Lockdown Diary

Ich muss morgen zum Endo, hoffentlich geht da die EDV wieder, hab Montag schon eine halbe Stunde (andere bereits 2 1/2 Std) im Treppenhaus gestanden.... mit etwa 20 Mitpatienten....
Ähnliches hatte ich Anfang der Woche beim Hausarzt, musste Überweisung und Rezepte für mich und meinen Mann abholen. Die EDV ging zwar, aber die Warteschlange bis zur Anmeldung ging bis raus auf die Straße und leider gibt es immer noch Menschen, die den Abstand nicht einhalten und einer nahm seine Maske sogar ab um mit anderen zu reden, vorgedrängelt hat er sich obendrein auch noch.
 
Hab mir vorgenommen, dann wieder zu gehen und um einen Telefontermin zu bitten. Die Gefahr ist mir zu groß.
 
Im geschlossenen Treppenhaus ist doch der Abstand egal. Aerosole breiten sich aus, denn bei 20 Leuten geht genügend Atem an der Maske vorbei.

Hier müssen alle draußen warten. Rezepte werden im Körbchen zum Fenster runtergelassen.
 
Resi, bei kleinen Kindern habe ich noch Verständnis das die mitgenommen werden, Kitas sind ja nur für systemrelevante Berufe offen...... aber warum Teenager, sichtlich mit Null Bock, in Lebensmittel Läden geschleppt werden müssen erschließt sich mir nicht!


Katjes, du hast teils Recht, aber auch bei kleinen Kindern frage ich mich oft, warum beide Elternteile mit Kleinkind einkaufen müssen, zumal die Kinder davon regelmäßig gestresst sind, vor Allem, wenn die Läden brechend voll sind und alle keine Geduld haben......
Als meine Tochter klein war, bin ich abends, wenn der Papa da war, zum Einkaufen gefahren - ohne Kind, das in der Zeit in Ruhe zu Abend essen konnte und in ebensolcher Ruhe ins Bett ging, wenn ich wieder daheim war. Alternativ hat ER eingekauft.......als sie größer war, konnte ich sie (ca. mit 10) auch mal für die Stunde alleine lassen.
Ich sehe für den normalen Wocheneinkauf keine Notwendigkeit der Anwesenheit aller Haushaltsmitglieder (oder -ohneglieder).
 
Ja stray cat, man muss überall Maske tragen. Aber die 2 Asthmatiker unter den Prüflingen wenden ein, dass sie nicht länger, als 30 min eine Maske tragen können. In keinem Fall aber über einen Zeitraum von 4 Stunden.
 
Vielleicht kann Resi was zu den Schnelltests sagen.
Ich weiß nur, dass sie nichts aussagen. Unsre Tochter ist kurz vor der Entbindung, ihr Mann hat Kundenkontakt, der Enkel müsste dann zu den Schwiegereltern, die auch nicht eingesperrt leben, und sie hat deshalb beim Hausarzt und bei der Gyn gefragt. Sie wollte halt alle durchtesten, damit es sicherer ist.


Die Schnelltests sind schon okay - aber eben nur eine Momentaufnahme. Sind sie negativ, ist das ein gutes Zeichen. Positive Tests müssen IMMER per PCR verifiziert werden.
Für die (vorzeitige!) Aufhebung einer Quarantäne genügt ein Schnelltest nicht, da muss ein negativer PCR-Test her.
 
Oh, da hast du natürlich absolut Recht!
Das mit den beiden Elternteilen hatte ich überlesen.


Kein Problem, nur die hatte ich gemeint. Natürlich darf keine alleinerziehende Mutter (oder ein ebensolcher Vater, die gibt es ja zunehmend auch....) ihr Kleinkind alleine lassen ;)
 
Ich sehe für den normalen Wocheneinkauf keine Notwendigkeit der Anwesenheit aller Haushaltsmitglieder (oder -ohneglieder).
Eben, aber mir kommt es jetzt schon ab und an so vor, als soll das den Familienausflug ersetzen, so nach dem Motto, wenn man schon sonst nirgends hin kann.
 
Danke. Also könnte man sich auf negativen Schnelltest an diesem Tag verlassen.

Ja. Ich habe einen zuhause, und meine Kollegin hat privat einen 25-erPack bestellt. Davon gibt sie mir 10 ab - für alle Fälle (Stefanie......:D)
Im Alltag kostet so ein Schnelltest rund 35 Euro (Gesamtkosten als IGEL), das finde ich fair. Per Selbstkosten ist er wesentlich günstiger......

Allerdings ist die korrekte Anwendung wichtig, denn es gibt klare Zulassungsbedingungen, unter denen er validiert ist.
 
Die Schnelltests sind schon okay - aber eben nur eine Momentaufnahme. Sind sie negativ, ist das ein gutes Zeichen. Positive Tests müssen IMMER per PCR verifiziert werden.
Für die (vorzeitige!) Aufhebung einer Quarantäne genügt ein Schnelltest nicht, da muss ein negativer PCR-Test her.
Genau meine Rede.
In mehreren Supermärkten in Deutschland prangerten wohl auch schon Schilder an den Türen auf denen Stand "Einkaufen ist kein Familienausflug!". Wenn nur ein Elternteil geht weiß man ja nicht, ob sie alleinerziehden sind, aber warum beide Elternteile mit Kind(ern) einkaufen gehen erschließt sich mir absolut nicht. Die gehören eigentlich direkt weggeschickt.
 
Man wundert sich immer wieder, wie es überhaupt zu Infektionen kommen kann bei den derzeitigen Bestimmungen, aber vorhin hab ich zufällig durchs Fenster wieder was mitbekommen, da hab ich überlegt, ob die Leute auf ihrem eigenen Planeten leben...
4 Weiber (im Alter irgendwo zwischen 60 und Mitte 70) am Plappern und Gackern, aber Abstand? Der ist in jedem Stuhlkreis im Kindergarten größer!
Ich hatte überlegt, ob ich mal kurz den Kopf beim Fenster raushalte und drauf hinweise, aber eine der Frauen kenne ich und die hätte mich vermutlich nur ausgelacht und darauf kann ich gut verzichten.
Wenn ich jetzt aber so drüber nachdenke - Diese Frau hat Enkel, die Tochter ist Ärztin, wenn da was die Runde macht... Na Mahlzeit.
 
Wir haben gerade die täglichen Fallzahlen bekommen. Im Pflegeheim wurde durchgetestet: 28 Neuinfektionen.
Es ist so furchtbar.
Dieser Konflikt.... die Leute einsam lassen oder Besuche erlauben. Vor kurzem waren wieder mal Kurzbesuche erlaubt. Wahrscheinlich wegen Weihnachten. Und zack... haben wir die Infektionen. Da gehts wirklich um einsam leben oder einsam sterben. Ich tät lieber einsam leben und noch nicht sterben.

Die Pfleger*innen tun mir leid. Auch die haben Familien und wollen den Virus nicht heimschleppen.
 
chrissi,

umso unverständlicher, dass wohl ein ziemlich beachtlicher Teil der Pflegekräfte sich nicht impfen lassen wollen.

Es ist ja nicht so, dass ausschließlich Besucher das Virus in die Pflegeheime tragen - auch in den Pflegeheimen, in denen seit Monaten Besuchsverbot herrscht (mir ist eines persönlich bekannt), gibt es relativ umfassende Ausbrüche.....kein Wunder, wenn das Pflegeteam ohne Masken herumläuft.
Da hilft die sauber geführte Liste der wenigen Menschen, die dennoch Zutritt erhalten, auch nichts.
Die zu Pflegenden sind die Opfer.
 
Bei uns gehen viele ältere Menschen im Doppelpack in den Supermarkt einkaufen, was eigentlich nicht sein soll. Es muss dann jeder einen Korb nehmen und so wird Kapazität für andere blockiert und es entstehen Wartezeiten.
Der Partner kann doch am Auto oder draußen warten.

Ich war gestern nach langer Zeit im Supermarkt. Hinter mir an der Kasse ne Frau, die mir bald im Rücken lag. Ich mich umgedreht und mein scharfer Blick reichte aus und sie sprang zurück und entschuldigte sich. Ich habe der aber noch paar Takte erzählt. Alles nur, weil sie unbedingt den Abstandhalter hinter meine Artikel legen musste. Dabei lagen unsere Waren mit größerem Abstand auf dem Band. Nee....ohne Worte.
 
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