Danke euch. Ich war inzwischen ja bei der Hausärztin und hatte auch die etwas verständigere von beiden erwischt. (Es ist eine Gemeinschaftspraxis und die meisten Patienten sind bei beiden, je nachdem, wer gerade da ist. Die Ärztinnen wechseln sich ab.) Ich glaube, die Hausärztin hat nun auch endgültig auch mal mitbekommen, wie's mir mit dem ganzen Hin und Her geht. Ich konnte mich auch einfach nicht mehr zurückhalten und war nur noch am heulen.
Immerhin hat sie mir mal zugehört und die Situation soweit wohl auch mal verstanden. Derzeit bin ich von ihr krankgeschrieben, ich hab jetzt Gott sei Dank auch keine Lücke durch den Tag in der Klinik. Ich soll jetzt erstmal runterkommen und dann kann ich weiterschauen (werd ich aber leider wohl auch wieder alleine machen müssen).
Ich habe mir auch schon überlegt, dass ich wohl mal mit der Krankenkasse Kontakt aufnehmen sollte. Ich habe nämlich wirklich wenig Lust, dass jetzt irgendwo Berichte auftauchen, in denen dieser Klinik-Arzt schreibt, ich würde jegliche Medikamenten-Einnahme verweigern. Wie norchen schrieb:
Nichts desto trotz.... war das mit dieser Klinik und diesem Arzt absolut nicht okay. Wenn du von denen ein Bericht bekommst und es steht da das drin was du geschrieben hast, also medikamentenverweigerung ect....da würde ich eine Gegendarstellung schreiben.
Man weiss ja nie wie einem so ein Bericht mal auf die Füße fallen kann
Der Arzt hat sich das auf jeden Fall so aufgeschrieben. Allerdings weiß ich nicht, an wen das jetzt alles geht. Wie kriege ich das raus? Und an wen könnte ich da eine Gegendarstellung schreiben, so dass das jemand ernst nimmt?
Ich habe ja auch nie gesagt, dass ich während meiner zwei Wochen in der Klinik auf keinen Fall ein Medikament einnehmen werde. Hingeschickt worden bin ich aber, um herauszufinden, ob es vielleicht eine Therapie gibt (z. B. eine PASSENDE Physiotherapie), die mir hilft, das Problem irgendwann mal ohne Schmerzmittel in den Griff zu bekommen. Da ich ja offensichtlich KEINE degenerative Erkrankung wie Bechterew oder Osteoporose habe, besteht doch immer noch die Möglichkeit, dass was eingeklemmt ist, meine Muskulatur zu schwach ist oder sowas in der Art.
Der Arzt hat so argumentiert: "Physiotherapie u. Ä. können Sie auch von zuhause machen, dazu müssen Sie nicht in eine Klinik." Ich hingegen denke, gerade an der Physiotherapie scheitere ich hier ja, weil die keine Rücksprache mit einem Arzt halten können und mich dann erstmal wieder zur Diagnostik schicken. Aber Medis einwerfen - DAS kann ich doch sehr viel einfacher von zuhause! Hab die Schublade ja schon voll mit dem Zeug - warum muss ich DAFÜR in einer Klinik liegen?
Ich hatte echt sogar die naive Vorstellung, dass bei so einem stationären Aufenthalt vielleicht auch mal einer nachts auf meinen Rücken schauen könnte, wenn die Schmerzen gerade da sind. Tagsüber kann ich ja immer nur aus der Erinnerung berichten, bei welcher Bewegung es wahrscheinlich wie weh tut.
Wie dem auch sein, es wurde ja null komma null über ein mögliches Therapieziel für den Aufenthalt gesprochen und ich habe und finde hier auch keinen Arzt, der mal bereit wäre, zum Hörer zu greifen und im Vorfeld mit so einer Klinik abzuklären, ob ich da richtig bin.
Das würde ich schon gerne die Krankenkasse mal fragen, ob sie wirklich meint, dass es so, wie es bisher lief, für sie kostengünstiger ist mit diesem ewigen Hin und Her. Vielleicht können die mir ja sagen, wo ich richtiger aufgehoben wäre, wenn es schon kein Arzt kann?