ich "mecker" sie auch mal an, wenn sie ihre Diabetes mal wieder auf die leichte Schulter nimmt. Und wenn sie dann deshalb von jetzt auf gleich ins Krankenhaus muss, setze ich mich zeitnah ins Auto und fahre schlappe 430 km, um sie und meinen Vater (beide 78) dann zu unterstützen.
Und dann behandelt sie mich so, ich versteh das einfach nicht.
Ich bin einfach nur traurig und gekränkt.
Ruft mich meine Mutter gestern morgen an. Da ich unter Dusche war, hab ich 15 Minuten nach ihrem Anruf zurück gerufen. Bekomme ich zu hören, sie hätte sich jetzt überlegt, dass sie jetzt doch keine Zeit hätte, mit mir zu sprechen.

Gespräch auf den Nachmittag vertagt.
Nachmittags beschwert sie sich dann, dass ich mich so lange nicht gemeldet hätte. Meine Anwort "du ja auch nicht" und ob sie sich mal gefragt hätte, warum. Jaa sie hätte da wohl eine Idee, nämlich weil sie mich ja bezüglich ihrer Blutzuckerwerte und ihres Blutdrucks beschwindelt hätte.
.Ich hab sie dann darüber aufgeklärt, dass mein Problem die Tatsache ist, dass sie es nicht für nötig gehalten hat, mich über den Termin der Beisetzung zu informieren. Sagt sie, "oh hab ich gar nicht dran gedacht und du hättest ja mal nachfragen können". Als ich ihr dann sagte, wann ich das hätte bitteschön tun sollen, bevor oder nach dem sie einfach aufgelegt oder bevor oder nach dem sie beschlossen hat, dass mich das ja sowieso nicht interessiert, fängt sie an zu heulen. Auf Knopfdruck, kann sie gut, um dann 5 Sekunden später mit salbungsvoller Stimme zu fragen, ob ich ihr verzeihen könne. Mein Antwort: "das weiß ich nicht, du hast mich damit gekränkt und sehr verletzt" und dann hab ich einfach aufgelegt.
Und wiederhole den Satz vom Anfang, ich kann gar nicht so viel lachen, wie ich schreien möchte.
Danke fürs zuhören.



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