Thema Corona Virus

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Vielleicht rechnet man damit, dass sich manche Probleme von selbst erledigen, wenn man nur lange genug wartet.
Wenn alle angesteckt sind, bleiben sie daheim.
 
Da eine Pandemie dieses Ausmaßes für uns alle neu ist - incl. Behörden und Politiker - ist es relativ normal, dass sich im Umgang mit der neuen Situation Schwachstellen herausstellen, für die es bisher keine Vorkehrungen und Anweisungen gab.
Das ist nicht schön - vor allem nicht für die Betroffenen und sollte schnellstmöglich behoben werden. Leider befinden wir uns in einer Art Ausnahmezustand - jeder hat Sorgen und Nöte - und da wird es möglicherweise nicht so schnell gehen, wie man es gern hätte.

Zu den Zahlen:
Die Neuinfektionen werden jeden Tag veröffentlicht. Derzeit scheint sich die Anzahl der bestätigten Fälle alle zwei bis drei Tage zu verdoppeln. Dazu kommen die ganzen Ungetesteten.
Alle Maßnahmen, die jetzt getroffen wurden, brauchen einen Vorlauf von ca 2 Wochen, bis sie anfangen, Wirkung zeigen. Das ergibt bei 9000 Infektionen derzeit in zwei Wochen 576.000 bestätigte Infizierte. Davon 5 - 10 Prozent Intensivpatienten. Das ist das, was auf jeden Fall kommen wird. Hoffentlich zeigen die Maßnahmen genug Wirkung, um die Kurve dann etwas abzuflachen. Ob das funktioniert, ist im Wesentlichen davon abhängig, ob sich die Leute daran halten.
 
@kanalratte:

Persönliche Abwertungen helfen auch nicht.

Du hattest von 500.000 Schwerstkranken in 2 Monaten gesprochen; die Grundlage dafür ist eine rein spekulative Rechnung. Abgesehen davon wüsste ich nicht, wo ich dich angegriffen hätte.....
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Und es gibt auch schöne Dinge zu berichten! Ich habe gerade von meiner Hilfe eine volle Flasche Desinfektionsmittel geschenkt bekommen, da sie mehrere von einer pflegebedürftigen Dame aus dem Monatspaket bekommen hat.

Gestern haben sich kurzfristig einige Studenten (zum Teil ehemalige Schüler unserer Vorsitzenden) gemeldet und werden einen Teil der Lebensmittelspenden einsammeln und mit unseren Lagerbeständen Kisten packen und die an Kunden liefern, die alt, krank oder anderweitig eingeschränkt sind. Eine Sorge weniger. Und einfach eine tolle Aktion!
 
Inzwischen glaube ich keinen veröffentlichen Zahlen mehr, nicht nur, dass diese viele Tage hinterherhinken, Dunkelziffer, aber auch die Tests sind nicht so eindeutig. Sehr interessant dazu: https://www.t-online.de/gesundheit/...tte-test-brachte-ein-positives-ergebnis-.html

Was mich sehr beunruhigt ist die hohe Ansteckungsgefahr. Da war z.B. jemand nur ein paar Stunden in einem Club und ist danach infiziert. Wie wahrscheinlich ist es denn, dort einen direkten Kontakt zu dem Infizierten zu haben, da muß es doch schon viel mehr Infizierte geben. Ohne Symptome. Und wer geht denn mit leichten Erkältungssymptomen zum Testen (und da wird sehr gesiebt).

Deshalb denke ich , die generelle Ausgangsgsperre wäre jetzt dringend fällig. Sonst gehts uns wie den Italienern, aber da ich pessimistisch bin, vermute ich das sowieso.
 
Ja, ich habe einen Hausarzt der mich krank schreibt und das war nicht einfach und ist auch noch ungewiss wie lange, aber ich habe einige Bekannte aus verschiedenen Städten und die haben Probleme. Ich bin einfach über diese unterschiedlichen Vorgehensweisen verwundert und auch schockiert.
Mich haben andere Meinungen interessiert:)
Da man nichts weiß ist es ja rein logisch sinnvoll Risikopatienten zu schützen:confusedpp: Damit das System nicht überlastet wird.:nixweiss:
Ist auch egal, ich fand das widersprüchlich, wenn man privat Abstand halten soll und dann aber auf der Arbeit wirklich voll ungeschützt ist.



HalloFeldblume:-) ich fände es auch besser wenn es irgendwie ein Gesetz für Risikogruppen in Bezug auf Coronavirus geben würde. Das soll nicht egoistisch klingen aber es wäre einfach besser für die Menschen die zu einer Risikogruppe gehören. Ich finde das wird zu wenig in den Medien erwähnt in Bezug auf die Risikogruppen. Was ich immer nur höre an erster Stelle ältere Menschen, Menschen die eine chronische Lungen oder Herzerkrankung oder Diabetes haben. Ich habe bisjetzt wenig von Rheumaerkrankung gehört. Rheumakranke stehen an letzter Stelle, ich meine wir können doch nichts dafür das wir Rheuma haben und MTX einnehmen, wir haben und das nicht ausgesucht:-/ viele Ärzte vernachlässigen Menschen mit Rheumaerkrankung. Ich hoffe das ich da was irgendwie bald ändert in Bezug auf Risikogruppen. Ich hoffe aber auch das es mit dem Coronavirus bald ein Ende hat und mich nervt es das viele Menschen das total unterschätzen und es nicht ernst nehmen. Viele belächeln den Virus;-/
 
Ich fand gerade in unserer Tageszeitung einen Bericht über einen Aufruf von Risikogruppen-Zugehörigen an alle zum Befolgen der Maßnahmen - eine schöne Sache, wie ich finde.

https://www.rnd.de/panorama/inklusi...ck-zu-sterben-KD3GDM57MRDDRHDXTYWSNVO5RE.html


In einem anderen Forum bin ich auf eine Risikoanalyse, die 2012 für den Bundestag gemacht wurde, aufmerksam gemacht worden. Eins der beiden Szenarien war der Umgang mit einer Pandemie mit einem Corona- bzw. SARS -ähnlichem Virus. Ich fand es interessant (und ein bißchen unheimlich), ist aber keine leichte Sprache.

https://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/120/1712051.pdf (ab ca Seite 55)
 
Ich hatte gestern den Anruf aus meiner Praxis, dass ich aus diversen Gründen doch selbst in die Praxis kommen soll zur Blutabnahme. Eigentlich sollte die Tage jemand zu mir kommen.
Ich hab ne Weile drüber nachgedacht und gedacht, ich bin doch nicht bescheuert! Lungenkrank, herzkrank, immunsupprimiert, und dann soll ich mich morgens ins proppevolle, verrotzte Wartezimmer setzen?!? Ich hab doch keinen Knall... Ich hab vorhin also angerufen und gesagt, dass ich das definitiv NICHT machen werde. Ja, man könnte mich auch durchschleusen... Dann müsste ich aber trotzdem durchs Wartezimmer! Dann bleibt es eben so, das ist mir jetzt gerade auch egal. ICH wollte jetzt sowieso nicht, das hat mir ja mein Doc aufgebrummt, wegen dem Herzprogramm der KK. Dann sollen die das untereinander klären, warum ich nicht da war.
Dass es gerade im Gesundheitswesen jetzt so schwierig ist mit den einfachsten Sachen, das find ich grad persönlich ärgerlich.
Mein Vertrauen in das derzeitige System bzw der Umgang mit dem Thema ist aufgrund einer gewissen Geschichte bei mir sowieso ziemlich im Keller und ich entscheide jetzt so, was mir mein Bauch rät.



Hallo Maggy63:-) ich verstehe deine Angst sehr gut. Ich war auch vor ein paar Tagen persönlich beim Arzt. Wir Patienten durften nur einzeln die Praxis betreten. Die Krankenkarten wurde nicht entgegen genommen. Das Wartezimmer war "gesperrt" so das keiner da hin durfte. Ich fand das alles sehr gut. Und vor der Praxis hin ein Schild das wenn man die Symptome vom Coronavirus hat, das man die Praxis nicht betreten darf sondern anrufen muss. Es waren auch sehr sehr wenige Patienten dort. Bin froh das hinter mir zu haben. Wenn es nicht dringend ist dann würde ich den Termin absagen.

LG:-)
 
@kanalratte:

Persönliche Abwertungen helfen auch nicht.

Du hattest von 500.000 Schwerstkranken in 2 Monaten gesprochen; die Grundlage dafür ist eine rein spekulative Rechnung. Abgesehen davon wüsste ich nicht, wo ich dich angegriffen hätte.....

ich hab niemanden abgewertet. und angegriffen? das liest du raus. für mich sind meine worte an dich reine feststellungen. ist ja nicht das erste mal, das du meine worte ins lächerliche ziehst oder mir sachen unterstellst.

soweit dazu.

das mit den 500.000 schwerstkranken, die Herr Drosten erwähnte... alles, was er zu zahlen sagt, sind hochrechnungen, er ist der virologe in deutschland der sich am besten mit SARS/Corona auskennt. ihm folge ich schon seit anfang februar, als ihn noch kaum einer in deutschland kannte, als seine warnungen noch als hysterie und schwarzmalerei abgetan wurden. jetzt plötzlich sonnt sich jeder politiker in seinem schatten, jetzt plötzlich hatte er wohl recht mit seiner "panikmache"

und 500.000 schwerstkranke, die "ihr corona" nicht zu hause auskurieren können, sondern in der klinik (wo natürlich nicht alle beatmet werden müssen) ist eine seiner hochrechnungen für den fall, das deutschland so weiter macht, wie es bis in den märz hinein geschah. nicht mehr hab ich geschrieben und das ist nun mal kein "geschwurbel". soviel zu deinem "mich nicht angreifen". ich lass mich halt nicht gerne lächerlich machen. du (und andere) sicher auch nicht. fairness ist keine einbahnstrasse.

Und da ja eh schon jeder egoistisch handelt, tu ich das natürlich auch. Ist halt ein Urinstinkt gell :)

ich weiss nicht, wie es bei dir ist, bei mir jedenfalls nicht.

ich hab kaum mehr hier als sonst, lediglich 2 brotbackmischungen, die sonst nicht im haus sind. und nur, weil ich etwas nachvollziehen kann, heisst es nicht, das ich es gut finde. nur das ich verstehe, wie es dazu kommt. aber kein problem, mit dem auseinanderhalten der beiden begriffe "nachvollziehen und verständnis haben/in ordnung finden" ... haben viele leute ein problem.
 
Was mich sehr beunruhigt ist die hohe Ansteckungsgefahr. Da war z.B. jemand nur ein paar Stunden in einem Club und ist danach infiziert. Wie wahrscheinlich ist es denn, dort einen direkten Kontakt zu dem Infizierten zu haben, da muß es doch schon viel mehr Infizierte geben. Ohne Symptome. Und wer geht denn mit leichten Erkältungssymptomen zum Testen (und da wird sehr gesiebt).

In Clubs besteht zusätzlich das Risiko, sich durch Schmierinfektionen anzustecken. Das Virus bleibt bis zu vier Tagen aktiv, da reichen ein paar Stunden im Club.
 
@Lady Sunshine, bei meinem Arzt muss man zwangsläufig durchs Wartezimmer, ich hab mir den Besuch da bis auf weiteres verboten.
Die Ärzte und Angestellten habens jetzt auch weiß Gott nicht leicht, die Arzthelferin hat mir ja am Telefon ein bisschen was erzählt. Hoffentlich bleiben die ganzen fleißigen Bienchen vom Virus verschont. Zuhause bleiben können die ja nicht, sonst bricht das System zusammen....
 
Was mich heute sehr betroffen gemacht hat, war eine Unterhaltung zwischen Kindern zum Thema Corona. Ich habs durchs offene Fenster zufällig mitgehört und hätte fast geheult, dass sich Kinder mit sowas befassen müssen. Die wussten ganz schön bescheid über Maßnahmen, Auswirkungen, Zahlen... Und nebenher bimmelte die Totenglocke, boah, war das gruselig!
 
Rheumakranke stehen an letzter Stelle,
Ich denke mal, dass Rheuma an sich nicht so gefährdet (zumindest da, wo die Organe nicht betroffen sind), die Gefahr liegt wohl eher in den Medikamenten.
Wobei, wer sich richtig mit Rheuma auskennt, setzt das nicht ans Ende der Liste, da gibts so viel Risiken... Wahrscheinlich hat man da nur wieder an dicke Gelenke gedacht. :rolleyes:
 
Vielleicht rechnet man damit, dass sich manche Probleme von selbst erledigen, wenn man nur lange genug wartet.
Wenn alle angesteckt sind, bleiben sie daheim.
Ich bin ja richtig froh, dass mein Mann jetzt beschlossen hat, doch zuhause zu bleiben. Diese Woche ist er sowieso erstmal krank geschrieben, aber die ist ja nun auch schon zur Hälfte um.

es gibt auch schöne Dinge zu berichten! Ich habe gerade von meiner Hilfe eine volle Flasche Desinfektionsmittel geschenkt bekommen,
Ich hab vorgestern auch eine Flasche geschenkt gekriegt. Über was man sich doch freuen kann... :)

Und wer geht denn mit leichten Erkältungssymptomen zum Testen (und da wird sehr gesiebt).
Frag mal Whiskas, die sitzt schon eine ganze Weile mit ihrem Mann zuhause und kriegt den Test nicht. Ich wäre schon längst ausgerastet.
 
Mein Mann hats mir gerade erklärt - es ist wohl so, dass man noch auf die Entscheidung vom Sozialministerium wartet. Wie lange brauchen die denn?!?
Also wenn alles so halbherzig umgesetzt wird, kann man sich den Rest auch gleich sparen.... Nee, sowas macht mich fassungslos, wo bleibt da der logische Menschenverstand? Wie lange sind jetzt zum Beispiel schon die Schulen zu und das Ministerium fängt JETZT an zu überlegen, was man mit den Behinderten macht? Aua und gute Nacht, Marie.
Aha, jetzt ist die Verfügung raus. Die Behinderten müssen zuhause bleiben, was mit den Betreuern ist, wissen wir aber noch nicht.
Das hat jetzt aber auch gedauert....
 
Moin
Mein Termin beim Rheumatologen hat gut geklappt
Ich bin gut nach Hamburg rein und wieder raus gekommen... wenig Verkehr, zum Glück, ich fahre nicht gern in Hamburg Auto.

Die Praxis war relativ leer, alles so eingerichtet, dass möglichst wenig Kontakt zu anderen Patienten entsteht (Stühle weit auseinander, Zwischenwände wo nötig und möglich, Desinfektionsmitteln an jeder Tür, die Ärzte untersuchen nur körperlich, wenn unbedingt notwendig)

Sie hat mir sehr nachdrücklich gesagt, dass ich mit meinen Medikamenten und dem RA nicht in meinen Job arbeiten soll. Eine AU darf sie mir aber nicht ausstellen.
Ich habe nun ein Attest, dass ich zur Risikogruppe gehöre und könnte damit zu meinem Arbeitgeber gehen und um Freistellung bitten.
Wie das dort gehandhabt wird weiß ich nicht. Vorerst habe ich eine AU vom HA. Ob ich eine Verlängerung bekomme kläre ich morgen. Sonst muss ich mit meinem Chef und dem Betriebsarzt sprechen und wenn’s nicht anders geht, unbezahlte Freistellung erbitten.

es ist sehr bedrückend, dass man als Betroffener in so eine Situation kommt. Aber es gibt viele andere Menschen, die gerade vor ähnlichen oder schlimmeren Situationen stehen.
Irgendwie wird es sich schon zurecht laufen. ich bleibe positiv und versuche die freie Zeit zu nutzen um mich zu erholen und die Ruhe zu genießen.
 
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