Hallo,
Dannistyle@
Ich hab auch gezögert das Medikament zu nehmen:
Ich hatte das Quensyl auch erst eine Zeitlang zur Beobachtung auf dem Tisch liegen, (so 4 Wochen ca.) Hatte Angst vor der Wirkung und den Nebenwirkungen und der Druck war für mich nicht groß genug, etwas unternehmen zu wollen.
Aus Vernunftsgründen habe ich es dann genommen, und zwar erst eine halbe Tbl. (habe ich tatsächlich durchgeschnitten

) und am nächsten Tag dann eine.
Ich stellte fest, dass ich nicht tot umfiel als ich die Chemie im Körper hatte. Am 3. Tag nahm ich dann die empfohlene Dosis. Nebenwirkungen stellten sich ein, nach kurzer Zeit, aber alles völlig im grünen Bereich: Kopfschmerzen, leichtes Benommensein in der ersten Stunde der Einnahme. Die Kopfschmerzen gingen nach einiger Zeit ganz weg, das Benommensein habe ich heute noch, aber ich habe mich daran gewöhnt und es ist so ok.
Langfristig hat mir das Quensyl die Gelenk- und Muskelschmerzen verbessert, die Steifheit der Gelenke ging davon weg. Heute, nach 4 Jahren aktiver Erkrankung weiß ich, dass die Krankheit weiterhin im ZNS arbeitet und ich bin nun bereit auch stärkere Medikamente zu nehmen. Mehr erfahre ich Ende Februar in der Neuroimmunologie.
@Siebenstein
Das Frieren habe ich auch oft, verbunden mit Schüttelfrost. In solchen Wochen ruhe ich mich mehr aus und liege abends gern früh im Bett. Ich empfinde das Frieren wie ein Zeichen für Überanstrengung. Das Krankenhaus war ja für dich auch sehr anstrengend.
Es wird bestimmt mit der Zeit einfacher, diese Zustände zu händeln. Es ist ein Prozess, für sich Strategien zu finden mit den aufgezwungenen Veränderungen umzugehen. Auch Trauern um die Gesundheit gehört dazu. Und für mich war wichtig, mir das ganze Dilemma nicht schön zu reden, wenn es grad echt schlimm ist. Ich will damit sagen, das es verdammt schwer ist, mit solch einer Krankheit den Optimismus für die Zukunft zu behalten. Und Angst und Verzweiflung müssen auch raus, um dann wieder Platz zu machen für schönere Tage. Und mit diesem Auf und Ab komme ich mittlerweile gut klar.
Du wirst dein Leben in den Griff kriegen, aber es braucht Zeit. Die Veränderungen müssen ertragen werden oder auch von dir herbeigeführt werden, wenn du etwas so nicht belassen kannst, weil die Krankheit dir einen Strich durch macht. Mach das Beste aus dem, was dir möglich ist. Und versuche dein Umfeld damit nicht zu verschonen, denn deine Familie und Freunde müssen das auch schlucken und alles muß angepasst werden.
Vielleicht haben wir auch irgendwann einen Stillstand in der Krankheitsaktivität- was es durchaus auch gibt, oder einfach eine Zeit mit wenigen Problemen.
Ich drück euch mal alle zusammen.
LG Brumsel