So hier nochmal die pdf Datei
https://dgrh.de/dam/jcr:8c7a3ca2-0b...lungen_dgrh_pharmako_kommission_2013_lang.pdf
Sollte man sich wirklich mal durchlesen, denn es beantwortet einige der hier gestellten Fragen ausführlich und leicht verständlich.
Impfung bei erwachsenen Patienten mit chronisch entzündlichen rheumatischen Erkrankungen
Bei Patienten mit chronisch entzündlich rheumatischen Erkrankungen besteht häufig eine intrinsische und therapiebedingte erhöhte Infektanfälligkeit, die wesentlich zu Morbidität und Mortalität der Patienten beiträgt. Ein großer Anteil dieser Infektionen ist impfpräventabel. Aus diesem Grund empfahl die Ständige Impfkommission (STIKO) 2005 neben den Regelimpfungen zusätzlich altersunabhängig bei Patienten mit Immunsuppression die Impfung gegen Pneumokokken, Influenza sowie gegen Haemophilus influenzae b und Meningokokken. Jeder Patient sollte deshalb vor der Einleitung einer immunsuppressiven Therapie über eine mögliche Zunahme der Infektneigung und die empfohlene Impfprävention aufgeklärt werden.
Aus der Datei:
Methotrexat
Studienlage. Zahlreiche kontrollierte
Studien haben die Wirkung von Methotrexat (MTX) auf das Impfansprechen
gegenüber Influenza und Pneumokokken vor allem bei Patienten mit rheumatoider
Arthritis untersucht.
Sowohl bei Patienten mit RA [42] als auch Psoriasis-Arthropathie [43] führte MTX zu einer
deutlichen
Reduktion der gegen Pneumokokken gerichteten spezifischen Impfantwort.
Dagegen war die Impfantwort gegen Influenza in zahlreichen Studien nicht statistisch signifikant beeinflusst [33, 34, 38, 42, 44].
Auch die Impfung gegen Hepatitis B zeigte in einer Studie normale Impfantworten
unter MTX-Therapie [24].
Effektivität. Impfantwort gegen Influenza vorhanden (Evidenzgrad 2a), gegen
Pneumokokken eingeschränkt (Evidenzgrad 2b), gegen Hepatitis B vorhanden
(Evidenzgrad 2b).
Zusammenfassende Beurteilung
Unter der Therapie mit MTX sind TZell-abhängige Antworten wie die Impfantwort gegen Influenza und Hepatitis B nicht eingeschränkt. Dagegen zeigen mehrere Studien eine reduzierte Antwort
gegen Pneumokokkenpolysaccharide. Es
gibt zu diesem Zeitpunkt keine Untersuchungen dazu, ob die Gabe von konjugierten Impfstoffen möglicherweise eine bessere Antwort gegen Pneumokokken induziert.