In meiner (Schema)Therapie ging es um alle meine Probleme, "Lebensfallen" und wie ich besser damit umgehen kann.
Das betraf auch den Umgang
mit der Krankheit und den Schmerzen.
Das macht sehr viel aus, wie viele von Euch schon fest gestellt haben (kaum Schmerz = gute Laune, starker Schmerz = schlechte Laune). Es ist aber nur eine Seite der gegenseitigen Beeinflussung.
In meinem zweiten Link findet Ihr auch sehr viele Infos zu den verschiedenen Krankheitsbildern sowie eine Liste von Schematheraupeuten in ganz Deutschland.

Es ist eine relativ junge Form der Psychotherapie, welche relativ (zu bisherigen Methoden, wie Freud) kurzfristig und effizient zu einer Verbesserung von
Körper und Geist führt (führen kann, sofern Patient mit arbeitet).
Als ich in die Akut Psychosomatik kam, wurde gerade eine Patientin auf Krücken entlassen (sie kam im Rollstuhl rein).
Psychische Belastung allein kann den kompletten Körper kaputt machen, wenn die Anzeichen ignoriert werden.
Je mehr Probleme ich habe, umso mehr Schmerzen verspüre ich. Dann muß ich umdenken und mich um mein Denken und meinen Körper kümmern.
Taz, vielen Dank für deine ausführliche Rückmeldung! Nicht jeder kann damit so offen mir umgehen. Das beeindruckt sehr.
Danke, Fisshu! Das freut mich sehr.
Auch das habe ich in meiner Therapie gelernt und fiel mir sehr schwer.

Beim ersten Gruppengespräch erklärte ich, daß dies nichts für mich sei, weil ich anderen nicht meine Probleme erzähle (anvertraue).
Ich bin kein Mensch der viel erzählt.
Das ging mir auch so! Ich konnte mir nicht vorstellen, wie das laufen sollte. Hinsetzen und rum jammern ist nicht mein Ding.
Gerade beim Erstgespräch fragte sich der Therapeut sehr lange, was ich dort überhaupt wollte … bis er die "richtigen" Fragen stellte und ich heulend zusammen brach.
Es wird eher ein Gespräch geführt, wobei der Therapeut Fragen stellt und ein Austausch stattfindet, der mich selbst dann auf Problematiken brachte, die mir gar nicht bewußt waren. Gerade diese bewirkten, daß mein Denken, Fühlen, Handeln für mehr Probleme und körperliche Schmerzen sorgte.
Das A und O ist aber die Beziehung zum Therapeuten, das stimmt.
Auf jeden Fall!
Ich selbst hatte anfangs eine Therapeutin, mit der ich nicht zurecht kam. Aussagen, wie "weinen Sie sich ruhig mal aus" brachten mir nur die Frage, was ich damit anfangen solle.
Ich bat dann um einen anderen Therapeuten und dieser Wunsch wurde erfüllt.
Dann hatte ich "mein persönliches Arschloch". Genau diesen Therapeuten hab ich persönlich gebraucht und ab da lief alles sehr effektiv.
Mein Hausarzt meinte später dazu, daß Therapeuten Arschlöcher sein müssen. Sie schupsen den Patienten mehr oder weniger intensiv mit der Nase in deren Probleme.
Nur wenn ich erkenne, was warum schief läuft, kann ich dagegen arbeiten und einen anderen Weg wählen.
Letzten Freitag nach dem Termin beim Rheumatologen ist bei mir ein gutes Beispiel.
Früher hätte ich mich geärgert, mir gedacht, daß das alles nichts bringt und mich gefrustet in mein Schneckenhaus zurück gezogen. Das hätte sich dann mit noch mehr Schmerz auf den Körper ausgewirkt.
Heute schlender ich danach durch die Fußgängerzone und sorge dafür, mir etwas Gutes zu tun. Kann ich anderen eine Freude bereiten, tut es mir auch gut, …
Und schon war der Tag für mich gerettet.